Ansage an die Konkurrenz in der 2. Klasse Wachau/Donau: Der ESV Keyif Krems überrollte den SK Tulbing mit 8:1 (4:0). Die Hausherren waren von der ersten Minute an am Drücker, trafen früh und ließen bis zum Schluss nicht nach. Trainer Ilie Bejerita sprach von Dominanz über 90 Minuten, sah das erste Tor als Türöffner und lobte die Konsequenz vor dem Tor. Vier Treffer von Denis Sebastian Danca rundeten einen Abend ab, an dem bei Krems fast alles passte.
Der Start legte die Richtung fest. Ilie Bejerita brauchte für den wichtigsten Moment nur drei Worte: „Das erste Tor.“ Nach sieben Minuten war es so weit: Denis Sebastian Danca stellte auf 1:0, und Krems blieb am Drücker. Nur zehn Minuten später erhöhte Muarem Hajrulahi auf 2:0, ehe Bujar Hajrulahi in Minute 22 das 3:0 nachlegte. Tulbing bekam kaum Luft, und weil Danca in der 29. Minute nochmal nachlegte, stand zur Pause bereits ein klares 4:0. Nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeber unbeirrt weiter: Dzezahir Ismajli traf in Minute 53 zum 5:0, Danca legte mit seinen Treffern Nummer drei und vier in der 55. und 68. Minute nach – 7:0. Spätestens da war alles entschieden, Constantin-Danut Codreanu setzte in der 78. Minute das 8:0 drauf. Den Ehrentreffer für Tulbing besorgte Felix Schibany kurz vor Schluss in Minute 88. In Summe: Krems hatte mehr vom Spiel, blieb gierig und nutzte die Chancen eiskalt.
In der Analyse blieb Bejerita bei klaren Worten: „Wir waren spielerisch wie kämpferisch von der ersten bis zur letzten Minute sehr dominant.“ Entscheidend aus seiner Sicht: die Konsequenz vor dem Tor. „Chancenverwertung zehn von zehn“, brachte es der Coach auf den Punkt – kurz, selbstbewusst und passend zum 8:1. Auf die Frage, was besonders gut funktioniert habe, meinte er bloß: „Alles.“ Auch den Gegner ordnete er ein: „Tulbing war zweikampfstark, aber wir waren spielerisch viel besser.“ Diskussionen rund um den Schiedsrichter? „Nein“, sagte Bejerita knapp. Es war einer dieser Abende, an denen die Abläufe stimmten, die Offensive effizient blieb und die Mannschaft das Spiel über weite Strecken kontrollierte, ohne hinten viel zuzulassen.
Bei aller Torlaune seines Teams hatte Bejerita auch einen persönlichen Favoriten: „Bester Spieler: Muarem Hajrulahi. Er ist ein richtiger Schlüsselspieler für uns.“ Der Mittelfeldmotor setzte wichtige Akzente, markierte früh das 2:0 und hielt die Krems-Offensive im Fluss, während Danca mit vier Treffern im Rampenlicht stand. Zusammen mit den Scorern Bujar Hajrulahi, Dzezahir Ismajli und Constantin-Danut Codreanu ergab das eine Offensive, die Tulbing nicht in den Griff bekam. Als Tabellenführer will Krems die Linie halten. „Wir werden einfach weitermachen, so wie bis jetzt. Das funktioniert alles super“, sagte der Coach – und schob eine klare Botschaft hinterher: „Noch drei Spiele und wir sind Meister.“ Die Rechnung ist einfach: so auftreten wie gegen Tulbing, fokussiert bleiben – dann liegt alles in der eigenen Hand.