In der 2. Klasse Triestingtal hat FCM Traiskirchen II am Samstag gegen ASK Ebreichsdorf II mit 3:2 den ersten Saisonsieg geholt. Trainer Alexander Deyer sah seine Mannschaft über weite Strecken im Vorteil, auch wenn es zweimal den Ausgleich gab. Ausschlaggebend war für ihn, "dass wir dran geblieben sind" und nach dem 2:2 am Ende rasch wieder die passende Antwort gefunden haben.

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Traiskirchen legte so los, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. Schon in der 7. Minute brachte Niklas Pirkner die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und Deyer meinte danach, seine Mannschaft habe "von Beginn an eigentlich das Kommando übernommen" und das Spiel kontrolliert. Aus seiner Sicht war in dieser Phase sogar mehr drinnen, weil man "das eine oder andere Tor noch drauflegen" hätte können. Stattdessen kam Ebreichsdorf in der 31. Minute durch Noah Hammerl zum 1:1, mit dem es auch in die Pause ging. Gerade über diesen Ausgleich sprach der Traiskirchner Trainer danach. Deyer erklärte, vor dem Treffer habe es einen Zweikampf knapp vor dem Strafraum gegeben, bei dem der Ball dem gegnerischen Stürmer "klar an die Hand springt". Er räumte zwar ein, dass der Unparteiische darin kein absichtliches Handspiel gesehen habe, meinte aber auch, dass daraus ein klarer Vorteil für den Gegner entstanden sei.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der FCM zunächst das aktivere Team. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn stellte Niklas Pirkner auf 2:1, und Deyer sah seine Mannschaft danach "eigentlich drückend überlegen". Gerade deshalb ärgerte ihn, dass die Partie nicht früher entschieden wurde. "Wir haben wieder einige Torchancen liegen gelassen", sagte er, und genau das hielt die Gäste im Spiel. In der 71. Minute glich Ahmet Enes Öktem zum 2:2 aus, nachdem Traiskirchen den Gegner laut Deyer "leider zum Tore schießen eingeladen" habe. Entscheidend war dann aber die Reaktion auf diesen Rückschlag. Nur zwei Minuten später traf Efe Bicer zum 3:2. Den Angriff schilderte der Trainer genau: "Wir haben von hinten herausgespielt, einen langen Diagonalball auf die rechte Seite gebracht, sind hinter die Kette gekommen und haben den Querpass verwertet." Für Deyer lag genau darin der Knackpunkt des Nachmittags: "Dass wir nach dem 2:2 relativ rasch wieder in Führung gegangen sind." Danach brachte Traiskirchen den Vorsprung laut seinem Trainer "souverän über die Runden".
In der Analyse hob Deyer nicht nur das Ergebnis hervor, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft aufgetreten ist. "Besonders gut funktioniert hat die Aufstellung und der Mut, nach vorne zu spielen", sagte der Trainer. Mit Ball sei Traiskirchen besser gewesen, habe die Räume besser besetzt und sei in vielen Situationen aggressiver in die Zweikämpfe gegangen. Auch über die Seiten habe man immer wieder Wege hinter die Abwehr gefunden. Gleichzeitig machte Deyer klar, wo seine junge Elf noch zulegen muss. "Wir haben viele Chancen kreiert, aber die eine oder andere müssen wir besser verwerten. Dann machen wir es uns leichter", sagte er. Dass in engen Phasen noch nicht immer die nötige Ruhe da ist, führt er auch auf das Alter seiner Mannschaft zurück. "Bis auf einen routinierten Spieler haben fast nur 15- und 16-Jährige gespielt, acht davon in der Startelf", erklärte Deyer. Auch Ebreichsdorf erlebte er als sehr junge Mannschaft, die ebenfalls versuchte, von hinten herauszuspielen und mit Diagonalbällen hinter die Kette zu kommen. Umso höher bewertet er diese ersten Punkte der Saison im Erwachsenenfußball: "Das gibt Selbstvertrauen und Stabilität in der Mannschaft." Deyer gratulierte seinem Team ausdrücklich und blickt nun schon auf die nächsten Aufgaben in den kommenden Wochen.