Im letzten Heimspiel der 2. Klasse Traisental trennte sich der SC Schaubach Pyhra vom SV Neulengbach mit 1:1. Pyhra legte früh durch Robert Vanis vor, kassierte kurz nach der Pause den Ausgleich durch Finn Wirnsberger und brachte den Punkt über die Zeit – auch, weil es vor der Pause am 2:0 fehlte. Trainer Peter Obritzberger sagte: "Wir wollten diesen Punkt unbedingt" – der Schritt zur Absicherung von Platz zwei war damit gemacht und passte zur starken Pyhra-Saison.

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Pyhra erwischte einen wachen Start und setzte Neulengbach sofort unter Druck. "Wir haben die erste halbe Stunde wirklich sehr druckvoll gespielt", fasste Trainer Peter Obritzberger zusammen. Den Lohn gab es in Minute 12: Robert Vanis traf per Kopf nach einem Angriff über die Seite – "ein wunderschön herausgespieltes Tor", wie der Coach betonte. Danach lag das 2:0 in der Luft. Chancen von Jaroslav Hrdina, Jakob Bernhard und erneut Vanis blieben ungenutzt. "Wir konnten leider die uns gebotenen Chancen nicht verwerten", ärgerte sich Obritzberger, und so ging es mit 1:0 in die Pause.
Gleich nach Wiederbeginn folgte der Dämpfer: In der 49. Minute stellte Finn Wirnsberger auf 1:1. "Gleich nach der Pause waren wir sehr unaufmerksam, haben das 1:1 bekommen", so der Trainer. Die Partie blieb "bis zur 90. Minute auf Messers Schneide", dennoch kontrollierte Pyhra weite Strecken. "Der Gegner konnte zwar mitspielen, aber keine hundertprozentige Torchance kreieren."
In seiner Analyse blieb Obritzberger bei klaren Worten. "Wir sind eine Mannschaft, die spielerisch jetzt nicht auf dem obersten Level ist, aber meine Mannschaft läuft, kämpft und lässt immer alles am Platz." Genau diese körperliche Präsenz trug Pyhra auch an diesem Abend. Gleichzeitig sah der Coach das größte Manko: "Die Rückwärtsbewegung war heute nicht so, wie wir sie die ganze Saison gespielt haben." Der Kopf spielte ebenfalls eine Rolle: "Wir waren im Kopf ein bisschen darauf fixiert, dass wir mit einem Punkt heute den zweiten Tabellenplatz fixieren können." Dazu kamen "kleine Wehwehchen am Ende der Saison", wie der Trainer offen zugab. Unter dem Strich stand damit ein Punkt, der zum Plan passte. "Wir wollten diesen Punkt unbedingt", sagte Obritzberger – auch, weil Pyhra nach dem frühen Ausgleich das Risiko dosierte und die Kontrolle suchte, ohne die Ordnung zu verlieren.
Zum Gegner fand Obritzberger anerkennende Worte. "Der Gegner war sehr, sehr routiniert, hatte viele ältere Spieler, war sehr spielstark und hatte gute Kombinationen." Das 1:1 sei "gar nicht unverdient" gewesen, es fiel nach einer schönen Aktion über links und einem Stanglpass. Trotzdem blieb das Vertrauen in die eigene Defensive groß: "Ich hatte nie die Angst, dass wir noch ein Tor bekommen."
Abseits des Rasens herrschte Feststimmung: "Es ist bei uns Riesenstimmung im Stadion. Unsere Reservemannschaft hat den Meisterteller bekommen, unsere U13 ebenfalls." Mit nun 54 Punkten ist der Coach "mehr als zufrieden" und bedankte sich ausdrücklich: "Danke dem ganzen Verein und den Spielern, dass sie so mitziehen – ein wunderschönes Jahr." Sportlich behauptet Pyhra mit dem Remis Rang zwei und geht mit Rückenwind in die Schlussphase, wo die Absicherung des Vizemeister-Platzes weiter das klare Ziel bleibt.