In der 2. Klasse Traisental setzte sich der SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus im Derby gegen den SV Würth Böheimkirchen mit 2:1 durch. Nach einer dominanten, aber torlosen ersten Hälfte legten die Hausherren nach der Pause innerhalb gut einer Viertelstunde zweimal nach und stellten auf 2:0. Böheimkirchen kam spät noch heran, mehr ließ St. Pölten nicht zu. Trainer Anto Kovacevic sprach von einem „sehr souveränen Auftritt“ – und davon, dass das 1:0 den Weg geebnet habe.

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Vom Anpfiff weg war St. Pölten das aktivere Team, bestimmte Rhythmus und Tempo und drückte Böheimkirchen tief in die eigene Hälfte. Chancen waren da, die Belohnung fehlte: Zur Pause stand es 0:0 (45.). „Es war ein sehr dominanter Auftritt von uns, vor allem in der ersten Halbzeit. Wir müssen das Spiel da eigentlich schon entscheiden“, hielt Anto Kovacevic fest. Nach Wiederbeginn fiel die Erlösung: In Minute 55 traf Vedat Ibrahimi zum 1:0, und der Coach schwärmte: „Ein Weitschuss vom Vedat Ibrahimi, traumhaft ins Kreuz.“ Nur zwölf Minuten später legte Sunny Alexandra nach (67.). „Schön herausgespielt, langer Ball über die Abwehr in den Fünfer, der Sani hat’s über die Linie gedrückt“, beschrieb Kovacevic. Böheimkirchen verkürzte durch Maximilian Müllauer (75.), dem Heimtrainer zufolge „durch eine Unstimmigkeit bei einem Abwurf“. Richtig ins Wanken geriet St. Pölten aber nicht mehr – die Gastgeber spielten die Führung abgeklärt nach Hause.
Für Anto Kovacevic war der Knackpunkt eindeutig. „Definitiv das 1:0 von uns. Das hat uns noch mehr Raum und Platz gegeben“, sagte er. Aus seiner Sicht stand Böheimkirchen sehr tief: „Der Gegner ist nur hinten drin gestanden, ich glaube, mit zwei Fünferketten vor dem eigenen Tor.“ Mit der Führung im Rücken fand St. Pölten noch leichter die Zwischenräume, blieb am Drücker und kontrollierte das Geschehen. Den Unterschied zwischen beiden Teams fasste der Coach klar zusammen: „Definitiv die Qualität. Und die Einstellung – wie die Mannschaft eingestellt wurde und wie sie es am Platz gebracht hat. Top.“ Ein Sonderlob gab es zudem für das Gespann: „Der Schiedsrichter war ausgezeichnet. Gibt es überhaupt nichts.“ Diese Mischung aus Spielkontrolle, stabiler Defensive und besserer Chancenverwertung nach der Pause trug den Heimsieg.
So überzeugend der Auftritt war, Kovacevic beließ es nicht bei Lob. Er nahm seine Elf bei der Effizienz in die Pflicht: „In der Chancenauswertung müssen wir besser sein. Wir müssen in der ersten Halbzeit das Spiel schon entscheiden. Aber gut – nicht jedes Spiel kann man vier, fünf Tore machen.“ Unterm Strich blieb für ihn das richtige Bild: „Letztendlich souverän gewonnen, auch wenn das Ergebnis knapper ist, als es tatsächlich war.“ Zum Gegner fand er trotz klarer Worte anerkennende Töne: „Es ist eine sehr junge Mannschaft, technisch überragend, läuferisch überragend. Diese Jungs brauchen eine klare Führung von draußen.“ Nach dem Derby richtet St. Pölten den Blick nach vorne: „Wir freuen uns jetzt aufs letzte Spiel in Traisen. Ein unangenehmer Gegner, aber dort wollen wir bestehen. Den vierten Platz wollen wir definitiv sichern."