Spielberichte

„Ganz klar beim Willen“: St. Andrä-Wördern zeigt nach der Niederlage das andere Gesicht

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USV St. Andrä-Wördern
SC Traismauer

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat der USV St. Andrä-Wördern den SC Traismauer mit 7:2 klar besiegt und damit in Runde sieben die passende Antwort auf die Niederlage der Vorwoche geliefert. Trainer Faiz Bedzeti sah den Unterschied vor allem in der Haltung seiner Mannschaft: aggressiv, laufstark und vom Anpfiff weg bereit, diesmal ein anderes Gesicht zu zeigen. Schon die frühe Führung spielte den Gastgebern in die Karten, doch für den Coach war nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Art und Weise entscheidend.

Spieler legt Ball für einen Freistoß zurecht

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Tore bringen St. Andrä-Wördern auf Kurs

St. Andrä-Wördern legte genauso los, wie es der Trainer später beschrieben hat. Bereits in der 2. Minute stand es 1:0, nachdem Christopher Sommer eine gute Kombination abschloss. Bedzeti hob genau diese Szene hervor und sagte: „Das erste Tor haben wir sehr früh geschossen. Nach einer guten Kombination war Christopher Sommer genau dort, wo er hätte sein sollen.“ Diese frühe Führung gab den Ton vor und passte zu dem Auftritt, den der Trainer schon vor dem Anpfiff gespürt hatte. In der 16. Minute erhöhte Deniz Erdogan auf 2:0, ehe Traismauer durch Milan Miklos Papp in der 24. Minute auf 2:1 verkürzte. Die Antwort der Hausherren fiel noch vor der Pause deutlich aus: Erdogan stellte in der 37. Minute den alten Abstand wieder her, kurz darauf legte Adam Hamami das 4:1 nach.

Erdogan macht nach der Pause sofort weiter

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild aus Sicht von Bedzeti unverändert. Nur eine Minute nach Wiederbeginn traf erneut Deniz Erdogan und machte aus dem 4:1 ein 5:1. Dass Traismauer in der 51. Minute durch Hakan Ersoy noch einmal verkürzte, brachte die Gastgeber nicht aus dem Tritt. Statt einer offenen Schlussphase folgte die nächste klare Antwort. Christopher Sommer sorgte in der 60. Minute für das 6:2, ehe Erdogan in der 82. Minute seinen vierten Treffer an diesem Abend nachlegte und den 7:2-Endstand fixierte. Gerade dieser Verlauf passte zu der Einschätzung des Trainers, der meinte, seine Mannschaft habe den Gegner „von Anfang an nicht wirklich ins Spiel kommen lassen“ und die Partie „eigentlich das komplette Spiel überdominiert“.

Aggressivität, Laufbereitschaft und die Reaktion nach letzter Woche

Im Zentrum der Analyse stand beim Trainer weniger irgendein einzelner Treffer als vielmehr die Haltung seiner Mannschaft. „Die Aggressivität der Mannschaft“ nannte Bedzeti als entscheidenden Punkt und führte das noch weiter aus: „Man hat schon beim Aufwärmen gesehen, dass sie will und sie heute alles daran setzen wird, ein anderes Gesicht zu zeigen. Und das haben sie von der ersten Minute an.“ Nach der Niederlage in der Vorwoche war ihm genau diese Reaktion wichtig. Dazu kam für ihn, dass seine Elf nicht nur emotional, sondern auch in der Umsetzung überzeugte. „Im taktischen Bereich haben wir heute sehr, sehr gut gearbeitet. Auch die Laufbereitschaft, der Wille, die Aggressivität, das war vom ersten Augenblick an da“, sagte Bedzeti. Deshalb fiel sein Urteil nach dem klaren Sieg auch entsprechend deutlich aus: „Mehr kann man nicht verlangen.“

Ein kleiner Streitpunkt ändert nichts am klaren Bild

Traismauer versuchte laut Bedzeti zwar „von Beginn an mitzuspielen“, doch viel Raum bekam der Gegner nicht. Dass die Gäste trotzdem zu zwei Toren kamen, änderte an der Bewertung des Trainers nichts, weil er den grundsätzlichen Spielverlauf klar aufseiten seiner Mannschaft sah. Einen kleinen Diskussionspunkt gab es für ihn dennoch: „Der Elfmeter war gegen uns nicht zu geben“, sagte Bedzeti, schob aber sofort nach, dass der Schiedsrichter „im Großen und Ganzen eigentlich eine solide Partie gepfiffen“ habe. Unterm Strich blieb für den Coach vor allem eine klare Erkenntnis, die er ohne Umschweife formulierte: „Ganz klar beim Willen.“ Genau dort lag für ihn der Unterschied zwischen beiden Teams – und genau daraus entstand am Ende auch dieses deutliche 7:2.

2. Klasse Wachau/Donau: USV St. Andrä-Wördern : Traismauer - 7:2 (4:1)

  • 82
    Deniz Erdogan 7:2
  • 60
    Christopher Sommer 6:2
  • 51
    Hakan Ersoy 5:2
  • 46
    Deniz Erdogan 5:1
  • 40
    Adam Hamami 4:1
  • 37
    Deniz Erdogan 3:1
  • 24
    Milan Miklos Papp 2:1
  • 16
    Deniz Erdogan 2:0
  • 2
    Christopher Sommer 1:0