Spielberichte

„Wir sind an uns selbst gescheitert“ – Sollenau lässt in Günselsdorf zu viel liegen

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SC Günselsdorf
1. SC Sollenau

In der 2. Klasse Triestingtal kassierte der 1. SC Sollenau beim SC Günselsdorf eine 1:3-Niederlage, und Trainer Denis Muratovic machte nach dem Schlusspfiff vor allem die eigene Chancenverwertung als Grund aus. Nicht fehlender Mut, sondern das Auslassen bester Möglichkeiten habe den Ausschlag gegeben. „Wir sind an uns selbst gescheitert“, sagte der Sollenau-Coach nach einer Partie, die aus seiner Sicht lange einen ganz anderen Verlauf hätte nehmen können.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Beginn, aber Günselsdorf trifft zuerst

Aus Sollenauer Sicht begann die Partie genau so, wie man sie sich auswärts wünscht. Muratovic sprach von einem „sehr, sehr guten“ Start und erzählte, dass seine Elf schon in den ersten zehn Minuten zwei hundertprozentige Möglichkeiten vorfand. Weil diese Chancen ungenutzt blieben, lief das Spiel aber früh in die falsche Richtung. In Minute 14 brachte Marko Filkovic die Gastgeber mit 1:0 in Führung, in Minute 28 legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Gerade dieser frühe Rückstand ärgerte den Trainer, weil er darin ein bekanntes Muster erkannte. „Der Gegner geht dann mit der ersten Aktion beziehungsweise mit einem Standardtor in Führung“, sagte Muratovic. Trotz des Rückschlags habe seine Mannschaft weiter offensiven Fußball gespielt, der Pausenstand von 0:2 habe aber natürlich Spuren hinterlassen.

Viel Aufwand, wenig Ertrag – und Filkovic macht den Deckel drauf

Der rote Faden aus Sicht der Gäste war für Muratovic schnell benannt: Seine Mannschaft erspielte sich genug, machte aus den Möglichkeiten aber zu wenig. „Der entscheidende Moment war einfach, dass wir aus sieben, acht, neun hundertprozentigen Torchancen kein Tor erzielen“, sagte der Sollenau-Coach deutlich. Er sah seine Elf auch nach dem Seitenwechsel wieder am Drücker und meinte sogar: „In der zweiten Halbzeit kam von Günselsdorf fast gar nichts mehr.“ Auf der Anzeigetafel spiegelte sich dieses Gefühl jedoch nicht wider. In Minute 73 traf erneut Filkovic und stellte auf 3:0, ehe Patrick Streinzer in Minute 86 noch auf 3:1 verkürzte. Der Treffer zum Schluss änderte am Ergebnis nichts mehr, passte aber zu Muratovics Gesamtbild: Sollenau habe investiert, gearbeitet und sich Chancen herausgespielt, sich dafür aber wieder nicht belohnt.

Trainer kritisiert Entscheidungen, hält aber an seiner Linie fest

Deutlich wurde Muratovic auch bei den strittigen Szenen. Er wollte die Niederlage „nicht nur dem Schiedsrichter geben“, nannte zwei Elfmeterpfiffe gegen seine Mannschaft aber „mehr als fragwürdig“ und sagte, die Leistung des Unparteiischen sei „nicht gut“ gewesen. Entscheidend war für ihn trotzdem, dass die Diskussion darüber den eigenen Auftritt nicht komplett überdeckt. „Meine Mannschaft hat super gekämpft, hat unseren Spielplan super umgesetzt. Wir haben uns jedoch einfach nicht belohnt“, hielt der Trainer fest. Deshalb fiel sein Blick nach dem 1:3 auch nicht nur zurück, sondern schon nach vorne. Die Stimmung in der Mannschaft sei weiterhin gut, „die Mannschaft lebt, es ist ein Feuer drinnen“, sagte Muratovic. Dass der Knopf irgendwann aufgehen werde, daran ließ er keinen Zweifel, und genau darauf setzt Sollenau nun für die kommenden Wochen und mit Blick auf die Rückrunde.

2. Klasse Triestingtal: Günselsdorf : SC Sollenau - 3:1 (2:0)

  • 86
    Patrick Franz Streinzer 3:1
  • 73
    Marko Filkovic 3:0
  • 28
    Marko Filkovic 2:0
  • 14
    Marko Filkovic 1:0