In der 2. Klasse Triestingtal feierte FCM Traiskirchen KM II gegen ASK Blumau einen 3:1-Heimsieg nach 0:1-Rückstand. Nach dem Ausgleich vor der Pause drehte Traiskirchen das Spiel direkt nach Wiederanpfiff und legte wenig später nach. Trainer Ayoub Boutarbouch sprach von viel Ballbesitz, klugem Umschalten und drei Traumtoren – und lobte die Geschlossenheit seiner jungen Mannschaft gegen den Tabellenvierten. Getroffen haben Hamit Ekinci, Emirhan Candan und Luca Herzog.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Traiskirchen II erwischte an diesem Nachmittag den aktiveren Start, doch das erste Tor fiel für die Gäste: In Minute 28 traf Gurur Veltan zum 0:1. Die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. Kurz vor dem Pausenpfiff stellte Hamit Ekinci (43.) auf 1:1. „Das Spiel war von der ersten Minute bis zum Ende sehr gut, wir haben es wirklich dominiert“, sagte Trainer Ayoub Boutarbouch. Wichtig war für ihn vor allem die Reaktion auf den Rückstand: „Wir waren 0:1 hinten. Ab da haben Umschaltspiel und Geduld gegriffen. Die Jungs haben das sehr gut gemacht und hatten schon bis zur Halbzeit das Gefühl, das Match zu drehen.“ Direkt nach Wiederanpfiff gelang dann tatsächlich die Wende: Emirhan Candan stellte in Minute 46 auf 2:1. Von da an kontrollierten die Gastgeber das Geschehen und legten in der 62. Minute durch Luca Herzog das 3:1 nach.
Wie die Tore fielen, beschrieb Boutarbouch mit hörbarem Stolz. Zum 1:1 sagte er: „Beim ersten Tor ist Hamit Ekinci im Sechzehner an drei Leuten vorbeigegangen und hat eiskalt oben eingeschossen.“ Den Führungstreffer kurz nach der Pause beschrieb der Trainer so: „Das 2:1 war eine Flanke von Luca Herzog, und Emirhan Candan hat sie mit links direkt ins lange Eck genommen.“ Den Schlusspunkt setzte laut Boutarbouch ein Strahl: „Das 3:1 von Luca Herzog siehst du nicht oft: aus 25, 30 Metern mit links in den Winkel – der Tormann hatte keine Chance.“ Seine Bilanz zu den Offensivaktionen war eindeutig: „Alle drei Tore waren Wahnsinn, da siehst du Qualität. Wir haben uns lange nicht verrückt machen lassen und uns dann belohnt.“
In seiner Analyse hob Boutarbouch die Vorbereitung auf Blumau hervor: „Die spielen immer auf Konter, auf die lange Welle. Wir haben uns sehr gut darauf vorbereitet und hatten die ganze Zeit den Ball.“ Entscheidend sei das Tempo im Kopf und am Ball gewesen: „Wir haben schnell gespielt, mit zwei, drei Kontakten, gut umgeschaltet und intelligent agiert – auch weil es heiß war.“ Zum Schiedsrichter blieb er fair: „Der Schiedsrichter war gut für beide Mannschaften.“ Beim Lob fürs eigene Team blieb er bewusst breit: „Die ganze Mannschaft hat das sehr gut umgesetzt.“ Ein Extra-Kompliment ging an Allrounder Dominik Bole: „Für ihn habe ich ein großes Lob – er kann links, rechts und hinten spielen.“ Mit Blick auf die Tabelle – Blumau vor der Runde Vierter, Traiskirchen II Fünfter – passt der Trend. Für die nächste Aufgabe gegen Weissenbach kündigte der Trainer an: „Egal ob man gewinnt, es gibt immer Dinge zum Bearbeiten. 75 bis 80 Prozent waren sehr gut, aber ich will die Mannschaft auf hundert, am liebsten zweihundert Prozent bringen.“ Traiskirchen II wirkt nach diesem 3:1 gefestigt – und hungrig auf die nächsten Punkte.