In der 2. Klasse Traisental hat SG Hohenberg/St.Aegyd gegen SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus lange ein 0:0 gehalten, am Ende nahmen die Gäste aber ein 2:0 mit. Trainer Anto Kovacevic sah über die gesamten 90 Minuten einen klaren Qualitätsunterschied und vor allem einen Schlüssel zum Sieg: Geduld. Erst Murat Kartal in Minute 71 und später Ihwan Mashudov brachten die Überlegenheit auch aufs Ergebnis.

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Vieles sprach aus Sicht von Kovacevic schon früh für seine Mannschaft, nur am Spielstand war das zunächst nicht abzulesen. Zur Pause stand es 0:0, obwohl St. Pölten laut seinem Trainer das aktivere Team war und die Partie über weite Strecken kontrollierte. „Man hat den Qualitätsunterschied gesehen und unsere Dominanz über die gesamten 90 Minuten“, sagte Kovacevic nach dem Schlusspfiff. Gerade weil sich diese Überlegenheit lange nicht in Toren ausdrückte, rückte für ihn ein Punkt in den Mittelpunkt. „Das Wichtigste war, Geduld zu bewahren, Ruhe zu bewahren und an uns selbst zu glauben.“ Genau das blieb aus Sicht des Trainers die Grundlage dafür, dass seine Mannschaft auch ohne frühe Führung ruhig blieb und ihren Plan nicht verließ.
Belohnt wurden die Gäste dann in der Schlussphase. In Minute 71 fiel das 1:0 durch Murat Kartal, und auch die Entstehung gefiel dem Trainer. St. Pölten spielte den Angriff laut Kovacevic „wunderschön über rechts“ heraus, nach dem Stanglpass schlenzte der Kapitän den Ball ins lange Eck. Mit diesem Treffer fiel spürbar Druck ab. „Mit dem 1:0 haben wir uns endlich belohnt, da ist uns ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte Kovacevic. Beim 2:0 in Minute 86 legte St. Pölten nach: Nach einem Schnittpass in die Tiefe wurde zunächst noch gehalten, den Abpraller von rund 16 Metern verwertete der eingewechselte Ihwan Mashudov. Damit bekam die Partie auch auf der Anzeigetafel jenes Bild, das der Trainer schon davor gesehen hatte.
Für den Trainer war der Sieg deshalb nicht nur eine Frage der individuellen Qualität, sondern auch der mannschaftlichen Arbeit. „Trotz einiger Ausfälle ist jeder für jeden gerannt. Einsatz war da, Kampf war da“, betonte Kovacevic. Besonders zufrieden war er mit dem Auftreten gegen den Ball. „Defensiv haben wir gefühlt nichts anbrennen lassen“, so der St. Pöltner Coach, der das 2:0 sogar eher als knapp einstufte. Nach dem Führungstor, meinte er, hätte seine Mannschaft noch weiter nachlegen können. „Das Ergebnis wirkt mit dem 2:0 fast knapp“, sagte Kovacevic. So blieb es bei einem kontrollierten Auswärtssieg, mit dem St. Pölten seinen Platz in der Spitzengruppe der Liga untermauert. Kovacevic fügt hinzu: "Wir haben mit 22 Punkten vorgelegt, jetzt liegt der Druck bei der Konkurrenz, denn im Titelrennen lauern einige!"