In der 2. Klasse Triestingtal holte die SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II bei FC AS Logistik Tribuswinkel einen 2:0-Auswärtssieg. Früh stellte ein Elfmeter die Weichen, in der Nachspielzeit machte Lukas Janda per Kopf alles klar. Trainer Igor Knezevic sprach von einem intensiven Spiel auf engem Platz, in dem seine Mannschaft „vielleicht der glücklichere, aber nicht unverdiente Sieger“ war. Tribuswinkel wehrte sich lange, drückte nach der Pause auf den Ausgleich – belohnte sich aber nicht.

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Auf dem kleinen Platz ging es von Beginn an zur Sache, viele enge Duelle, hoher Puls auf beiden Seiten. „Es war ein spannendes Spiel von der ersten bis zur 95. Minute“, schilderte Igor Knezevic. Die Gäste erwischten den Traumstart: Nach einer starken Aktion von Felix Kohlweg im Strafraum kam Tribuswinkels Tormann zu spät – Elfmeter. „Berechtigter Elfmeter“, so der Coach. Luca Knezevic übernahm die Verantwortung und traf früh zum 0:1 (6.). Danach blieb es umkämpft, Bad Vöslau/Kottingbrunn II stand kompakt und lauerte auf Ballgewinne, Tribuswinkel hielt mit viel Einsatz dagegen. Die Gäste nahmen die knappe Führung mit in die Pause und hatten damit genau das Spiel, das sie wollten: vorne, aber ohne die Tür aufzumachen.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Hausherren aktiver, suchten mit wuchtigen Zweikämpfen und vielen zweiten Bällen den Weg zum Ausgleich. „Tribuswinkel hat extrem gedrückt und war am Ausgleich nicht weit weg“, gab Knezevic zu. Die Gäste blieben über ihr Pressing und schnelle Umschaltmomente gefährlich, doch es dauerte bis in die Nachspielzeit, ehe die Entscheidung fiel. Ein kurz ausgeführter Freistoß auf der rechten Seite, die Hereingabe segelte in die Box – dort stieg Lukas Janda hoch und nickte zum 0:2 ein (90.+3). „Die Entscheidung war in der 93. Minute durch eine schöne Flanke auf Janda, der mit dem Kopf verwertet hat“, sagte Knezevic. Genau in jener Phase, in der Tribuswinkel alles nach vorne warf, setzten die Gäste den Deckel drauf.
In der Analyse fand der Trainer klare Worte für das, was den Auswärtssieg getragen hat. „Ich bin richtig stolz auf meine Jungs. Kampfgeist, Pressing, Umschaltspiel – das hat heute hervorragend geklappt“, erklärte Igor Knezevic. Gleichzeitig zeigte er Respekt für den Gegner: „Tribuswinkel war kampfbetont, zweikampfstark und ein ebenbürtiger Gegner.“ Sein Fazit fiel daher nüchtern aus: „Wir waren vielleicht der glücklichere, aber nicht unverdiente Sieger.“ Diskussionsstoff gab es kaum, auch zum Referee meinte er: „Der Schiedsrichter war kein Thema.“
In der Tabelle steht seine Mannschaft bei 30 Punkten auf Rang sieben, Tribuswinkel hält bei 22 Zählern auf Platz zehn. Mit dem Dreier im Rücken wollen die Gäste den Schwung mitnehmen – wieder kompakt, wieder giftig in den Zweikämpfen, wieder effizient, wenn sich die Chance bietet.