Spielberichte

Sali Veseli (Trainer SV Würth Böheimkirchen): „Wir haben uns auf die Basics konzentriert“

SG Traisen/St.Veit
SV Böheimkirchen

In der 2. Klasse Traisental teilten sich die SG Traisen/St.Veit und der SV Würth Böheimkirchen beim 2:2 die Punkte. Die Gäste lagen zweimal voran, kassierten aber jeweils schnell den Ausgleich – für Trainer Sali Veseli klang das trotzdem nicht nach verlorenen Zählern. Er sprach von einem ordentlichen Auftritt, betonte die Rückkehr zu den Basics und sah nach einem Traumfreistoß und einer offenen zweiten Hälfte ein gerechtes Remis.

Torwart greift zur Trinkflasche

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zwei Führungen, zwei Antworten – turbulente Anfangsphase

Böheimkirchen erwischte den perfekten Start: Nach sechs Minuten traf Simon Ofner per ruhendem Ball zur 1:0-Führung, ein Abschluss, den sein Trainer so einordnete: „Wir gehen mit einem sensationellen Freistoß von Simon Ofner in Führung, der genau ins Kreuz geht.“ Die Reaktion der Hausherren ließ aber nicht lange auf sich warten: Alexander Hofecker glich bereits in der 8. Minute zum 1:1 aus. Die Veseli-Elf blieb dran, stellte durch Valentino Fürnwein in Minute 21 wieder auf 1:2, doch auch diese Führung hielt nicht lang – Aldrin Gashi zog in der 27. Minute zum 2:2 gleich. „Leider haben wir unsere Führung nicht über längere Zeit halten können“, sagte Veseli, der die wilden ersten 30 Minuten als Kern der Geschichte sah. Zur Pause stand es 2:2, danach blieb es – trotz intensiver Laufarbeit auf beiden Seiten – beim Remis.

Veseli über Plan und Gegner: Basics, Diagonalbälle, Fünferkette

Inhaltlich gefiel dem Böheimkirchner Trainer besonders, dass seine Mannschaft ihren Matchplan auf den Platz brachte. „Wir haben uns vorgenommen, uns auf die Basics zu konzentrieren, einfach Fußball zu spielen. Das ist in den letzten Wochen zu kurz gekommen. Das haben wir sehr gut auf den Platz bekommen, deshalb bin ich mit Ergebnis und Spiel zufrieden“, erklärte Veseli. Den Gegner ordnete er respektvoll ein: „Traisen/St.Veit war technisch gut, mit Tempo nach vorne. Sie haben mit vielen Diagonalbällen versucht, unsere Fünferkette auseinanderzuziehen.“ Entscheidend: „In der zweiten Halbzeit hatten wir das gut im Griff, wir haben in der Pause etwas angepasst.“ Dass danach keine weiteren Treffer fielen, passte zur verbesserten Ordnung der Gäste, die hinten stabiler wirkten und das Zentrum enger hielten, ohne das Risiko völlig aus dem Spiel zu nehmen.

Die große Eckball-Chance bleibt ungenutzt – Lob für den Referee

Im offenen Schlagabtausch hob Veseli eine Szene als mögliches Zünglein an der Waage hervor: „Es gab auf beiden Seiten mehrere Halbchancen, die das Spiel entscheiden hätten können, aber die klarste war nach einem Eckball für uns, wo wir aus drei Metern den Ball über die Latte schießen.“ Gerade weil die Partie nach der Pause taktisch sauberer wurde, hätten solche Momente den Unterschied ausmachen können. Stattdessen blieb es bei vielen Ansätzen, ohne dass eine der beiden Mannschaften den entscheidenden Treffer setzte. Ein Randaspekt wurde ebenfalls deutlich: „Die Spielleitung war sehr gut. Respekt an den Schiedsrichter, es gab keine strittigen Szenen“, lobte Veseli die ruhige Linie des Referees, der die umkämpfte, aber faire Begegnung ohne Aufreger durchbrachte.

Ausblick: Punkt mitnehmen und weiter an den Basics arbeiten

Tabellarisch liegen beide Teams aktuell im Mittelfeld beziehungsweise unteren Drittel: Traisen/St.Veit hält Rang 7, Böheimkirchen rangiert auf Platz 11. Für Veseli ist das 2:2 dennoch ein Schritt in die richtige Richtung, weil die Inhalte stimmten. „Grundsätzlich hatten wir nach vorne das Spielglück, das uns in den letzten Wochen gefehlt hat“, sagte er – zwei frühe Treffer durch Ofner und Fürnwein untermauern dieses Gefühl. Gleichzeitig bleibt die Aufgabe, Führungen länger zu verteidigen. Der Trainer will deshalb am eingeschlagenen Weg festhalten: „Wir bleiben bei den Basics, arbeiten sauber weiter – dann werden wir uns künftig noch öfter belohnen.“

2. Klasse Traisental: SG Traisen/St.Veit : Böheimkirchen - 2:2 (2:2)

  • 27
    Aldrin Gashi 2:2
  • 21
    Valentino Fürnwein 1:2
  • 8
    Alexander Hofecker 1:1
  • 6
    Simon Ofner 0:1