In der 2. Klasse Wachau/Donau hat Langenrohr II gegen SV Zwentendorf nach einem 0:2-Pausenrückstand noch ein 2:2 geholt. Für Trainer Rene Schilcher war das Remis eng mit zwei sehr unterschiedlichen Phasen verbunden: einer starken Anfangsviertelstunde seiner Mannschaft und einer Aufholjagd nach der Pause. Gleichzeitig sprach er auch offen an, warum aus den guten Ansätzen zunächst zu wenig geworden war.
Aus Sicht von Schilcher begann die Partie für seine junge Mannschaft eigentlich so, wie sie sich das vorgestellt hatte. „Die erste Viertelstunde hätten wir im Match eigentlich in Führung gehen müssen“, sagte der Trainer nach dem 2:2. Besonders früh war aus seiner Sicht bereits eine große Möglichkeit da. „In der dritten Minute haben wir eine Doppelchance gehabt, wo wir eigentlich in Führung gehen hätten müssen“, erklärte Schilcher. Gerade diese Szene blieb für ihn hängen, weil sie sinnbildlich für das stand, was seiner Mannschaft an diesem Abend im letzten Drittel fehlte. „Uns hat einfach das Selbstvertrauen gefehlt im vorderen Drittel“, sagte er, obwohl er mit dem gesamten Auftritt trotzdem „grundsätzlich sehr zufrieden“ war. Nach dieser Anfangsphase änderte sich das Spiel für Langenrohr aber deutlich. „Von Minute 15 bis 44 haben wir das Spiel ein bisschen verloren“, so Schilcher. Seine Erklärung dafür fiel klar aus: „Da haben der Fokus und die Konsequenz gefehlt.“
Genau in dieser Phase nutzten die Gäste ihre Möglichkeiten besser. Zwentendorf ging in der 31. Minute durch Leonardo Batista mit 1:0 in Führung und legte nur sechs Minuten später nach, als Damien Uche Panashe Enidom auf 2:0 stellte. Für Langenrohr war das ein Rückschlag, den Schilcher auch im Zusammenhang mit dem Spielverlauf sah. „Nach dem 0:1-Rückstand haben wir leider ein bisschen den Zugriff aufs Spiel verloren“, sagte er. Gleichzeitig sprach er dem Gegner seine Qualität nicht ab. „Zwentendorf hat nach 15 Minuten die erste Chance wirklich gut genutzt“, meinte der Trainer und hielt auch fest, dass die Gäste es danach verabsäumten, die Partie endgültig zu entscheiden. So ging es mit einem 0:2 aus Sicht der Gastgeber in die Pause, obwohl Schilcher schon in der Anfangsphase das Gefühl hatte, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. Zum Unparteiischen hatte er übrigens nichts auszusetzen: „Der Schiedsrichter hat das sehr gut geregelt.“
Nach dem Seitenwechsel zeigte Langenrohr dann genau jene Reaktion, die sich der Trainer von seiner Mannschaft gewünscht hatte. Schilcher hob vor allem die Haltung seiner Elf hervor. „Trotz 0:2-Rückstand haben wir eigentlich immer an uns geglaubt. Die Moral hat super gepasst“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Einsatz und körperliche Präsenz nun deutlich besser zur Geltung kamen. „Der Einsatzwille hat gepasst und besonders in der zweiten Halbzeit war das Körperliche vorhanden“, so der Trainer. Belohnt wurde diese Phase mit dem Anschlusstreffer von Niklas Hollerer in der 65. Minute. Nur vier Minuten später war die Partie endgültig wieder offen, als Marcel Langer zum 2:2 ausglich. Dass seine Mannschaft nach einer schwierigen ersten Hälfte noch einmal zurückkam, passte für Schilcher auch ins größere Bild. „Wir sind eine ganz junge Truppe in der zweiten Klasse. Da müssen wir das sehr gut lösen“, sagte er. Fehler werde es in so einer Mannschaft immer geben, „aber trotz der jungen Unerfahrenheit lösen wir das sehr gut“, betonte der Trainer. Unterm Strich stand für Langenrohr damit ein Punktgewinn, der vor allem von Moral und einer deutlich besseren zweiten Halbzeit lebte.