In der 2. Klasse Triestingtal hat der Badener AC sein Heimspiel gegen den 1.SC Felixdorf mit 1:2 verloren. Ausschlaggebend war aus Sicht von Trainer Amel Sistek vor allem der Fehlstart mit zwei frühen Gegentreffern, denen seine Mannschaft danach lange nachlief. Nach einer deutlichen Steigerung und dem Anschlusstreffer von Lorik Zukaj hielten die Gastgeber die Partie offen, am Ende blieb aber das Gefühl, dass zumindest ein Punkt möglich gewesen wäre.

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Der Abend war für die Gastgeber praktisch von Beginn an schwierig. Schon in der 2. Minute brachte Christoph Grasmuck die Gäste in Führung, nur zwei Minuten später legte Lukas Grabenwöger das 0:2 nach. Sistek sprach danach von einem Verlauf, der seiner Mannschaft sofort alles abverlangte: "Wir sind ganz schlecht in die Partie gestartet." Besonders ärgerlich war für ihn, dass beide Treffer sehr ähnlich fielen. "Zweimal identisch nach einem Einwurf. Auf der zweiten Stange waren wir nicht gut besetzt", sagte der Trainer. Ein so frühes 0:2 aufzuholen, sei gegen einen Gegner wie Felixdorf eben besonders schwer, weil man von Anfang an einem klaren Rückstand hinterherlaufen müsse.
Trotz des schnellen Rückstands versuchten die Badener noch in der ersten Hälfte, wieder in die Partie zu finden. Sistek hob hervor, dass seine Mannschaft den Schock nicht einfach hingenommen habe, sondern nach vorne spielte und auf das 1:2 drängte. Der Ertrag blieb allerdings aus. "Wir haben in der ersten Halbzeit versucht, ein Tor zu schießen und den Rückstand zu verkürzen. Das ist uns leider nicht gelungen", sagte er. Laut dem Trainer waren durchaus Möglichkeiten da, darunter ein Lattenschuss und eine starke Parade des gegnerischen Tormanns. Gerade das ärgerte ihn im Nachhinein, weil ein Treffer vor der Pause die Partie noch einmal in eine andere Richtung hätte bringen können.
Nach der Pause wurde der Gastgeber dann deutlich aktiver. Sistek sagte, seine Truppe habe "richtig Gas gegeben", und mit dem 1:2 durch Lorik Zukaj in der 65. Minute bekam die Aufholjagd noch einmal neues Leben. Ganz einseitig war die zweite Hälfte trotzdem nicht, denn auch Felixdorf blieb gefährlich. Der Badener Trainer sprach von ein, zwei guten Möglichkeiten der Gäste, bei denen einmal sein Tormann stark hielt und einmal die Stange half. Gerade deshalb hielt Sistek das Spiel bis zum Schluss für offen. In der Endphase ärgerte er sich zusätzlich über eine Szene im Strafraum. "Für mich war das ein klarer Elfmeter für uns", meinte er, schob aber sofort nach, dass der Schiedsrichter die Partie insgesamt im Griff gehabt habe und es allein auf dem Platz schwer sei.
Unterm Strich blieb bei den Badenern vor allem das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre. "Ich glaube, dass ein Unentschieden wirklich gerecht gewesen wäre", sagte Sistek, der Felixdorf zugleich ein klares Lob aussprach. Die Gäste seien eine kompakte und routinierte Mannschaft, hätten in der Mitte wenig Platz gelassen und die Fehler eiskalt ausgenutzt. Trotzdem sah der Trainer bei seiner eigenen Mannschaft auch Positives. "Zur Vorwoche hat sich die Mannschaft noch einmal gesteigert", sagte er mit Blick auf den neu zusammengestellten Kader. Genau dort wolle man in den nächsten Wochen ansetzen. Es werde von Woche zu Woche besser, so Sistek, und deshalb gehe es nun darum, weiterzuarbeiten und "so viele Punkte wie möglich" mitzunehmen.