In der 2. Klasse Wachau/Donau hat sich SV Neuaigen am Samstag bei USV Furth mit 5:1 durchgesetzt und damit in Runde sechs einen klaren Auswärtssieg eingefahren. Trainer Stevan Mihajlovic sah seine Mannschaft über die gesamten neunzig Minuten klar tonangebend. Vor allem die frühe 3:0-Führung und die diesmal deutlich bessere Chancenverwertung gaben aus seiner Sicht früh die Richtung dieser Partie vor.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Schon nach zwei Minuten hatte Neuaigen das Spiel in jene Richtung gelenkt, die der Trainer später als ausschlaggebend bezeichnete. Ljubo Plisnic brachte die Gäste früh in Führung, und genau dieses schnelle 1:0 hob Mihajlovic als wichtigen Punkt hervor. „Die ersten drei Tore waren ausschlaggebend, vor allem das schnelle 1:0“, sagte der Coach nach dem Schlusspfiff. Danach blieb Neuaigen am Drücker und legte rasch nach. Daniel Rössler erhöhte in der 18. Minute auf 0:2, nur drei Minuten später stellte Marsel Varivoda bereits auf 0:3. Damit war das Spiel aus Sicht des Trainers früh auf Kurs gebracht. Kurz vor der Pause traf Varivoda in der 42. Minute noch einmal, womit es mit einem klaren 0:4 in die Kabinen ging. „Die Partie war in der ersten Halbzeit schon entschieden“, ordnete Mihajlovic den Verlauf entsprechend deutlich ein.
Was dem Trainer an diesem Auftritt besonders gefiel, war nicht nur der klare Vorsprung, sondern vor allem die Art und Weise, wie seine Mannschaft zu diesem Ergebnis kam. „Wir haben den Gegner gut unter Kontrolle gehabt, den Ball gut laufen lassen, das große Spielfeld sehr schön ausgenutzt und unsere Torchancen gut genutzt“, erklärte Mihajlovic. Gerade dieser letzte Punkt war für ihn wesentlich, weil Neuaigen in den vergangenen Spielen nach seiner Einschätzung vor dem Tor nicht immer so konsequent gewesen war. Als größte Stärke nannte er „die Geschlossenheit, den Siegeswillen und die Zweikämpfe“. Genau darin sah er die Basis für diesen deutlichen Auswärtserfolg. Auch nach der Pause blieb Neuaigen das aktivere Team. Milenko Pantelic erhöhte in der 52. Minute auf 0:5, und zugleich nutzte Mihajlovic die klare Führung, um allen mitgereisten Spielern Einsatzminuten zu geben. „Wir haben allen Spielern, die mit waren, auch ihre Minuten gegeben“, sagte der Trainer.
Bei aller Zufriedenheit sprach der Neuaigen-Trainer aber auch einen Punkt an, der ihm trotz des klaren Resultats wichtig blieb. „Nach dem 4:0 oder 5:0 haben wir manches zu locker genommen. Da hätten wir noch mehr machen müssen“, sagte Mihajlovic. Für ihn bleibt die Effizienz damit weiter ein Thema, auch wenn seine Mannschaft diesmal fünf Tore erzielt hat und über weite Strecken klar überlegen war. Dass er trotzdem noch mehr gesehen hätte, passte zu seinem Gesamtbild eines Spiels, in dem Neuaigen vieles richtig machte, die Partie aber nicht in jeder Phase mit letzter Konsequenz spielte. Am klaren Eindruck dieser Partie änderte auch der Treffer von Lucas Schwanzer zum 1:5 in der 79. Minute nichts mehr. Zu diesem Zeitpunkt war der Vorsprung längst deutlich, und der späte Treffer der Gastgeber konnte nur noch das Endergebnis verändern, nicht aber den Verlauf des Nachmittags.
Mihajlovic ordnete den Sieg insgesamt nüchtern ein und verlor dabei auch den Gegner nicht aus dem Blick. „Der Gegner war etwas geschwächt, soweit wir das mitbekommen haben. Sie haben nicht in voller Besatzung gespielt, es waren einige Reservespieler dabei. Für diese Verhältnisse haben sie gut mitgespielt“, sagte der Trainer. Auch rund um die Spielleitung gab es aus seiner Sicht nichts zu diskutieren. „Es gab keine strittigen Szenen. Der Schiedsrichter hat das sehr gut gemeistert und die Partie solide geleitet.“ So blieb für Neuaigen unter dem Strich ein Auftritt, aus dem der Trainer viel Positives mitnehmen konnte: frühe Tore, klare Kontrolle und vor allem jene Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, die er in den vergangenen Wochen vermisst hatte. Entsprechend eindeutig fiel auch sein Schlusswort aus: „Im Großen und Ganzen war alles super.“