In der 2. Klasse Triestingtal hat 1.SC Felixdorf ein torreiches Duell gegen SG Weissenbach/Klausen-L./A. KM II noch 5:3 gewonnen. Die Gäste führten zur Pause 3:1, ehe Felixdorf die Partie nach dem Seitenwechsel binnen weniger Minuten drehte. Trainer Mario Steinbacher sprach von der erwarteten schweren Aufgabe, sah zwei unhaltbare Distanzschüsse als Knackpunkt und erklärte die Niederlage auch mit der fehlenden Routine seiner jungen Mannschaft.

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Für Weissenbach begann der Abend sogar ideal. Kelvin Nana Kwasi Yeboah brachte die Gäste in der 15. Minute mit 1:0 in Führung, laut Steinbacher nach einem „super Freistoß“. Felixdorf antwortete zwar durch Lenny Rühmkorf in der 23. Minute, doch die SG ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken. Nur eine Minute später traf Yeboah erneut zum 2:1, ehe Badri Hassan in der 26. Minute sogar auf 3:1 erhöhte. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause, und genau dieser Abschnitt war es, den Steinbacher trotz der Niederlage positiv mitnahm. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aber rasch. Lukas Grabenwöger verkürzte in der 55. Minute auf 2:3, Christoph Mayer glich eine Minute später zum 3:3 aus und Tobias Gersch drehte die Partie in der 61. Minute endgültig auf 4:3. Den Schlusspunkt setzte Christoph Grasmuck in der 90. Minute mit dem Treffer zum 5:3.
Dass Felixdorf über weite Strecken Druck machen würde, kam für Steinbacher nicht überraschend. „Es war das Erwartete. Felixdorf wollte von Anfang an Druck machen und hat uns voll gefordert“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Umso mehr ärgerte ihn, dass seine Mannschaft eine starke erste Halbzeit nicht über die Zeit bringen konnte. „In der zweiten Halbzeit hat Felixdorf noch einmal einen Zahn zugelegt und das Spiel in zehn, fünfzehn Minuten gedreht“, so Steinbacher. Als besonders entscheidend nannte er dabei „den Doppelschlag mit zwei Distanzschüssen“. Diese Tore seien „nicht alle Tage so zu sehen“ und „schwer zu verteidigen“, meinte der Weissenbacher Coach. Gleichzeitig sparte er nicht mit Anerkennung für den Gegner. „Sie haben natürlich Qualität in der Offensive“, sagte Steinbacher. Im Zentrum hob er Lukas Grabenwöger hervor, dazu Tobias Gersch als „absoluten Kreativspieler“ und Unterschiedsspieler, den man „nahezu unmöglich ein ganzes Spiel ausschalten kann“.
Die Erklärung für den späten Einbruch suchte Steinbacher aber nicht nur in der Qualität des Gegners, sondern auch in der eigenen Mannschaft. „Uns fehlt einfach noch etwas die Routine, um solche Spiele auf unsere Seite zu ziehen“, sagte er offen. Dabei verwies er darauf, dass seine Mannschaft wieder mit zwei 16-Jährigen gespielt habe und auch der Tormann erst 18 Jahre alt sei. Gerade deshalb wollte er die Niederlage nicht größer machen, als sie aus seiner Sicht ist. „Wir sind auf einem guten Weg. Wir sind kompakter und stabiler als im letzten Jahr“, sagte Steinbacher. Auch deshalb überwog bei ihm kein Frust, sondern eher die Überzeugung, dass seine Mannschaft in dieser Liga gegen jeden etwas holen kann. „Wir wissen, dass wir jeden schlagen können und in jeder Partie etwas mitnehmen können“, betonte er. Beim Schiedsrichter sah der Trainer grundsätzlich ebenfalls keinen Aufreger. Der Unparteiische habe „eine klare Linie“ gehabt, auch wenn Steinbacher die Szene vor dem Freistoß, der in weiterer Folge zum 1:1 führte, aus seiner Sicht anders bewertet hätte. Unterm Strich blieb bei ihm deshalb ein nüchternes Fazit: „In Felixdorf kann man schon einmal verlieren.“ Dass er den Gegner ganz vorne erwartet, machte er ebenfalls deutlich. Für Steinbacher ist Felixdorf „der Favorit auf den heurigen Meistertitel“.