In der 2. Klasse Traisental hat der SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus gegen den SC Harland einen knappen, aus Sicht des Trainers aber klar kontrollierten 1:0-Heimsieg eingefahren. Anto Kovacevic sprach nach dem Schlusspfiff von einer Partie, in der seine Mannschaft „über 90 Minuten die Kontrolle“ hatte. Zur Pause stand es noch 0:0, ehe Jakub Kristof in Minute 57 den Treffer des Tages erzielte und den Aufwand der Gastgeber doch noch belohnte.

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Das Spiel entwickelte sich genau in jene Richtung, die Kovacevic nachher beschrieben hat. St. Pölten hatte nach seiner Einschätzung über die gesamte Spielzeit das Kommando und ließ Harland kaum in gefährliche Situationen kommen. Vor allem gegen den Ball war der Gastgeber sehr stabil, weil laut seinem Trainer über die ganzen 90 Minuten keine Torchance zugelassen wurde. Dass es zur Pause trotzdem beim 0:0 blieb, hatte für ihn einen anderen Grund. „Wir haben oft den letzten Pass nicht sauber fertig gespielt“, sagte Kovacevic. Genau darin lag für ihn auch die Erklärung, warum die Partie trotz klarer Kontrolle lange offen blieb und das Ergebnis am Ende nicht deutlicher ausfiel.
Die Entscheidung fiel dann zwölf Minuten nach Wiederbeginn. In der 57. Minute traf Jakub Kristof zum 1:0, und auch diese Szene blieb dem Trainer klar im Kopf. Kovacevic schilderte den Treffer als Folge eines sauber aufgebauten Angriffs: „Wir haben das super von hinten rausgespielt, den Stürmer im Zehner wieder super in Szene gesetzt und Jakub Kristof war eiskalt vorm Tor.“ Mehr brauchte St. Pölten an diesem Nachmittag nicht, weil die eigene Ordnung hielt. Der Trainer stellte den Sieg deshalb nicht auf einen einzelnen Zufallsmoment, sondern auf die gesamte Spielanlage seiner Mannschaft, die für ihn vor und nach dem Tor sehr kontrolliert und sehr klar war.
Kovacevic hob nach dem Spiel vor allem die Defensivarbeit hervor. „Defensiv sind wir sehr, sehr gut gestanden“, betonte er noch einmal und verwies erneut darauf, dass Harland aus seiner Sicht zu keiner echten Torchance kam. Den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften fasste er klar zusammen: „Wir haben Fußball gespielt, der Gegner wollte das Fußballspielen verhindern.“ Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, wo er für die nächsten Wochen noch Potenzial sieht. „Offensiv müssen wir die Aktionen nächstes Spiel sauberer fertig spielen, dann schaut das schon ganz gut aus“, sagte der St. Pöltner Trainer. Diskussionen rund um die Spielleitung sah er keine, im Gegenteil: Der Schiedsrichter habe die Partie „sehr gut und trocken“ geführt. So steht für St. Pölten nach vier Runden ein Heimsieg, der laut Kovacevic vor allem auf Kontrolle, Ordnung und Geduld gebaut war.