Spielberichte

„Nach 17 Minuten war der Matchplan dahin“ – Braith nach Traismauers 1:6 in Sieghartskirchen

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SV Sieghartskirchen
SC Traismauer

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat SC Traismauer beim SV Sieghartskirchen klar mit 1:6 verloren. Trainer Sebastian Braith sah die Partie schon vor der Pause entschieden, weil seine Mannschaft nach dem 0:4 nie in ihr Spiel fand. Der Tabellenführer spielte seine Offensivstärke konsequent aus, während Traismauer laut Braith vor allem in den Zweikämpfen und in der Reaktion auf den frühen Rückstand zu wenig entgegenzusetzen hatte.

Tormann beim Abstoß

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Frühe Treffer stellen die Partie rasch auf die Seite des Leaders

Für Traismauer nahm das Spiel schon früh eine Richtung, aus der die Gäste nicht mehr herauskamen. Sebastian Braith sagte nach dem Schlusspfiff: „Wir hatten unseren Plan zurechtgelegt, der nach 17 Minuten durchkreuzt wurde.“ Genau in dieser Minute brachte Luka Azdajic Sieghartskirchen mit 1:0 in Führung. Danach ging es aus Sicht der Gäste Schlag auf Schlag weiter. Azdajic legte in der 28. Minute das 2:0 nach, David Abulesz erhöhte in der 34. Minute auf 3:0 und Gernot Brauchart stellte noch vor der Pause auf 4:0. Braith brachte es deshalb sehr klar auf den Punkt: „Bereits in der ersten Halbzeit, nachdem wir vier zu null hinten lagen, war das Spiel verloren.“ Dass der Tabellenführer nach acht Runden bei 24 Punkten hält, passte an diesem Abend jedenfalls zum Spielverlauf.

Braith benennt die Schwächen klar – und erkennt die Klasse des Gegners an

Der Traismauer-Trainer musste nach der klaren Niederlage gar nicht lange nach Erklärungen suchen. Für ihn lag ein wesentlicher Punkt darin, wie die Gegentore zustande kamen. „Definitiv die ersten vier Tore, die eigentlich fast alle gleich entstanden sind“, sagte Braith zu den entscheidenden Szenen des Abends. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft genau in jenen Bereichen zu wenig brachte, die man gegen einen so starken Gegner braucht. „Auf alle Fälle das Zweikampfverhalten und auch der Wille, das Ruder herumzureißen“, erklärte er. Gleichzeitig machte Braith aus seiner Einschätzung des Gegners keinen Hehl. „Sieghartskirchen hat gut gespielt und ist der verdiente Sieger“, sagte er und schob nach: „Sieghartskirchen ist nicht ohne Grund Erster. Die Offensive ist unglaublich stark.“ Damit war auch für ihn erklärt, warum die Gastgeber Fehler eher verkraften können als viele andere Mannschaften in dieser Liga.

Traismauer gibt sich offensiv nicht auf, kommt aber erst spät zum Tor

Trotz des klaren Rückstands stellte Braith seiner Mannschaft zumindest in einem Punkt kein schlechtes Zeugnis aus. Er betonte, dass sich Traismauer nach dem deutlichen Zwischenstand nicht völlig hängen ließ. „Positiv war, dass die Mannschaft sich offensiv nicht aufgegeben und trotzdem weitergemacht hat“, sagte der Trainer. In der zweiten Hälfte zog Sieghartskirchen zunächst aber weiter davon, als Azdajic in der 54. Minute das 5:0 erzielte und Abulesz nur eine Minute später auf 6:0 stellte. Erst danach gelang Traismauer noch der Ehrentreffer, den Milan Miklos Papp in der 69. Minute zum 1:6-Endstand erzielte. Braith verwies darauf, dass seine Mannschaft grundsätzlich zu Chancen komme, sich dafür aber zu selten belohne. „Es ist nicht so, dass wir komplett unterlegen sind. Aber wir haben einfach kein Spielglück zurzeit. Wir treffen falsche Entscheidungen, gewinnen die Fünfzig-Fünfzig-Zweikämpfe nicht und machen die wichtigen Tore nicht“, sagte er. Die späte Rote Karte gegen Berkay Kayhan in der 84. Minute änderte am Ausgang nichts mehr. Braith wollte die Szene nicht überbewerten, merkte aber an, dass mit mehr Fingerspitzengefühl auch eine Gelbe Karte möglich gewesen wäre. Am Gesamtbild änderte das für ihn nichts: „Wir können es jetzt nicht ändern. Es ist so, wie es ist.“ Für Traismauer bleibt nach dem 1:6 damit vor allem die Aufgabe, die Spiele stabiler zu beginnen und nicht schon früh einem Rückstand hinterherzulaufen.

2. Klasse Wachau/Donau: Sieghartskirchen : Traismauer - 6:1 (4:0)

  • 69
    Milan Miklos Papp 6:1
  • 55
    David Abulesz 6:0
  • 54
    Luka Azdajic 5:0
  • 39
    Gernot Brauchart 4:0
  • 34
    David Abulesz 3:0
  • 28
    Luka Azdajic 2:0
  • 17
    Luka Azdajic 1:0