In der 2. Klasse Thayatal hat sich SG Burgschleinitz/Straning mit SV Raiffeisen Union Japons 2:2 getrennt. Die Gäste lagen zur Pause vorne, holten sich nach dem Ausgleich die Führung noch einmal zurück, brachten den Sieg aber nicht ins Ziel. Trainer Andreas Wallner sprach danach von "zwei verlorenen Punkten", weil seine Mannschaft aus seiner Sicht die klareren Chancen hatte und mehrere große Möglichkeiten liegen ließ.

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Aus Sicht von Wallner begann die Partie so, wie man sie sich als Auswärtsteam wünscht. "Wir sind sehr gut in die Partie gestartet und hatten das Spiel gut unter Kontrolle", sagte der Trainer. Auch wenn er die Begegnung insgesamt "auf Augenhöhe" sah, verortete er die besseren Möglichkeiten bei seiner Mannschaft. Auf dem Spielbericht schlug sich das zunächst in der Führung nieder: Mathias Auer brachte Japons in der 17. Minute mit 1:0 in Front, und mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause. Dass Burgschleinitz in der ersten Hälfte dennoch im Spiel blieb, passte zu Wallners Einordnung, dass es kein einseitiges Match war, sondern eine Partie, in der Japons zwar vieles ordentlich machte, sich aber für die guten Phasen nicht deutlicher belohnte.
Die Wende zum verpassten Auswärtssieg sah Wallner vor allem in zwei Phasen. Zunächst kam Burgschleinitz kurz nach Seitenwechsel durch Jonas Braunsteiner zum 1:1, und genau dieser Treffer störte den Rhythmus der Gäste spürbar. "Nach dem 1:1 brauchten wir ein paar Minuten, bis wir wieder in das Spiel fanden", sagte Wallner. Japons fing sich aber noch einmal und ging in der 61. Minute erneut in Führung, als Achim Stark nach einem kurz abgespielten Freistoß zum 2:1 traf. Für den Trainer war das die Phase, in der seine Mannschaft das Spiel eigentlich auf ihre Seite hätte ziehen müssen. "Danach hatten wir wieder zwei, drei sehr gute Chancen auf das 3:1. Das wäre die Vorentscheidung gewesen." Stattdessen blieb Burgschleinitz im Rennen und kam in der 75. Minute durch Miloslav Bukacek zum 2:2. Wallner sprach dabei von einem Elfmeter, "der meiner Meinung nach nicht unbedingt zu geben war", betonte aber zugleich, dass seine Mannschaft das Spiel davor schon mehrfach hätte entscheiden können. Dazu kam aus seiner Sicht noch ein später aberkannter Treffer für Japons. Entscheidender war für ihn ohnehin etwas anderes: "Wenn man vier Hunderter nicht verwertet, dann geht sich das mit dem Sieg nicht aus."
Dass Wallner trotz des Ärgers über die liegengelassenen Punkte nicht alles schlechtreden wollte, wurde in seiner Analyse deutlich. Er hob hervor, dass das Herausspielen von hinten und die Kombinationen über die Seite über weite Strecken funktioniert hätten. "Das Herausspielen von hinten und die Doppelpassaktionen über die Seite haben gut funktioniert", sagte der Japons-Trainer, schob aber gleich nach, dass "das in Summe noch verbesserungswürdig" sei. Als größeres Problem machte er das Zentrum aus. Dort habe seine Mannschaft die Halbräume nicht gut genug geschlossen, wodurch Burgschleinitz immer wieder von hinten gefährlich nach vorne gekommen sei. Besonders deutlich wurde Wallner, als er den Gegner beschrieb: "Die vier Offensivkräfte von Burgschleinitz sind wirklich gut, gehen gut in die Laufwege, sind technisch stark und sehr gefährlich." Genau diese Spieler habe man über längere Strecken nicht konsequent genug vom Tor fernhalten können. Bei den Entscheidungen des Unparteiischen sah Wallner zwar einzelne Szenen kritisch, etwa den Elfmeter und einige Abseitsentscheidungen, insgesamt stellte er dem Schiedsrichter aber ein ordentliches Zeugnis aus: "In Summe war der Schiedsrichter ein sehr guter Spielleiter."
So blieb bei Japons nach dem Schlusspfiff eine Punkteteilung, die sich für Wallner nicht wie ein gewonnener Zähler anfühlte. "In Summe war die Leistung okay, aber es waren meiner Meinung nach zwei verlorene Punkte", fasste er zusammen. Gerade weil die Gäste zweimal vorne lagen und nach dem 2:1 mehrfach die Vorentscheidung auf dem Fuß hatten, ist diese Einordnung nachvollziehbar. Gleichzeitig wollte der Trainer die Sache nicht größer machen, als sie ist. "Wichtig ist, dass wir das Spiel abhaken", sagte Wallner. Man habe gewusst, dass die Serie nicht ewig halten werde und nicht jedes Spiel gewonnen werden könne. Der Blick gehe daher schon klar nach vorne, denn mit dem nächsten Heimspiel gegen Röschitz wartet laut Wallner "wieder eine sehr starke Mannschaft". Für Japons wird es also darum gehen, die guten Ansätze im Spielaufbau mitzunehmen, vor dem Tor konsequenter zu werden und die offenen Räume im Zentrum besser zu schließen.