Spielberichte

Später Ausgleich, noch später der Dämpfer: Böheimkirchen verliert 4:5 in Hohenberg

SG Hohenberg/St.Aegyd
SV Böheimkirchen

Ein wilder Fußball-Nachmittag in der 2. Klasse Traisental: Die SG Hohenberg/St.Aegyd ringt den SV Würth Böheimkirchen nach einem späten Schlagabtausch mit 5:4 nieder. Böheimkirchen gleicht in der Schlussphase zum 4:4 aus, kassiert aber unmittelbar danach das 5:4. Trainer Sali Veseli spricht von einem Spiel auf engem Platz mit vielen langen Bällen – und hadert mit dem letzten Pfiff: „Der Strafstoß in der Nachspielzeit war aus unserer Sicht äußerst fragwürdig.“

Nahaufnahme der Beine eines Spielers mit blauen Fußballschuhen

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Kleiner Platz, große Intensität – Hohenberg dreht das Spiel vor der Pause

Der Auftakt gehörte den Gästen: Nach neun Minuten brachte Maximilian Müllauer den SV Würth Böheimkirchen 1:0 in Front. Was danach folgte, passte zu dem, was Sali Veseli erwartet hatte. „Es war wie erwartet: kleiner Platz, viele Zweikämpfe, viele lange Bälle, viele Offensivaktionen auf beiden Seiten.“ Hohenberg fand schnell Antworten und nutzte einen Fehler im Aufbau eiskalt. „Beim 1:1 vertändeln wir in der Vorwärtsbewegung einen Ball und kriegen im Gegenzug den Ausgleich – genau das wollten wir eigentlich vermeiden“, ärgerte sich Veseli. Aus dem 1:1 durch Fabian Köberl (26.) wurde noch vor dem Pausenpfiff mehr, weil derselbe Angreifer in Minute 43 zum 2:1 traf. Zur Halbzeit lag Böheimkirchen damit 1:2 zurück – auch, weil die Defensive, wie Veseli zugab, „heute nicht so stabil war wie in den letzten Wochen“.

Böheimkirchen wehrt sich: Anschluss, Doppelschlag, Ausgleich – und doch kein Punkt

Nach dem Seitenwechsel schien Hohenberg den Deckel früh draufzusetzen: Klaus Ofner erhöhte in Minute 62 auf 3:1. Böheimkirchen gab sich jedoch nicht auf – und fand über Standards und Wucht zurück ins Spiel. „Mit dem Freistoß zum 3:2 ist noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, schilderte Veseli den Anschluss durch Kilian Kittel (71.). Dennoch setzte Hohenberg postwendend nach: Der überragende Fabian Köberl stellte mit seinem dritten Treffer des Tages auf 4:2 (77.). In der Schlussphase drehte Böheimkirchen noch einmal am Gashahn. Patrick Wunderbaldinger traf zum 3:4 (86.), und Maximilian Müllauer glich nur zwei Minuten später zum 4:4 aus (88.). „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie wir bei der Hitze noch einmal zurückgekommen sind. Das Laufpensum am Schluss war sehr, sehr gut“, betonte der Trainer.

Aufreger um den letzten Treffer und Veselis Blick nach vorne

Die Geschichte schrieb trotzdem Hohenberg: In der Schlussphase besorgte Klaus Ofner das 5:4. Genau diese Szene blieb bei Veseli hängen – und sorgte für Diskussionsstoff. „Die Schiedsrichterleistung war bis zum Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit sehr gut. Aber nach einem Freistoß, wenn fast 20 Leute im Sechzehner sind, wegen eines Schubsers einen Elfmeter zu geben, ist sehr schwierig.“ Unabhängig davon nahm der Coach auch die eigene Mannschaft in die Pflicht. „Offensiv war’s besser. Wir haben uns nicht auf Kurzpassspiel eingelassen, viele diagonale Bälle gespielt und wollten schnell ins letzte Drittel kommen.“ Den Gegner schätzte er als „robust, mit vielen langen Bällen und mit Zielspieler Fabian Köberl vorne“ ein. Für die Rest-Saison hat Veseli einen klaren Plan: „Wir wollen das Maximum rausholen. Wir haben noch zwei Heimspiele – gegen den künftigen Meister und gegen Traisen/St. Veit – und ein Bonusspiel beim starken SC St. Pölten. Da wollen wir unbedingt punkten.“

2. Klasse Traisental: Hohenberg/St.Aegyd : Böheimkirchen - 5:4 (2:1)

  • 90
    Klaus Ofner 5:4
  • 88
    Maximilian Müllauer 4:4
  • 86
    Patrick Wunderbaldinger 4:3
  • 77
    Fabian Köberl 4:2
  • 71
    Kilian Kittel 3:2
  • 62
    Klaus Ofner 3:1
  • 43
    Fabian Köberl 2:1
  • 26
    Fabian Köberl 1:1
  • 9
    Maximilian Müllauer 0:1