Spielberichte

"Wir waren voll in der Partie, belohnen uns aber nicht" – Droß lässt Anfangsphase in Tulbing liegen

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SK Tulbing
SV Droß

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat der SK Tulbing am sechsten Spieltag gegen SV Droß mit 4:1 gewonnen. Für die Gäste fühlte sich das Ergebnis laut Obmann-Stellvertreter Thiemo Tiefenbacher besonders bitter an, weil Droß ordentlich in die Partie kam, Chancen auf die Führung hatte und sich dafür nicht belohnte. Danach drehten ein Weitschusstreffer, ein weiterer Gegentreffer kurz vor der Pause und zwei schnelle Tore nach dem Seitenwechsel das Spiel klar in Richtung der Gastgeber.

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Guter Beginn, dann kippt das Spiel

Dass Droß am Ende so deutlich verlor, hing für Tiefenbacher vor allem mit dem Verlauf der ersten Halbzeit zusammen. "Sehr bitter. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", brachte er seine Sicht nach dem Schlusspfiff auf den Punkt. Gerade der Beginn sei aus seiner Sicht ordentlich gewesen. "Wir fangen gut an, spielen super mit", sagte er und verwies auch auf Torchancen, mit denen die Gäste in Führung gehen hätten können. Stattdessen fiel in Minute 33 das 1:0 für Tulbing, als Nikola Donchev laut Tiefenbacher mit einem Weitschuss aus rund 35 Metern traf. Noch schwerer wog aus Sicht von Droß dann das 2:0 unmittelbar vor dem Pausenpfiff, als Maximilian Lepic in der 45. Minute nach einem Fehler des Gästetormanns erhöhte.

Nach der Pause wird es binnen Minuten deutlich

Mit dem 0:2 zur Pause war die Partie für Droß noch nicht endgültig entschieden, doch nach dem Seitenwechsel wurde aus dem Rückstand sehr schnell ein klarer Spielstand. Jan Mayr stellte in der 55. Minute auf 3:0, nur eine Minute später legte Can Lachner das 4:0 nach. Erst danach kamen die Gäste noch zu ihrem Treffer, als Michal Ondica in der 67. Minute zum 4:1 verkürzte. Tiefenbacher machte in seiner Einordnung weniger einzelnen Spielern einen Vorwurf als vielmehr der fehlenden Erfahrung im Kader. "Was uns derzeit einfach fehlt, sind erfahrene Führungsspieler", sagte er. Dazu komme, dass Droß wieder mit mehreren 16-Jährigen begonnen habe. "Denen kann man keinen Vorwurf machen. Das sind brave, sehr gute Spieler, die sich voll reinhauen, aber es fehlt ganz einfach an der Erfahrung."

Erfahrung auf Tulbinger Seite, junge Gäste müssen Lehrgeld zahlen

Was Tiefenbacher seiner Mannschaft zugutehielt, war vor allem die Anfangsphase. "Wir waren voll in der Partie drin, haben den Kampf angenommen", sagte er. Was aus seiner Sicht erneut fehlte, war die Konsequenz vor dem Tor. "Was dann leider wieder einmal nicht funktioniert hat, war die Torchancenverwertung." Über Tulbing sprach er trotz der Enttäuschung mit Respekt. Die Gastgeber seien eine Mannschaft mit einem hohen Altersdurchschnitt, bei der man "die Erfahrung einfach merkt". Auch die Bedingungen vor Ort nahm er in seine Einordnung auf: Tulbing komme "auf ihrem sehr kleinen und wirklich sehr schlechten Platz" gut zurecht und mache es "nicht über das Spielerische, sondern über den Kampfgeist". Diskussionen über den Unparteiischen wollte er dagegen gar nicht erst aufmachen. "Die Schiedsrichterleistung war sehr gut", stellte Tiefenbacher klar. Für Droß bleibt damit eine Niederlage, die wegen des ordentlichen Starts und der verpassten Möglichkeiten besonders schmerzte, während Tulbing mit dem 4:1 den dritten Platz festigte und die Gäste vorerst im unteren Tabellendrittel bleiben.

2. Klasse Wachau/Donau: SK Tulbing : SV Droß - 4:1 (2:0)

  • 67
    Michal Ondica 4:1
  • 56
    Can Lachner 4:0
  • 55
    Jan Mayr 3:0
  • 45
    Maximilian Lepic 2:0
  • 33
    Nikola Donchev 1:0