In der 2. Klasse Triestingtal feierte die SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II gegen den FCM Traiskirchen KM II einen deutlichen 6:1-Heimsieg. Nach frühem Rückstand glich Luka Herceg aus, ehe die Hausherren nach dem Seitenwechsel innerhalb von 40 Minuten fünfmal zuschlugen. Trainer Igor Knezevic ordnete ein: "Entscheidend war das 2:1 nach der Pause." Seine Elf habe danach spielerisch und kämpferisch klar dominiert – ein Auftritt, den der Coach als hochverdient und in der Höhe absolut passend bezeichnete.

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Beide Teams kamen personell auf dem Zahnfleisch daher. Igor Knezevic brachte es gleich auf den Punkt: "Es war Notelf gegen Notelf." Die Heimischen taten sich in den ersten Minuten schwer. "Die ersten 20 Minuten hatten wir das Spiel nicht so unter Kontrolle. Ab der 20. Minute haben wir es in den Griff bekommen", sagte der Trainer. Dazwischen setzte es allerdings den frühen Stich: In Minute 7 stellte Ali Noori für Traiskirchen auf 0:1 – aus Sicht der SG nach einem missglückten Abwehrmoment. "Das 1:0 war ein schwerer Abwehrfehler von uns – hoher Ball, die Kommunikation passt nicht, der Stürmer profitiert", schilderte Knezevic. Die Antwort folgte noch vor der Pause: In der 28. Minute traf Luka Herceg zum 1:1. "Genauso auf der anderen Seite: Wir gewinnen den Zweikampf und machen das 1:1." Bis zum Halbzeitpfiff blieb es ein offener Schlagabtausch, den die SG nach zähem Start zusehends besser kontrollierte – zur Pause stand es leistungsgerecht 1:1.
Kaum wieder am Platz, setzte die SG das Zeichen, das der Partie die Richtung gab. Felix Kohlweg traf in der 46. Minute zum 2:1 – genau jenes Tor, das der Coach als Schlüssel sah. "Entscheidend war das 2:1 gleich nach der Pause. Danach haben wir das Spiel kontrolliert und in die richtigen Bahnen gelenkt", erklärte Knezevic. Von da an blieben die Gastgeber am Drücker und nutzten ihre Chancen eiskalt: Luca Knezevic erhöhte in Minute 57 auf 3:1, nur zwei Minuten später legte Armen Aleksanjan das 4:1 nach. Mit dem 5:1 durch Lukas Janda (68.) war der Deckel drauf, Benjamin Polzer setzte in der 86. Minute den Schlusspunkt zum 6:1. "Wir haben die zweite Halbzeit klar dominiert – spielerisch, kämpferisch und mit den Toren dazu", so der Trainer. Auch die Stimmung in der Truppe passte: "Wir haben heute mit Freude, Spaß, ohne Stress gespielt. Die Mannschaft hat sich belohnt."
Knezevic blieb trotz des klaren Resultats fair in der Einordnung des Gegners: "Der Gegner war wie wir schwer angeschlagen, viele Spieler haben gefehlt – es war Notelf gegen Notelf." Eine brenzlige Szene sprach er offensiv an: "Es gab eine Szene mit zu viel Einsatz gegen ihren Tormann – Foul und Gelb, wenn er Rot gibt, können wir auch nichts sagen." Sportlich hob der Coach eine Rolle besonders hervor, ohne gleich die Mannschaftsleistung zu schmälern: "Unser Zehner war heute herausragend – viel Laufarbeit, Spielwitz und Ideen." Für den Ausklang der Saison gibt es eine klare Botschaft aus der Kabine. "Nächste Woche ist unser letztes Spiel, danach gibt es keine zweite Mannschaft mehr", sagte Knezevic – und erklärte, warum die Lockerheit am Samstag so spürbar war: "Spaß, Lust, Leidenschaft – das wollten wir uns in Erinnerung behalten." Mit dem 6:1 hat sich seine Elf genau dafür reichlich belohnt.