In der 2. Klasse Triestingtal hat 1. SC Sollenau beim ASK Blumau trotz einer starken Reaktion nach der Pause mit 2:4 verloren. Trainer Denis Muratovic sah vor allem die Moral seiner Mannschaft bestätigt. Nach dem 0:2 und einer Roten Karte kämpften sich die Gäste auf 2:2 zurück, ehe zwei späte Gegentore die Partie doch noch entschieden.

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Aus Sicht des Sollenau-Trainers begann die Partie nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. „Die Mannschaft war in der ersten Halbzeit nicht auf der Höhe“, sagte Muratovic und meinte damit vor allem, dass sich sein Team zu sehr auf das Spiel des Gegners einließ. Blumau ging in der 35. Minute durch Gurur Veltan mit 1:0 in Führung, kurz vor der Pause wurde es für die Gäste dann noch schwieriger. Nach der Roten Karte gegen Patrick Schmidt in der 41. Minute musste Sollenau lange in Unterzahl weitermachen. Zur Halbzeit stand es 1:0 für die Gastgeber, und als Veltan in der 56. Minute auch noch auf 2:0 stellte, schien die Partie endgültig in Richtung Blumau zu laufen.
Gerade diese Phase wertete Muratovic im Nachhinein aber als Beleg dafür, wie viel Leben in seiner Mannschaft steckt. Nur zwei Minuten nach dem 0:2 verkürzte Raphael Schuster auf 1:2, und damit war Sollenau plötzlich wieder da. Die Gäste blieben im Spiel, ließen sich auch mit einem Mann weniger nicht hängen und kamen in der 70. Minute tatsächlich zum Ausgleich, als Patrick Franz Streinzer das 2:2 erzielte. Muratovic formulierte seine Sicht sehr klar: „In Unterzahl war meine Mannschaft besser. Wir waren am Drücker.“ Für den Trainer war genau das der Punkt, der trotz der Niederlage hängen blieb. Sollenau hatte sich in einer schwierigen Lage nicht aufgegeben, sondern das Spiel nach dem Rückstand noch einmal offen gemacht.
Dass die Partie am Ende dennoch mit leeren Händen endete, führte der Sollenau-Coach vor allem auf die Minuten nach dem Ausgleich zurück. Muratovic machte seinem Ärger über mehrere Entscheidungen des Schiedsrichters deutlich Luft und sprach von einer für ihn spielentscheidenden Szene beim Stand von 2:2. Nach seiner Darstellung musste ein Sollenauer Spieler nach einem kurzen Liegenbleiben vom Feld, obwohl aus seiner Sicht keine Behandlung nötig gewesen sei. „Für mich war das die spielentscheidende Situation“, sagte Muratovic. Er schilderte, dass sein Team dadurch vorübergehend mit zwei Mann weniger habe auskommen müssen. Genau in diese Phase fiel in der 82. Minute das 3:2 durch Gurur Veltan, nur zwei Minuten später legte Hüseyin Erdogdu das 4:2 nach. Aus Sicht des Trainers war damit ein Spiel gekippt, in dem seine Mannschaft nach dem Ausgleich eigentlich das Momentum auf ihrer Seite gehabt habe.
Bei aller Enttäuschung wollte Muratovic den Blick nach dem Schlusspfiff trotzdem nicht nur auf das Ergebnis richten. „Unterm Strich kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen“, sagte er, und diese Aussage zog sich auch durch seine gesamte Einordnung. Er sah Sollenau nach dem Umbruch auf einem guten Weg, sprach von einem guten Klima in der Gruppe und davon, dass die Mannschaft nicht leicht zu schlagen sei. Vor allem die Reaktion nach dem 0:2 und das Comeback zum 2:2 nahm er als positives Signal mit. Die Niederlage in Blumau änderte für ihn nichts daran, dass der Weg stimmen soll. Entsprechend klar fiel auch der Ausblick aus: Schon am Freitag will Sollenau vor eigenem Publikum den ersten Dreier der noch jungen Saison holen.