In der 2. Klasse Thayatal musste sich SVU Langau daheim dem USV Weitersfeld mit 2:3 geschlagen geben. Patrick Reiß sprach nach dem Spiel von einem aufgrund der Spielanteile verdienten Sieg der Gäste, betonte aber auch, dass für seine Mannschaft in einer schnellen Partie mit Chancen auf beiden Seiten bis zum Schluss noch der Ausgleich möglich gewesen wäre. Vor allem die zu einfachen Gegentore blieben aus Langauer Sicht wieder ein großes Thema.

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Der Abend begann für die Gastgeber mit einem Rückstand. In der 26. Minute brachte Johannes Wahl Weitersfeld mit 1:0 in Führung und zwang Langau damit früh zum Reagieren. Die Antwort kam aber, denn nach 37 Minuten gelang Vaclav Zapletal der Ausgleich zum 1:1. Damit war die Partie wieder offen, und genau dieser Wechsel zwischen Rückschlag und Antwort passte zu dem Bild, das Patrick Reiß später beschrieb. Er sprach von einem „sehr schnellen Spiel“ und verwies darauf, dass es auf beiden Seiten Chancen gegeben habe. Umso bitterer war aus Langauer Sicht dann der Zeitpunkt des nächsten Gegentores. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Jan Stejskal zum 1:2, mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen. Reiß machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass Weitersfeld insgesamt mehr vom Spiel hatte: „Im Großen und Ganzen ist es aufgrund der Spielanteile ein verdienter Sieg von Weitersfeld.“
Nach der Pause setzte Weitersfeld sofort nach und verschaffte sich damit ein deutlich besseres Polster. Richard Nesvadba erhöhte in der 50. Minute auf 3:1, und genau in dieser Phase zeigte sich, was Reiß mit der größeren Effektivität des Gegners meinte. „Weitersfeld war definitiv das effektivere Team und konnte leider auch einen Fehler unserer Abwehr nutzen“, sagte der Langauer Sektionsleiter. Damit benannte er den Unterschied des Abends recht klar, ohne dem Spiel die Spannung zu nehmen. Denn erledigt war die Partie damit noch nicht. Langau blieb dran und kam in der 88. Minute durch Milan Biedrava noch einmal auf 2:3 heran. Dieses späte Tor passte zu jener Schlussphase, die Reiß besonders hervorhob. „Mit ein bisschen Glück hätten wir noch den Ausgleich machen können“, sagte er und verwies auf „zwei, drei Chancen“ in den letzten Minuten. Der Ausgleich fiel nicht mehr, aber Langau war bis zum Ende im Spiel.
So klar Reiß die Niederlage am Ende als verdient einordnete, so deutlich sprach er auch den Punkt an, der seine Mannschaft schon länger begleitet. „So wie leider auch schon in den letzten Wochen bekommen wir zu einfach Gegentore. Das müssen wir in den kommenden Wochen abstellen“, sagte er. Diese Aussage erklärt den Abend in wenigen Worten ziemlich gut. Langau kam zwar nach dem 0:1 zurück und war auch nach dem 1:3 noch nicht geschlagen, musste aber insgesamt wieder zu viel investieren, um den Rückstand aufzuholen. Gleichzeitig wollte Reiß die Leistung seiner Mannschaft nicht kleinreden. „Es war eine kämpferisch sehr gute Leistung“, sagte er. Gerade deshalb war aus seiner Sicht bis zum Schluss noch etwas drinnen. Auch einige strittige Situationen auf beiden Seiten sprach er kurz an, ohne daran die Niederlage festzumachen. Im Vordergrund blieb für ihn klar, was die eigene Mannschaft besser machen muss.
Unterm Strich steht für Langau eine Heimniederlage, die aus Sicht des eigenen Funktionärs erklärbar ist, aber nicht völlig chancenlos zustande kam. Weitersfeld nahm die drei Punkte mit, weil die Gäste ihre Möglichkeiten besser nutzten und sich nach jedem wichtigen Moment wieder in eine gute Lage brachten. Langau hielt dagegen, fand nach Rückständen immer wieder einen Weg zurück in die Partie und war mit dem späten Anschlusstor sogar noch einmal nah dran. Reiß verband seine Einordnung deshalb mit einem nüchternen Blick nach vorne: Die einfachen Gegentore müssen weniger werden, die kämpferische Leistung kann dabei eine Grundlage sein.