Hitze bremste, Tore fielen reichlich: In der 2. Klasse Traisental setzte sich der ASK Wilhelmsburg auswärts bei FCU Frankenfels/Schwarzenbach mit 4:3 durch. Trainer Jan Novak sprach nach dem wilden Spiel von einem Sieg des Willens. Wilhelmsburg führte früh 2:0, bekam vor der Pause den Ausgleich, reagierte nach einem Eigentor aber sofort und holte sich dank Jemin Krasniqis Dreierpack die Punkte. In der Tabelle hält Wilhelmsburg als Dritter den Anschluss an Pyhra.

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Jan Novak ordnete den Start schnörkellos ein: "Es war sehr heiß, das Match hatte nicht das richtige Tempo, aber wir sind gut reingekommen." Sein Team legte tatsächlich los wie die Feuerwehr: Jemin Krasniqi traf in Minute 15 zum 0:1 und legte in der 28. das 0:2 nach. "Nach einer halben Stunde haben wir schon 2:0 geführt und hatten die Riesenchance aufs 3:0", so Novak. Dann der Rückschlag: "Leider hat sich unser Kapitän nach 20 Minuten verletzt, hinten hat es dann nicht mehr so gut funktioniert." Frankenfels/Schwarzenbach nutzte zwei Fehler eiskalt – Rudolf Gal verkürzte in der 36., Mathias Berger stellte drei Minuten später auf 2:2. Zur Pause war alles wieder offen, und Wilhelmsburg musste sich neu sortieren.
In der Kabine wurde der Ton klarer. "Heute entscheidet der Wille. Wenn wir mehr wollen und unser Tor machen, gewinnen wir das Match", gab Novak seinen Spielern mit. Die Reaktion kam prompt: Patrick Schroffenauer stellte in der 61. Minute auf 2:3. Der nächste Dämpfer folgte jedoch in der 68.: ein unglückliches Eigentor von Moritz Prochaska – 3:3. Wilhelmsburg blieb bei der Linie des Trainers und antwortete sofort: In der 71. schnürte Krasniqi seinen Dreierpack und traf zum 3:4. "Das Beste war, dass wir immer vorne waren und nachgelegt haben", erklärte Novak. Spät ließ der ASK noch drei, vier gute Möglichkeiten liegen. "Zum Schluss hatten wir die Chancen, aber wir haben sie nicht genutzt. Dann hatten wir Ruhe." In der 87. Minute sah Frankenfels-Spieler Patrick Niederer noch Rot, am vollen Auswärtserfolg der Gäste änderte das nichts mehr.
Warum es am Ende reichte, fasste Novak über den zweiten Durchgang zusammen: "In der zweiten Halbzeit haben wir die Zweikämpfe besser angenommen. Jeder hat für jeden gekämpft – deshalb haben wir am Ende um ein Tor verdient gewonnen." Den Gegner würdigte er fair: "Frankenfels war kompakt, läuferisch, taktisch und kämpferisch sehr stark, aber die Qualität war auf unserer Seite." Zu strittigen Szenen meinte er nur: "Der Schiedsrichter hat auf beiden Seiten ein paar Fehlentscheidungen getroffen, das kommentiere ich nicht weiter." Der Ausblick fällt ambitioniert aus: "Wir haben noch drei Runden – wir fahren nach Neulengbach, dann haben wir zu Hause Pyhra und auswärts Harland. Neun Punkte sind noch im Spiel, wir können noch Zweiter werden." Mit aktuell 47 Punkten bleibt Wilhelmsburg als Dritter nah dran an Pyhra (49) – die Ansage ist klar: jetzt alles reinschmeißen.