Ein einseitiger Samstagnachmittag in der 2. Klasse Traisental: Der SC Schaubach Pyhra gewann beim FC Annaberg mit 6:1 (4:0). Pyhra legte einen brutalen Start hin, führte nach fünf Minuten 2:0 und ließ danach nichts mehr anbrennen. Trainer Peter Obritzberger sprach von einem Spiel „auf einer schiefen Ebene“ und hob die ersten zehn Minuten als Schlüssel hervor. „Wir wollten das Spiel sehr schnell entscheiden – und das ist uns gelungen“, sagte er. Maßgeblich daran beteiligt: Dreifachtorschütze Robert Vanis.

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Schon nach der ersten Aktion stand es 0:1: Robert Vanis traf in Minute eins, Jaroslav Hrdina legte in der fünften gleich das 0:2 nach – der Plan der Gäste griff sofort. Peter Obritzberger erklärte den Ansatz ohne Umschweife: „Wir konnten über 90 Minuten das Spiel beherrschen. Wir haben sehr hoch attackiert und wollten es schnell entscheiden.“ Der Trainer hatte die Startphase klar ausgerufen: „Die ersten zehn Minuten waren ausgemacht. Wir waren sehr präsent, haben sofort attackiert und haben das Spiel in dieser Phase grundsätzlich schon gewonnen.“ Von Annaberg kam in dieser Anfangsphase kaum Entlastung, Pyhra blieb am Drücker und kontrollierte Tempo und Räume.
Pyhra blieb effizient. In der 26. Minute erhöhte erneut Vanis auf 0:3, zehn Minuten später traf Jakob Bernhard zum 0:4 – der Pausenstand war eine klare Ansage. Obritzberger strich dabei vor allem den Auftakt-Treffer heraus: „Das erste Tor war sehr wichtig und auch schön: Angriff über rechts von Jakob Bernhard, eine sehr gute Flanke, und Robert Vanis nimmt den Ball volley ins linke Kreuzeck.“ Nach dem Wechsel legte Vanis in Minute 64 seinen dritten Treffer zum 0:5 nach. Annaberg meldete sich in der 80. durch Ozan Yavuz mit dem 1:5, doch Felix Bernhard setzte in Minute 90 den Schlusspunkt zum 1:6. Trotz der Höhe sah der Coach noch Hausaufgaben: „Wir hatten sehr viel Ballbesitz, wussten aber oft nicht, was wir mit dem Raum anfangen sollen. Da können wir im Spiel mit dem Ball noch zulegen.“ Gleichzeitig blieb seine Einschätzung zum Gegner deutlich: „Annaberg hat kaum dagegengehalten. Ich kann nicht sagen warum – Fakt ist, es kam kaum Gegenwehr.“
Brisanz kam an diesem Nachmittag nicht auf – auch das passte zum einseitigen Verlauf. „Das Spiel war sehr fair. Auf beiden Seiten keine einzige gelbe Karte, keine groben Fouls. Der Schiedsrichter konnte das ganz locker runterpfeifen und war genauso unauffällig wie der Gegner“, meinte Obritzberger trocken. Den entscheidenden Unterschied verortete er klar bei seiner Elf: „Die Qualität von uns. Wir waren in jeder Formation besser und sind mit einem klaren Ziel reingegangen.“ Dieses Ziel klingt simpel und bestimmt: „Woche für Woche zu punkten.“ In der Tabelle untermauert Pyhra mit Rang zwei und 41 Punkten den Anspruch, auf der Welle zu bleiben, während Annaberg als 14. bei sechs Zählern weiter schwere Arbeit vor sich hat. Der Auftritt in Annaberg zeigt jedenfalls: Wenn Pyhra das Tempo vorgibt, lässt die Mannschaft hinten wenig zu und nutzt vorne die Chancen eiskalt.