Spielberichte

„Mit dem 2:0 war die Partie gegessen“ – Zwentendorf belohnt seine Überlegenheit

USV St. Andrä-Wördern
SV Zwentendorf

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat USV St. Andrä-Wördern am Sonntag gegen SV Zwentendorf mit 0:2 verloren. Die Gäste gingen früh in Führung, nahmen das 1:0 mit in die Pause und legten nach dem Seitenwechsel entscheidend nach. Trainer Ronald Jirout sprach von einem verdienten Sieg, machte aber auch klar, dass ihn trotz der drei Punkte die Chancenverwertung und die spielerische Linie noch nicht ganz zufriedenstellen.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Die frühe Führung gab Zwentendorf die Kontrolle

Für Ronald Jirout war die Geschichte dieses Spiels im Grunde klar erzählt. „Spielerisch war Zwentendorf über neunzig Minuten die bessere Mannschaft. St. Andrä-Wördern hatte keinen Zugriff, und wir sind als verdienter Sieger vom Platz gegangen“, sagte der Trainer nach dem Auswärtserfolg. Schon in der 15. Minute brachte Bence Balazs die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieser Treffer war aus Sicht von Jirout ein ganz wichtiger Baustein für den späteren Sieg. „Das 1:0 war ein sehr wichtiges Tor. Mit der Führung im Rücken haben wir die Partie kontrolliert und konnten uns dann Chance um Chance erspielen“, erklärte er. Dass es zur Pause dennoch beim knappen 1:0 blieb, änderte an seinem Eindruck nichts: Zwentendorf hatte über weite Strecken mehr vom Spiel und konnte die Begegnung nach dem frühen Vorteil in die gewünschte Richtung lenken.

Mit dem 2:0 war die Partie entschieden

Auch nach dem Seitenwechsel blieb für den Zwentendorf-Coach der Eindruck bestehen, dass seine Mannschaft die Partie im Griff hatte. Der zweite Treffer fiel dann in der 77. Minute, als Philip Török auf 2:0 stellte, und genau dort verortete Jirout auch den Moment, in dem das Spiel endgültig zugunsten seiner Mannschaft kippte. „Das Spiel ist dann endgültig in unsere Richtung gekippt, als wir das 2:0 erzielt haben. Damit war die Partie gegessen“, sagte er. Gerade deshalb ordnete der Trainer diesen Auswärtssieg auch entsprechend hoch ein, weil er den Gegner trotz der klaren Einschätzung keineswegs kleinredete. „St. Andrä-Wördern ist ein sehr unangenehmer Gegner, der sehr unorthodox Fußball spielt und vor allem daheim sehr schwer zu bespielen ist“, meinte Jirout. Umso mehr sprach aus seinen Aussagen heraus, dass Zwentendorf nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Art dieses Spiels angenommen hatte.

Geschlossenheit als Trumpf, vor dem Tor aber noch Luft nach oben

Besonders zufrieden zeigte sich Jirout mit dem Auftreten seiner Mannschaft als Kollektiv. „Die größte Stärke meiner Mannschaft war heute die Geschlossenheit im Team und dass wir auch von der Reservebank eine gewisse Qualität bringen können“, sagte der Trainer und verwies damit auf jenen Punkt, der für ihn an diesem Nachmittag den Unterschied ausgemacht hatte. Gleichzeitig beließ er es trotz des 2:0 nicht bei einem bloßen Schulterklopfen. „Aufgrund der Vielzahl der Chancen, die wir gehabt haben, und dass wir nur zwei Tore geschossen haben, sehe ich natürlich Verbesserungspotenzial in der Chancenverwertung, aber auch noch in der spielerischen Linie“, erklärte Jirout. Auch rund um den Spielrahmen gab es für ihn keinen Aufreger. „Aus meiner Sicht gab es keine strittigen Situationen und die Schiedsrichterleistung war sehr gut.“ Mit sechs Punkten aus zwei Spielen ist Zwentendorf in der Tabelle jedenfalls ganz vorne dabei. Der Start ist gelungen, und gerade deshalb klangen die Aussagen nach einem Trainer, der sich über drei Punkte freut, mit seiner Mannschaft aber noch nicht am Ende der Entwicklung angekommen ist.

2. Klasse Wachau/Donau: USV St. Andrä-Wördern : Zwentendorf - 0:2 (0:1)

  • 77
    Philip Török 0:2
  • 15
    Bence Balazs 0:1