In der 2. Klasse Triestingtal hat der SC Schönau beim SC Alland eine bittere 3:4-Niederlage hinnehmen müssen. Nach dem 1:1 zur Pause drehten die Gäste die Partie in der zweiten Halbzeit auf 3:2, ehe ein spätes Eigentor und der entscheidende Treffer in der Nachspielzeit alles kippen ließen. Trainer Christian Einberger sprach danach von einer „sehr ausgeglichenen“ und „sehr fairen Partie“.

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels
Schönau kam ordentlich in die Partie und lag nach 16 Minuten vorne, als Paul Andreschitz das 0:1 erzielte. Einberger gefiel vor allem der Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten. „Die ersten 45 Minuten waren trotz der Führung sehr respektabel. Wir waren gut im Spielaufbau“, sagte der Trainer. Bis zu diesem Zeitpunkt habe die Begegnung „eigentlich sehr ausgeglichen“ ausgesehen. Alland kam aber noch vor dem Seitenwechsel zurück und stellte durch Silviu Burcoiu in der 25. Minute auf 1:1. Für die Gäste war das ein Gegentor, das die gute Ausgangslage wieder weggenommen hat, auch wenn Einberger die erste Hälfte insgesamt weiter positiv einordnete.
Nach dem Seitenwechsel musste Schönau zunächst den nächsten Rückschlag wegstecken. Taner Terzi brachte Alland in der 50. Minute mit 2:1 in Führung, und damit war die Partie plötzlich in eine andere Richtung gekippt. Dass seine Mannschaft darauf die passende Antwort fand, strich Einberger aber ausdrücklich heraus. „Nachdem Alland 2:1 in Führung gegangen ist, hat sich meine Mannschaft tadellos zurückgekämpft“, sagte er. Paul Andreschitz sorgte in der 62. Minute mit seinem zweiten Treffer für das 2:2, und als Patrik Dlhy in der 69. Minute das 2:3 nachlegte, war Schönau wieder vorne. Gerade diese Phase war aus Sicht des Trainers ein Beleg dafür, dass seine Mannschaft im Spiel geblieben ist und sich vom Rückstand nicht hat beeindrucken lassen.
Umso schmerzhafter war dann das Ende aus Schönauer Sicht. In der Nachspielzeit unterlief Julian Gamauf das Eigentor zum 3:3, und genau diesen Moment nannte Einberger später als Knackpunkt. „Der entscheidende Moment war leider das 3:3, wo wir ein Eigentor gemacht haben. Das kann passieren“, sagte er. Für den Trainer war das die Szene, in der seine Mannschaft „das Spiel wieder aus der Hand gegeben“ habe. Drei Minuten später traf Taner Terzi noch zum 4:3 für Alland. Einberger sprach dabei zusätzlich von einem aus seiner Sicht „nicht ordnungsgemäßen Elfmeter“ in der Schlussphase, der für ihn den Ausschlag zur Niederlage gab.
Abseits der späten Entscheidung sah der Schönau-Coach keinen großen Qualitätsunterschied zwischen beiden Mannschaften. „Es hat keinen großen Unterschied gegeben. Die Partie war sehr ausgeglichen“, sagte Einberger und betonte zugleich, dass beide Teams „ein sehr faires Match“ gezeigt hätten. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er grundsätzlich einverstanden: „Insgesamt war sie in Ordnung, sie war sehr gut.“ Nur die späte Strafstoßentscheidung blieb bei ihm hängen. Den Bereich, in dem seine Mannschaft aus seiner Sicht mehr hätte bringen müssen, benannte er dennoch klar. „Das Zweikampfverhalten im Mittelfeld war dieses Mal nicht hundert Prozent professionell“, sagte Einberger. Genau dort habe Alland Vorteile gehabt, und genau dort will Schönau im nächsten Training ansetzen, um sich für einen insgesamt ebenbürtigen Auftritt künftig auch zu belohnen.