In der 2. Klasse Triestingtal hat ASK Blumau dem Badener AC beim 2:2 noch spät einen Punkt abgenommen. Die Gäste lagen nach zwei Freistößen von Anes Jakupovic bis in die Schlussphase auf Kurs, mussten sich nach dem Ausgleich in der Nachspielzeit aber mit einem Remis begnügen. Trainer Amel Sistek sprach von einer umstrittenen Szene, ordnete das Ergebnis insgesamt aber dennoch als gerecht ein.

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Sistek erlebte einen Beginn, in dem sofort Tempo drin war. „Gleich in der Anfangsphase ist es schon zur Sache gegangen“, sagte der Badener Trainer nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft wollte nach seiner Schilderung sauber von hinten herausspielen, während Blumau früh draufging und mit Pressing Druck machte. Aus einem Fehler im Mittelfeld entstand dann rasch eine heikle Situation für die Gäste. Nach einem Handspiel gab es Elfmeter für die Gastgeber, doch der Badener Tormann hielt sein Team im Spiel. „Unser Tormann hat super pariert“, meinte Sistek, und dieser Moment wurde wenig später noch wichtiger, weil der BAC in der 21. Minute durch einen Freistoß von Anes Jakupovic mit 1:0 in Führung ging.
Mit der Führung im Rücken bekam der BAC die Partie danach besser in den Griff. Sistek sagte, seine Elf habe bis zur Pause „eigentlich nicht viel zugelassen“, und genau so schilderte er auch diese Phase. Viele große Chancen sah er auf beiden Seiten nicht, stattdessen ein Spiel, in dem beide Teams arbeiten mussten und in dem Blumau aggressiv blieb. Der Ausgleich fiel dann dennoch noch vor dem Seitenwechsel. Nach einer Standardsituation traf Besmir Klimenta in der 43. Minute zum 1:1. Sistek war damit nicht zufrieden, weil seine Mannschaft diese Szene „nicht besonders gut gestanden“ habe. Gleichzeitig sparte er nicht mit Respekt für den Gegner: „Sie sind giftig, haben gute Fußballer in der Mannschaft und probieren immer, auf Sieg zu spielen.“
Auch nach dem Seitenwechsel wollte der BAC laut seinem Trainer Fußball spielen und nicht nur das Ergebnis verwalten. Die Gäste suchten wieder Lösungen im Aufbau, ohne dass daraus gleich eine wilde Partie wurde. Sistek betonte mehrfach, dass viele Großchancen auf beiden Seiten nicht zu sehen waren. Umso wertvoller war für ihn der zweite Standard von Anes Jakupovic, der in der 88. Minute erneut per Freistoß traf und den BAC mit 2:1 nach vorne brachte. Lange hielt die Führung allerdings nicht. In der Nachspielzeit bekam Blumau noch einen Strafstoß zugesprochen, den der Badener Tormann zunächst parierte. Im Nachschuss erzielte Gurur Veltan aber doch noch das 2:2. Sistek ärgerte sich über die Entscheidung deutlich und sagte: „Das war aus meiner Sicht nie ein Elfmeter.“
Trotz des späten Gegentreffers fiel die Gesamtbewertung des Badener Trainers nicht nur negativ aus. „Im Großen und Ganzen geht das Unentschieden in Ordnung“, sagte Sistek, obwohl ihn das Ende sichtbar wurmte. Positiv hob er hervor, dass sich seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche „läuferisch gut präsentiert“ und „alles reingehauen“ habe. Mehr sehen wollte er im Ballbesitz. „Ich hätte mir mehr Geduld und längere Ballbesitzphasen erwartet“, erklärte er. Damit war seine Analyse ziemlich klar: Einsatz und Freistoßqualität waren da, Ruhe am Ball nicht immer. Für den BAC steht damit nach fünf Runden ein weiterer Punkt zu Buche, während aus einem fast fertigen Auswärtssieg in Blumau am Ende doch nur ein Remis wurde.