In der 2. Klasse Traisental hat SV Würth Böheimkirchen am Samstag SV Altlengbach-Laabental mit 8:0 besiegt und schon vor der Pause auf 4:0 gestellt. Trainer Sali Veseli sah seine Mannschaft von Beginn an klar im Vorteil. "Nach dem Platzverweis ging es eigentlich nur mehr in eine Richtung", sagte er nach einer Partie, in der die Gastgeber Ball und Tempo durchgehend auf ihrer Seite hatten.

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Veseli hatte nach dem Spiel vor allem den Start seiner Mannschaft im Blick. "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, hatten von Anfang an mehr Ballbesitz", sagte der Trainer. Dieses Bild passte auch zum frühen 1:0 in der 10. Minute, als Patrick Wunderbaldinger Böheimkirchen in Führung brachte. Beim 2:0 durch Tamer Yilmaz nach 27 Minuten, so schilderte es Veseli, war auch etwas Glück dabei, weil der Ball abgefälscht wurde. Dass Altlengbach stark dezimiert nach Böheimkirchen gekommen war, hatte der SV erwartet. Veseli wusste, dass die Gäste eher defensiv anlegen und ihre Stärken bei Standards und weiten Einwürfen suchen würden. Genau das ließ seine Mannschaft aber kaum zur Geltung kommen.
Richtig deutlich wurde der Unterschied dann nach 31 Minuten, als Altlengbach Christoph Herbich mit Rot verlor. Veseli machte keinen Hehl daraus, dass er diese Entscheidung für zu hart hielt. "Der Knackpunkt war sicherlich die zu harte Rote Karte. Ab diesem Zeitpunkt hatte der Gegner nichts mehr entgegenzusetzen", sagte der Böheimkirchner Trainer. Auch an anderer Stelle legte er nach: "Ich denke, Gelbe Karte und Elfmeter hätten hier gereicht." Dass Böheimkirchen den Strafstoß danach nicht verwertete, änderte laut Veseli nichts mehr am Verlauf. Kurz vor der Pause fiel dann die Vorentscheidung auch auf der Anzeigetafel endgültig: Vinzenz Rothwangl traf in der 43. Minute nach einem Eckball zum 3:0, nur wenig später stellte Hannes Loidolt auf 4:0. Dieses vierte Tor gefiel dem Trainer besonders, weil es sauber herausgespielt war und Loidolt einen Tiefenlauf mit dem ersten Kontakt abschloss.
Nach dem Seitenwechsel spielte Böheimkirchen die Partie dann ohne Hektik und mit viel Zug nach vorne fertig. Maximilian Müllauer erhöhte kurz nach Wiederbeginn auf 5:0, Tamer Yilmaz schnürte in der 64. Minute seinen Doppelpack, ehe Leon Pawaronschütz und Raphael Steiner das Ergebnis noch bis auf 8:0 ausbauten. Veseli sah dabei genau das, was er von seiner Mannschaft sehen wollte: "Wir haben den Ball schneller laufen lassen als in den Wochen davor. Wir hatten sehr viele Tiefenläufe und haben unser Tempo ausgespielt." Der Trainer verwies auch darauf, dass man die Tempodefizite des Gegners in der Abwehr bewusst nutzen wollte. Dass seine Mannschaft das "bis zur letzten Minute durchgehend gemacht" habe, passte für ihn ebenso zum klaren Endstand wie die gute Chancenverwertung. "Wir haben es sehr gut nach vorne gemacht, unsere Chancen gut rausgespielt und auch gut genutzt", sagte Veseli.
Bei aller Klarheit im Ergebnis verlor Veseli den Gegner nach dem Schlusspfiff nicht aus dem Blick. Altlengbach habe personell einiges vorgeben müssen, sagte der Trainer, weil wichtige Stützen gesperrt gefehlt hätten. Umso mehr hob er hervor, dass die Gäste "trotz des Ergebnisses sehr fair" geblieben seien und das Spiel sauber zu Ende gebracht hätten. Für Böheimkirchen steht damit nach Runde zehn ein 8:0-Heimsieg, ein 4:0 zur Pause und ein Auftritt, den der Trainer vor allem wegen Tempo, Ballbesitz und Konsequenz nach vorne herausstrich. In der Tabelle hält Böheimkirchen nun bei 12 Punkten. Vor allem aber nahm Böheimkirchen aus diesem Nachmittag ein Spiel mit, das über die gesamten 90 Minuten klar in die eigene Richtung lief.