Spielberichte

"Mit dem Gegentreffer sind wir komplett aus dem Rhythmus gefallen" – Teesdorf zahlt eine schwache Phase teuer

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ATSV Teesdorf
SC Felixdorf

In der 2. Klasse Triestingtal musste sich ATSV Teesdorf am Freitagabend dem Tabellenführer 1.SC Felixdorf mit 1:3 geschlagen geben. Das 0:3 zur Pause war aus Sicht von Trainer Stefan Wagner die entscheidende Hypothek, obwohl seine Mannschaft gut begonnen und nach dem Seitenwechsel noch einmal Druck gemacht hatte. Vor allem das verlorene Gleichgewicht nach dem ersten Gegentor sah Wagner als Knackpunkt eines ansonsten fairen Spiels.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Guter Beginn, bitterer Bruch vor der Pause

Stefan Wagner ärgerte sich nach dem Spiel weniger über den Beginn als über das, was nach dem 0:1 passierte. "Wir sind die ersten 15, 20 Minuten sehr gut ins Spiel reingestartet, hatten mit einem Stangenschuss und einer zweiten Chance die Möglichkeit, in Führung zu gehen", sagte der Teesdorf-Trainer. Statt der möglichen Führung schlug Felixdorf in der 22. Minute zu: Lukas Grabenwöger stellte auf 0:1. Für die Gastgeber war das mehr als nur ein Rückstand. "Dann haben wir leider das 1:0 bekommen. Da haben wir einfach den Faden verloren", so Wagner. Noch vor der Pause legte Grabenwöger in der 30. Minute nach, ehe Bernd Windisch unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff mit dem 0:3 für einen besonders bitteren Zwischenstand sorgte.

Wagner erklärt die drei Gegentore sehr genau

Aus Wagners Sicht ließ sich ziemlich klar erkennen, warum die Partie in dieser Phase kippte. Beim ersten Gegentor, erklärte er, habe seine Mannschaft auf Höhe der eigenen Betreuerbank die Chance gehabt, eine Pressingsituation besser zu lösen, sei aber nicht konsequent genug gewesen. "Der Gegner konnte mehr oder weniger unbedrängt hinter die Kette flanken", schilderte er. Grabenwöger habe sich zwischen den Innenverteidigern gut an der Abseitslinie positioniert, den Ball angenommen und "sehr souverän, staubtrocken abgeschlossen". Auch das 0:2 führte Wagner auf einen Stellungsfehler nach einem Freistoß aus dem Halbfeld zurück. Und beim dritten Treffer sei ein zunächst geklärter Ball aus rund 20 bis 25 Metern direkt im Kreuzeck gelandet. Der Trainer brachte den Knackpunkt deshalb klar auf den Punkt: "Wir waren dann nicht mehr aggressiv genug, nicht mehr konsequent genug mit dem Verschieben und Attackieren."

Nach der Pause mehr Zugriff, aber zu wenig Ertrag

Nach dem Seitenwechsel sah Wagner dann wieder deutlich mehr von jener Mannschaft, die er schon in der Anfangsphase gesehen hatte. "Wir sind dann wieder sehr, sehr gut aus der Kabine gestartet, haben Moral bewiesen, haben auf einen Anschlusstreffer gedrückt", sagte er. Teesdorf attackierte hoch, suchte die Duelle und kam laut seinem Trainer zu vielen Balleroberungen, aus denen schnell umgeschaltet werden konnte. Wagner sprach davon, dass Felixdorf damit durchaus unter Druck gesetzt wurde. Entscheidend blieb für ihn aber die fehlende Belohnung. "Auch da haben wir die Möglichkeiten, die wir gehabt haben, nicht gemacht", sagte er. Der späte Treffer von Lukas Manhart zum 1:3 änderte am Ergebnis nichts mehr, passte aber zu Wagners Eindruck, dass seine Mannschaft nach der Pause noch einmal alles versucht hatte.

Eine schwache Phase reicht gegen den Tabellenführer

Gerade deshalb fiel Wagners Urteil trotz der Niederlage nicht pauschal aus. "Nicht funktioniert hat eigentlich nur in der ersten Halbzeit in den zweiten 25 Minuten – das Verschieben, das Attackieren", sagte er und schob nach: "Sonst kann ich meiner Mannschaft gar nicht viel vorwerfen." Zugleich erkannte er die Qualität des Tabellenführers klar an. Felixdorf habe "ohne Zweifel für diese Liga" viel individuelle Klasse, dazu ein gutes Positionsspiel und saubere Rochaden. Wenn Teesdorf Bälle aus der Gefahrenzone geschlagen habe, seien sie oft beim Gegner gelandet, bei Felixdorf dagegen meist beim Mitspieler. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war Wagner zufrieden: "Das war aus meiner Sicht eine sehr gute Führung." Für Teesdorf bleibt damit vor allem eine Erkenntnis aus diesem 1:3: "Wenn wir da früher den Anschlusstreffer machen oder in der ersten Halbzeit 1:0 in Führung gehen, kriegt das Spiel vielleicht einen anderen Verlauf."

2. Klasse Triestingtal: Teesdorf : SC Felixdorf - 1:3 (0:3)

  • 90
    Lukas Manhart 1:3
  • 45
    Bernd Windisch 0:3
  • 30
    Lukas Grabenwöger 0:2
  • 22
    Lukas Grabenwöger 0:1