In der 2. Klasse Traisental beendet der SV Neulengbach die Saison auf Rang fünf und hält bei 42 Punkten. Sportchef Nikola Nikic blickt trotz eines verpassten Top-drei-Platzes positiv nach vorne. Nach der Insolvenz und der Neugründung als SV Neulengbach 1923 überwiegt im Verein der Optimismus. „Wir haben lange gut gepunktet, dann haben uns Sperren und Verletzungen gebremst“, erklärt Nikic – und spricht gleichzeitig von „Aufbruchsstimmung“, weil die Mannschaft zusammenbleibt und die Weichen für die Zukunft gestellt sind.

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Der Blick zurück fällt bei Nikola Nikic durchaus differenziert aus. Die Basis wurde in der Vorbereitung gelegt: „Die Vorbereitung inklusive Trainingslager war super. Wir haben viel für die Gemeinschaft gemacht, wir waren fast mit dreißig Leuten unterwegs.“ Diese Arbeit trug zunächst Früchte. „Die Rückrunde hat sehr gut angefangen. Bis zur sechsten, siebten Runde haben wir einige Punkte gemacht und waren sehr zufrieden“, schildert der sportliche Leiter. Dann kam Sand ins Getriebe: „Leider sind Gesperrte und Verletzte dazugekommen.“ Am Ende blieb Platz fünf – ein Resultat, das er einordnet: „Angestrebt war Platz drei und nicht fünf. Aber mit dem fünften Platz kann man aufgrund der Vorkommnisse im Verein, mit der Insolvenz und allem, trotzdem halbwegs zufrieden sein.“
Rund um die Mannschaft setzt Nikic bewusst auf Stabilität. „Wir haben bis jetzt zwei Abgänge“, berichtet er. „Mit Alwin Lackner verlässt uns ein Urgestein Richtung Ratzersdorf und mit Maxi Leidinger geht ein junger Spieler nach Haitzendorf in die Landesliga, will dort sein Glück versuchen und sich weiterbilden.“ Der Rest bleibt zusammen – für den sportlichen Leiter keine Selbstverständlichkeit: „Sonst bleibt im Prinzip der ganze Kader zusammen. Das war nicht sehr einfach, aber die Vernunft der Spieler und das Miteinander haben das ermöglicht.“ Auch die medizinische Lage entspannt sich: „Es gibt ein paar Verletzte, aber alle sind am Weg der Besserung. Zum Vorbereitungsstart sollten alle wieder gesund sein.“ Parallel wurde im Verein nach der Insolvenz neu aufgestellt. „Es hat sich ein komplett neuer Vorstand gefunden, alles wurde neu durchstrukturiert – und jetzt schaut das ganz, ganz vernünftig aus“, so Nikic. Die Stimmung beschreibt er klar: „Die Jungs sind im Fußballurlaub, ab dem 6.7 geht’s weiter. Im neuen Verein herrscht Aufbruchsstimmung, die Leute sind sehr motiviert.“
In der sportlichen Einordnung der Liga spart Nikic nicht mit Anerkennung für die Topteams – ohne dabei Ehrfurcht zu zeigen. „Beeindruckt hat mich eigentlich kein einziger Gegner. Es war keiner überragend, viele waren gut“, sagt er. „Markersdorf ist verdient Meister geworden. Pyhra hat eine super Saison gespielt, da muss man gratulieren. Und bei Wilhelmsburg hat man gewusst, dass sie einen großen, starken Kader haben.“ Für Neulengbach ist der Weg vorgezeichnet. „Die neue Vorbereitung wird sicher interessant. Wir haben ein sehr gutes Programm geplant und auch sehr gute Gegner für die Vorbereitung“, kündigt Nikic an. Entscheidend sei der Start ins erste Jahr unter neuem Namen: „Wichtig ist, dass wir sportlich wie menschlich gut starten und den richtigen Schritt in die richtige Richtung setzen. Wir sind auf einem sehr guten Weg – und das ist sehr gut.“