In der 2. Klasse Traisental feierte die SG Purkersdorf/Pressbaum II gegen die SG Traisen/St.Veit einen 3:2-Heimsieg nach spätem Endspurt. Nach früher Führung gerieten die Gastgeber nach der Pause 1:2 ins Hintertreffen, ehe Sebastian Köckeis ausglich und Doppelpacker Matthias Erhart in Minute 89 vollendete. Für Co-Trainer Jürgen Pfaffl war eine Gelb-Rote gegen Traisen der Knackpunkt: "Der Ausschluss war der Game Changer." Der Sieg passt zur Aufwärtstendenz: sieben Punkte aus den letzten drei Partien und viel Zuversicht vor der Schlussrunde.

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Purkersdorf legte los wie die Feuerwehr. "Wir sind sehr dynamisch und spielbestimmend gestartet und hatten in den ersten dreißig Minuten einige Chancen", schilderte Co-Trainer Jürgen Pfaffl. Die Belohnung folgte früh: In Minute 10 traf Matthias Erhart zum 1:0 – laut Pfaffl "mit einer sehr schönen Aktion". Noch vor der Pause bot sich den Hausherren die Möglichkeit nachzulegen, "wir hätten eigentlich gleich für klare Verhältnisse sorgen können". Weil das ausblieb, ging es mit dem knappen 1:0 in die Kabinen. Nach Wiederanpfiff geriet der Matchplan jedoch ins Stocken. "Wir wollten das Tempo steigern, aber das ist uns die ersten zwanzig, fünfundzwanzig Minuten gar nicht gelungen." Traisen kam ins Rollen, glich durch Alexander Hofecker zum 1:1 (57.) aus und drehte die Partie durch Ulvi Özdemir (74.) auf 1:2.
Die Schlussphase gehörte dann wieder den Gastgebern – auch, weil Traisen in Unterzahl agieren musste. Pfaffl machte den Knackpunkt klar: "Definitiv mit dem Ausschluss der Nummer acht von Traisen. Das war der Game Changer und das Signal für uns, wieder Dynamik und Kreativität in unsere Offensivaktionen zu bringen." Zur Szene selbst blieb er deutlich, aber fair: "Die Gelb-Rote Karte hat sich der Spieler selbst zuzuschreiben – wegen Kritik und dann wiederholter Kritik." Purkersdorf nutzte das Momentum. Sebastian Köckeis stellte in der 82. Minute auf 2:2 und leitete den Endspurt ein. Als alle schon mit einem Remis rechneten, schlug erneut Doppelpacker Matthias Erhart zu und drückte in der 89. Minute den 3:2-Siegtreffer über die Linie. "In den letzten zwanzig Minuten war der Wille da, alle sind über ihre Grenzen gegangen, weil wir die drei Punkte unbedingt in Pressbaum behalten wollten", betonte Pfaffl.
Bei aller Freude blieb der Blick des Co-Trainers klar. "Ganz sicher müssen wir an der Chancenverwertung der ersten Hälfte arbeiten", sagte Pfaffl, "und definitiv am Tempo nach der Pause. Da haben wir nur mehr reagiert und nicht mehr agiert. Wir wollen das Spiel proaktiv gestalten." Den Gegner sah er ordentlich aufgestellt: "Traisen ist eine gute, homogene Mannschaft, aber defensiv nicht immer sattelfest – das haben wir zu wenig ausgenutzt." Mit der Leitung des Unparteiischen war er einverstanden: "Ohne Linienrichter sind Abseitsentscheidungen schwer, aber es gab keine spielentscheidende Fehlentscheidung." Der Blick nach vorne fällt positiv aus: "Nach einem schwierigen Frühjahr haben wir in den letzten drei Runden sieben Punkte geholt und gehen mit Zuversicht in die letzte Partie. Unser Durchschnittsalter lag heute wieder unter neunzehn Jahren – wir sind mitten in der Planung für die neue Saison und freuen uns darauf, mit den jungen Burschen die nächsten Schritte zu gehen."