In der 2. Klasse Wachau/Donau feiert der 1. FC Union Stein einen hart erarbeiteten 2:1-Heimerfolg über Langenrohr II. Julius Steiner eröffnete nach 27 Minuten mit einem cleveren Abschluss, Sebastian Berger legte in Minute 81 nach einer einstudierten Eckballvariante nach. Der späte Anschlusstreffer von Kilian Mayer änderte nichts mehr. Trainer Thomas Hennebichler sprach von einem intensiven Spiel, energischen Zweikämpfen – und einem wichtigen Schritt aus der Ergebniskrise.

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Beide Teams kamen mit ähnlichem Plan: kompakt stehen, sauber verschieben, Ballgewinne erzwingen und schnell umschalten. „Es war ein sehr intensives Spiel. Beide Mannschaften haben einen ähnlichen Stil, verschieben gut und kompakt und kommen dann über schnelles Umschalten“, beschrieb Thomas Hennebichler die Grundausrichtung. Chancen gab es auf beiden Seiten, doch die erste klare Duftmarke setzte Stein. In der 27. Minute traf Julius Steiner zum 1:0. Der Trainer schilderte die Szene so: „Ballgewinn im Mittelfeld, schnell umgeschaltet. Julius ist nach innen gezogen, hat gesehen, dass der Torwart ein Stück weit draußen steht, und den Ball mit einem sehr präzisen Schuss mehr oder weniger überlupft ins lange Eck.“ Mit dieser Führung im Rücken blieb Stein in den Zweikämpfen präsent, ließ wenig zu und nahm ein verdientes 1:0 mit in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel meldete sich Langenrohr II zurück. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine kurze Phase, in der Langenrohr stärker ins Spiel gekommen ist und sich gute Halbchancen erarbeitet hat“, gab Hennebichler zu. Genau in dieser Phase behielt Stein die Nerven – und fand die passende Antwort aus einem Standard. „Entscheidend war, dass wir da wieder herausgekommen sind und dann das 2:0 aus einer Eckballvariante gemacht haben.“ In Minute 81 saß der Plan: „Der Eckball wurde kurz ausgeführt. Einer meiner routiniertesten Spieler, Severin Tanzer, hat sich angeboten, den Ball im Sechzehner in der Drehung mitgenommen und mit einem flachen Stanglpass auf die zweite Stange Sebastian Berger gefunden, der den Ball über die Linie gedrückt hat.“ Langenrohrs Kilian Mayer stellte in der 90. Minute zwar noch auf 2:1, doch Stein verteidigte die Führung konzentriert bis zum Schlusspfiff.
Dass Stein diesmal ablieferte, führte Hennebichler auf Haltung und Überzeugung zurück. „Wir bleiben unserer Linie treu. Wir wussten, dass dieser Weg zum Erfolg führen wird. In den letzten Spielen hat es an Abschlussqualität und am Glück gefehlt“, sagte er und verwies auch auf Pech am Aluminium: „Wir hatten wieder zwei Schüsse an die Latte und einen an die Stange.“ Umso wichtiger war die mannschaftliche Präsenz: „Man hat von der ersten Minute an gemerkt, dass die Mannschaft an das System und unsere Spielideen glaubt. Jeder hat noch einmal zehn bis zwanzig Prozent in den Zweikämpfen draufgelegt.“ Den Gegner ordnete er respektvoll ein: „Langenrohr ist eine sehr gute Mannschaft, löst Drucksituationen oft spielerisch und bindet die Außenverteidiger offensiv ein – darauf waren wir eingestellt.“ Zur Leitung meinte er: „Die Schiedsrichterleistung war in Summe in Ordnung, es gab keine gröberen Fehler.“ Und zum Unterschied des Tages sagte er klar: „Ich hatte das Gefühl, wir wollten den Sieg einen Ticken mehr.“