In der 2. Klasse Traisental trotzt der SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus dem Tabellenzweiten SC Schaubach Pyhra ein 1:1 ab. Es war eine Hitzeschlacht, in der Pyhra durch Moritz Bernhard spät vorlegte (88.), ehe Magomed-Salah Beschtuev in der Nachspielzeit zum Ausgleich traf (90+2). Trainer Anto Kovacevic sprach von einem „leistungsgerechten 1:1“ und lobte den Charakter seiner Mannschaft: „Wir geben uns nicht auf und haben uns am Ende selbst belohnt.“

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Von Beginn an lag über der Partie die Hitze, dennoch schenkten sich beide nichts. „Es war sehr intensiv, beide Mannschaften sind viel gelaufen – trotz der großen Hitze eine richtige Hitzeschlacht“, schilderte Anto Kovacevic. Vor der Pause blieb es beim 0:0, doch Chancen waren da. „Wir können 1:0 in Führung gehen, der Ball geht an die Latte“, haderte der Coach mit einer jener Szenen, die ein Spiel kippen können. Auf der anderen Seite bekam Pyhra einen Strafstoß: „Pyhra hat einen Elfmeter, unser Tormann hält ihn.“ Nach dem Seitenwechsel blieb es offen, beide Teams hatten „jeweils eine Topchance“. Als schon vieles auf ein torloses Remis hindeutete, schlug Pyhra in Minute 88 durch Moritz Bernhard zu. Landhaus antwortete jedoch sofort: In der Nachspielzeit stellte Magomed-Salah Beschtuev auf 1:1 – „unser jüngster Mann hat in der Nachspielzeit getroffen“, freute sich Kovacevic über den späten Lohn.
In der Analyse blieb der Landhaus-Trainer geerdet. „Im Großen und Ganzen muss man sagen: Das war ein leistungsgerechtes 1:1.“ Der Spielverlauf gab ihm Recht: Lattentreffer hier, parierter Elfer dort, Hochkaräter auf beiden Seiten. „Auf beiden Seiten hat nur eins gefehlt: das Quäntchen Glück. Nicht mehr, nicht weniger.“ Besonders zufrieden zeigte sich Kovacevic damit, wie seine Mannschaft die Ausfälle wegsteckte. „Wir haben wieder drei Spieler vorgeben müssen – gelbgesperrt oder verletzt. Eigentlich ist alles gut aufgegangen.“ Gleichzeitig sparte er nicht mit Anerkennung für den Gegner: „Gegen Pyhra muss man mal bestehen. Das ist eine Topmannschaft, hat einen super Trainer – die Mannschaft spiegelt ihn spielerisch wider.“ Und doch, betonte er, „war heute kein Unterschied in dem Spiel“. Einzelne Akteure wollte er nicht herausheben: „Definitiv Teamleistung.“
Der späte Ausgleich passte für Kovacevic zum Bild seiner Truppe. „Wir sind eine Mannschaft mit Charakter und geben uns nicht auf“, sagte er und verwies auf die Art, wie seine Elf nach dem 0:1 sofort zurückkam. Auch zum Unparteiischen blieb er sachlich: „Grundsätzlich hat er es okay gemacht – alleine am Platz ist es immer schwierig.“
Der Punkt gegen den Tabellenzweiten ist für den Fünften der Liga ein starkes Ergebnis, zumal es unter fordernden Bedingungen erkämpft wurde. Zugleich richtet der Coach den Blick nach vorn: „Wir fokussieren uns schon voll auf die neue Saison, sind in der Planung. Es wird den einen oder anderen Zugang geben und wir wollen den Schwung aus dem Frühjahr definitiv mitnehmen.“ Mit diesem Remis und dem Last-Minute-Tor von Magomed-Salah Beschtuev hat Landhaus sich spürbar Selbstvertrauen geholt.