Spielberichte

„Wir haben es verabsäumt, die Partie vorzeitig zu entscheiden“ – Pyhra gibt Führung noch aus der Hand

SV Neulengbach
SC Pyhra

In der 2. Klasse Traisental schrammte SC Schaubach Pyhra bei SV Neulengbach 1923 lange an den ersten Punkten vorbei, musste sich nach 1:0-Pausenführung am Ende aber noch 1:2 geschlagen geben. Trainer Peter Obritzberger sah vor allem zwei Gründe für die Wende: ausgelassene Chancen und eine Phase nach der Pause, in der seine sehr junge Mannschaft den Rhythmus verlor.

Torwart in Neongrün spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Pyhra legt vor und hält das Spiel lange offen

Peter Obritzberger reiste mit einer noch einmal verjüngten Mannschaft nach Neulengbach, vor allem in der Abwehr. Dass da eine junge Truppe am Feld stand, merkte man aus seiner Sicht zunächst aber kaum. Pyhra fand gut in die Partie und arbeitete sich Schritt für Schritt hinein. In der 33. Minute brachte Emil Haidn die Gäste mit 1:0 in Führung, diesen Vorsprung nahm Pyhra auch mit in die Pause. Der Trainer sprach danach von einer ordentlichen ersten Stunde seines Teams und formulierte es klar: „Wir haben das Spiel bis zur 64. Minute im Griff gehabt und uns eine sehr knappe Führung erarbeitet.“ Gerade deshalb tat die Niederlage aus seiner Sicht besonders weh, weil die Basis für etwas Zählbares lange da war.

Nach der Pause kippt die Partie innerhalb weniger Minuten

Den entscheidenden Bruch machte Obritzberger in der Phase nach Wiederbeginn aus. Er schilderte, dass seine Mannschaft da aus dem Tritt gekommen sei und sprach von Gesten und Aktionen des Gegners, die seine jungen Spieler verunsichert hätten. „Meine jungen Spieler waren auf solche Situationen noch nicht vorbereitet und haben dadurch den Rhythmus zeitweise verloren“, sagte der Pyhra-Coach. In dieser Phase fiel in der 64. Minute auch der Ausgleich durch Irakli Avaliani. Lange blieb dann keine Zeit zum Durchschnaufen, denn in der 73. Minute stellte Antonio Matosevic auf 2:1 für Neulengbach. Pyhra versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, fand laut seinem Trainer aber nicht mehr richtig zurück in den eigenen Rhythmus.

Obritzberger bleibt auch selbstkritisch

Bei aller Enttäuschung suchte der Trainer die Gründe für die Niederlage nicht nur außerhalb der eigenen Mannschaft. Im Gegenteil: In einem Punkt wurde Obritzberger sehr deutlich. „Die Chancenauswertung muss besser werden. Das ist aus meiner Sicht das Problem“, sagte er. Schon vor dem Ausgleich habe seine Elf die Möglichkeit gehabt, das Spiel früher zuzumachen. „Wir haben es verabsäumt, die Partie vorzeitig zu entscheiden“, hielt er fest. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Pyhra hinten trotz der jungen Besetzung lange gut gestanden sei. „Keine zwingenden Chancen“ habe Neulengbach bis zu jener Phase gehabt, in der das Spiel kippte, meinte er. Dass die Gastgeber ihre Möglichkeiten dann genützt haben, war für ihn letztlich einer der großen Unterschiede an diesem Abend.

Trotz Fehlstarts sieht der Trainer einen Weg nach vorne

So unerquicklich das Ergebnis für Pyhra auch war, Obritzberger wollte nach dem Schlusspfiff nicht nur das Negative sehen. Er betonte, dass seine Mannschaft erneut gezeigt habe, dass sie sich nach ihren Kräften wehrt und in den Spielen drin ist. „Wir sind auf einem guten Weg und gehen den Weg des Vereines ganz klar weiter mit jungen Spielern“, sagte er. Dazu komme, dass einige routinierte Kräfte derzeit noch nicht an die Form des Vorjahres herankämen. Trotzdem bleibt der Trainer überzeugt, dass sich die Arbeit auszahlen kann. Nach drei Runden ist Pyhra zwar noch punktlos, doch Obritzberger blickt nach vorne: „Wir sind trotz null Punkte immer dabei bei den Spielen, und das stimmt mich positiv.“ Genau daraus will der Verein in den nächsten Wochen seine Zuversicht ziehen.

2. Klasse Traisental: Neulengbach : SC Pyhra - 2:1 (0:1)

  • 73
    Antonio Matosevic 2:1
  • 64
    Irakli Avaliani 1:1
  • 33
    Emil Haidn 0:1