Spielberichte

Stein verspielt 2:0 – Größl: "Wir sind nicht mehr so unbekümmert aus der Pause gekommen"

USC Fels
FC Union Stein

In der 2. Klasse Wachau/Donau lieferten sich der USC Fels und der 1. FC Union Stein ein Duell mit zwei Gesichtern: Nach 0:2 zur Pause drehte Fels die Partie und gewann 4:2. Weil Jannik König und Julius Steiner Stein früh vorne hatten, roch es zur Halbzeit nach Auswärtspunkten. Nach dem Wechsel traf Leon-Gabriel Posavac gleich dreimal, ehe Matthias Tschany den Deckel draufsetzte. Co-Trainer Manuel Größl ordnete ein: "Wir hatten eine starke erste Hälfte, aber in der zweiten Halbzeit konnten wir das nicht weiterführen."

Nahaufnahme der Beine von Spielern beim Training

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Stein hat die erste Halbzeit im Griff und führt 2:0

Stein erwischte nach einer kurzen Anlaufphase den deutlich besseren Tag in Hälfte eins. "In der ersten Halbzeit war Stein dominanter, bis auf die ersten fünf bis zehn Minuten hatte Fels zwei gute Chancen. Wir waren spielbestimmend und konnten uns mit zwei schön herausgespielten Toren belohnen", sagte Co-Trainer Manuel Größl. Jannik König stellte in Minute 16 auf 0:1, Julius Steiner legte in der 30. Minute das 0:2 nach – beide Treffer passten zur klaren Ausrichtung der Gäste, die laut Größl "das Selbstvertrauen vom Match gegen Langenrohr mitgenommen" und "selbstbewusst gespielt" hatten. Zur Pause stand ein 0:2 aus Sicht von Fels, und bei Stein wirkte vieles gefestigt: mehr vom Spiel, gute Lösungen nach vorne und bis dahin kaum wacklige Momente.

Fels dreht die Partie – Posavac schnürt den Dreierpack

Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel komplett. Fels kam aktiver aus der Kabine, suchte früher den Weg nach vorn und fand über Leon-Gabriel Posavac sofort Antworten. In der 51. Minute verkürzte Posavac auf 1:2, in der 63. Minute glich er zum 2:2 aus. Stein verlor in dieser Phase den Zugriff und das Selbstvertrauen aus der ersten Hälfte. "In Hälfte eins war der Spielwitz da. In der zweiten Halbzeit fehlte diese Lockerheit, wir waren ein wenig ängstlich", erklärte Größl. Fels blieb am Drücker, Posavac krönte seinen Auftritt in der 83. Minute mit dem 3:2. Nur eine Minute später stellte Matthias Tschany mit dem 4:2 die Weichen endgültig auf Heimsieg. Aus einer komfortablen 2:0-Führung wurde binnen gut 40 Minuten eine bittere Auswärtsniederlage.

Zwei Elfmeter aus Steins Sicht fraglich – Größl bleibt sachlich

Zur Einordnung der Schlüsselszenen verwies Manuel Größl auch auf zwei Strafstöße gegen sein Team. "Fraglich waren auf jeden Fall die zwei Elfmeter gegen uns. Beim ersten war es für mich außerhalb, beim zweiten habe ich den Ball gespielt", schilderte der Co-Trainer seine Sicht. Wichtig war ihm aber ebenso: "Die Entscheidung war gefallen, und der Schiedsrichter hat nach dem Spiel gut argumentiert." Entscheidend für ihn blieb der Bruch nach der Pause. "Wir konnten das nicht so weiterführen wie in der ersten Hälfte." Aus dem starken Beginn will Stein dennoch etwas mitnehmen: die Ruhe am Ball, den Mut und das Selbstvertrauen – nur diesmal über 90 Minuten. Fels dagegen nutzte den Schwung der zweiten Hälfte eiskalt und entschied das Spiel im Endspurt.

2. Klasse Wachau/Donau: Fels : FCU Stein - 4:2 (0:2)

  • 84
    Matthias Tschany 4:2
  • 83
    Leon-Gabriel Posavac 3:2
  • 63
    Leon-Gabriel Posavac 2:2
  • 51
    Leon-Gabriel Posavac 1:2
  • 30
    Julius Steiner 0:2
  • 16
    Jannik König 0:1