Spielberichte

„Das hätte zweistellig werden müssen“ – Badener AC lässt beim 5:0 gegen Schönau noch etliche Chancen liegen

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Badener AC
SC Schönau

In der 2. Klasse Triestingtal hat der Badener AC am Freitagabend den SC Schönau klar mit 5:0 besiegt. Für Trainer Amel Sistek war der Sieg hochverdient, auch wenn ihn die Höhe des Resultats fast noch mehr ärgerte als freute. „Wir haben von der ersten Minute an Druck gemacht, waren klar überlegen und haben verdient gewonnen. Leider ist der Sieg zu knapp ausgefallen“, sagte er nach der Partie.

Fußball und die Beine von zwei Spielern unterschiedlicher Mannschaften

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Frühe Führung, klare Kontrolle

Der Verlauf der Partie war aus Sicht der Gastgeber früh vorgezeichnet. Schon nach neun Minuten brachte Lukas Ponier den Badener AC mit 1:0 in Führung, und genau dieses frühe Tor hob Sistek nach dem Schlusspfiff besonders hervor. „Das 1:0 war super vom Zeitpunkt her“, sagte der Trainer, der schon in der Anfangsphase das Gefühl hatte, dass seine Mannschaft dieses Spiel nicht mehr aus der Hand geben würde. „Nach den ersten zehn Minuten war ich überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen. Die Frage war nur, wie hoch.“ Diese Aussage passt zum Bild, das die Badener über weite Strecken abgaben: viel Ballbesitz, viel Druck und ein Gegner, der kaum zur Entlastung kam. Sistek formulierte es deutlich: „Neunzig Prozent vom Spiel waren wir im Ballbesitz und die spielbestimmende Mannschaft.“ Noch vor der Pause legten die Hausherren nach, als Dominik Beier in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:0 erzielte. Auch dieses Tor ordnete der Trainer klar ein: „Das 2:0 vor der Halbzeit war ganz wichtig.“

Nach der Pause sofort nachgelegt

Was die Badener vor dem Seitenwechsel schon angedeutet hatten, zogen sie nach Wiederbeginn konsequent weiter durch. Alexander Nikischer erhöhte in der 49. Minute auf 3:0, nur drei Minuten später stellte Silvio Petrovic auf 4:0. Damit war die Partie endgültig entschieden, und auch diese Phase sprach Sistek an, weil seine Mannschaft dem Gegner nach der Pause keine Hoffnung mehr ließ. „Dass wir gleich das dritte nachgelegt haben, war wichtig“, sagte er. Dass später auch noch Sascha Eigner in der 76. Minute zum 5:0 traf, passte zum gesamten Auftritt der Badener, die das Spiel kontrollierten und immer wieder gefährlich wurden. Der Trainer machte aber zugleich klar, dass ihn trotz fünf eigener Tore vor allem die ausgelassenen Möglichkeiten beschäftigten. „Wir haben fünf, sechs Hundertprozentige vernebelt“, meinte Sistek und legte noch deutlicher nach: „Wenn es 11:1 ausgeht, darf sich Schönau nicht beschweren.“ Für ihn war das Ergebnis deshalb klar, aber in seiner Wahrnehmung noch nicht einmal das Maximum dessen, was an diesem Abend möglich gewesen wäre.

Viel Lob für die Haltung, Mahnung bei Chancen und Defensive

So deutlich Sistek mit dem Ergebnis und dem Verlauf zufrieden war, so klar benannte er auch die Punkte, die ihm weiter nicht gefielen. Die größte Stärke seiner Mannschaft sah er nicht in einem einzelnen Spieler oder einem taktischen Detail, sondern in der Grundhaltung. „An der Einstellung. Unbedingt siegen zu wollen“, sagte der Trainer knapp, aber sehr eindeutig. Genau diese Haltung war für ihn die Basis dafür, dass seine Mannschaft von Beginn an am Drücker blieb und Schönau kaum in die Partie kommen ließ. Trotzdem wollte Sistek den Abend nicht nur zum Schulterklopfen nutzen. „Ich bin mit der Leistung großteils zufrieden, nur mit der Chancenauswertung nicht. Das hätte zweistellig werden müssen“, sagte er. Dazu sprach er auch einen Punkt an, den er nach eigenen Worten „Woche für Woche“ erwähnt: „Es geht immer mehr im spielerischen Bereich und beim Defensivverhalten. Manchmal lassen wir zu leicht Chancen zu.“ Trotz des klaren 5:0 war für ihn also nicht alles perfekt, auch wenn das Resultat nach außen eine sehr einseitige Partie zeigt.

Klarer Sieg als Basis, Blick bleibt trotzdem nüchtern

Dass die Badener dieses Heimspiel so deutlich für sich entschieden, lag für Sistek vor allem an der eigenen Überlegenheit und weniger an Schwächen, die er beim Gegner groß ausführen wollte. „Sie haben versucht zu spielen, aber nicht stark“, sagte er über Schönau. Kurz sprach der Trainer auch die Schiedsrichterleistung an, ohne daraus ein großes Thema zu machen. Weil der Unparteiische alleine war, sei es „ganz schwer“ gewesen, und einige Abseitsentscheidungen habe er anders gesehen. „Drei, Vier Mal hat er Abseits gepfiffen, was keines war, aber nichts Ausschlaggebendes für uns“, erklärte Sistek. Wichtig war ihm dabei der Hinweis, dass solche Entscheidungen bei einem engen Spiel natürlich anders ins Gewicht fallen könnten, diesmal aber keinen Einfluss auf den Sieger hatten. Unterm Strich bleibt für die Gastgeber ein klarer 5:0-Erfolg, ein dominanter Auftritt über weite Strecken und ein Trainer, der sich über drei Punkte freut, zugleich aber trotz 14 Punkten nach zehn Runden weiter mehr Konsequenz vor dem Tor und mehr Sauberkeit in manchen Phasen sehen will.

2. Klasse Triestingtal: Badener AC : Schönau - 5:0 (2:0)

  • 76
    Sascha Eigner 5:0
  • 52
    Silvio Petrovic 4:0
  • 49
    Alexander Nikischer 3:0
  • 46
    Dominik Beier 2:0
  • 9
    Lukas Ponier 1:0