In der 2. Klasse Traisental hat sich FCU Frankenfels/Schwarzenbach am Samstag mit 2:0 gegen SV Würth Böheimkirchen durchgesetzt und damit den dritten Sieg im dritten Spiel eingefahren. Trainer Christian Heiberger sah dabei aber keinen lockeren Abend, sondern eine Partie, in der seine Mannschaft erst nach einer schwierigen Anfangsphase Zugriff bekam. „Böheimkirchen ist besser ins Spiel gekommen“, sagte er, „aber wir haben dann besser gegen den Ball gearbeitet.“ Genau daraus entstand jene erste Halbzeit, die Frankenfels am Ende den Vorsprung einbrachte.

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Der Beginn gehörte aus Sicht des Frankenfels-Trainers zunächst den Gästen. Böheimkirchen hatte laut Heiberger mehr Ballbesitz und kam ordentlich in die Partie, ohne dass die Gastgeber früh das Kommando übernehmen konnten. Erst nach rund fünfzehn Minuten änderte sich das Bild. „Wir haben dann nach einer Viertelstunde besser gegen den Ball gearbeitet und sind dann auch besser ins Spiel gekommen“, erklärte Heiberger. Diese Phase war für ihn der Knackpunkt, weil sein Team danach nicht nur stabiler wirkte, sondern auch die Tore nachlegte. In der 23. Minute brachte Sascha Fahrngruber Frankenfels mit 1:0 in Führung. Heiberger schilderte die Szene als Treffer aus dem Spiel heraus, bei dem sein Angreifer nach mehreren Abprallern zum Ball kam und vollendete. Neun Minuten später erhöhte Andrej Majstinik auf 2:0. Der Trainer sprach in diesem Zusammenhang von einer Elfmeterszene und sagte: „Da war es dann natürlich ein bisschen leichter für uns, das Spiel zu gestalten.“ Mit diesem Doppelschlag war die Richtung bis zur Pause klar vorgegeben.
Dass Frankenfels den Vorsprung über die Distanz brachte, führte Heiberger vor allem auf die Arbeit gegen den Ball und auf die Disziplin in der Defensive zurück. „Die kämpferische Leistung war sehr gut heute. Es war ein sehr intensives Spiel“, sagte der Trainer. Dabei machte er auch deutlich, dass die Partie trotz des 2:0 keineswegs bequem war. „Böheimkirchen hat uns wirklich über neunzig Minuten lang voll belagert. Großes Lob an den Gegner, sie haben gut Fußball gespielt und uns wirklich alles abverlangt.“ Gerade deshalb fiel seine Einordnung der eigenen Leistung deutlich aus. Frankenfels habe „hinten gut gestanden“ und „wenig Chancen zugelassen“, und genau das sei „der wichtige Faktor heute“ gewesen. Böheimkirchen kam nach Heibergers Worten immer wieder bis rund zwanzig Meter vor das Tor, doch im letzten Drittel fehlten den Gästen die Ideen. „Sie können den Ball gut halten und kommen bis auf zwanzig Meter vor dem Tor ganz gut hin, aber dann fehlen ein bisschen die Ideen für den letzten Abschluss“, so der Trainer. Für die Gastgeber war das die Grundlage dafür, die Führung ohne Gegentor ins Ziel zu bringen.
Heiberger beließ es nach dem Schlusspfiff nicht nur bei der Freude über drei weitere Punkte, sondern ordnete die Partie auch nüchtern ein. Er bezeichnete Böheimkirchen als „faire Mannschaft“ und fand, dass beide Seiten in einem intensiven Spiel sich wenig schenkten. Beim Thema Schiedsrichter blieb er zurückhaltend. „Sicher hätte man vielleicht die eine oder andere gelbe Karte auf beiden Seiten nicht geben müssen“, meinte er, schob aber sofort nach, dass man solche Entscheidungen hinnehmen müsse. Viel wichtiger war ihm ohnehin der Blick nach vorne. „Natürlich passt es, wenn man Punkte hat. Trotzdem müssen wir weiterhin gut weiterarbeiten und auf das nächste Spiel fokussiert sein“, sagte der Frankenfels-Coach. Seine Botschaft war klar: Der gelungene Saisonstart mit neun Punkten ist angenehm, ändern soll er am Zugang seiner Mannschaft aber nichts. „Jedes Spiel ist neu, jedes Spiel ist schwierig“, betonte Heiberger. Genau mit dieser Haltung will Frankenfels den Schwung aus dem 2:0 nun in die kommenden Runden mitnehmen.