In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal feierte SPU TSV Nöchling gegen USV Bleicher Weiten einen 2:1-Heimsieg nach 0:1-Rückstand. Nöchling hatte vor der Pause viel Ball, kam aber lange nicht durch. Fabian Schachenhofer glich aus, Florian Kerschbaumer traf nach der Pause zum Sieg. Trainer Cosmin‑Gheorghe Goje sprach von einem verdienten Dreier, mahnte aber zugleich: "Offensiv war es zu wenig." Weiten verteidigte diszipliniert und hielt die Partie lange offen.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Nöchling begann mit viel Kontrolle, fand aber zunächst keinen Weg durch den dichten Weitener Block. Goje lobte genau diese Phase: "In der ersten Halbzeit haben wir viel Fußball gespielt, das war eine unserer besten. Bis zum Sechzehner sind wir oft gut durchgekommen, aber dann hat die Flanke oder der Abschluss gefehlt." Trotzdem lag sein Team früh hinten: In Minute 15 traf Fadil Gashi zum 0:1. Für Goje war es ein vermeidbares Gegentor: "Wir machen im Aufbau einen Fehler, dann kommt ein langer Ball, der Ball geht nach außen – wahrscheinlich sollte es eine Flanke sein – und mehr oder weniger rutscht er unserem Tormann ins kurze Eck." Nöchling blieb ruhig, drückte weiter und bekam den Lohn. Nach einer flüssigen Aktion holte Agim Gashi einen Elfmeter heraus, den Fabian Schachenhofer in der 32. Minute sicher zum 1:1 verwandelte. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause.
Nach Wiederanpfiff veränderte sich das Bild. "In der zweiten Halbzeit war von beiden Seiten spielerisch zu wenig, es gab mehr lange Bälle und viel Kampf", ordnete Goje ein. Gleich zu Beginn sah er die größte Gelegenheit der Gäste: "Weiten hatte da eigentlich die einzige richtige Torchance, wieder nach einem langen Ball. Wir haben hinten kurz geschlafen. Vielleicht, wenn sie den machen, läuft es anders." Nöchling hielt dagegen, blieb geduldig und nutzte dann einen Aussetzer der Gäste. "Beim zweiten Tor war ein bisschen Glück dabei: Der Gegner macht in der eigenen Hälfte einen Fehler, Kerschbaumer geht allein aufs Tor und trifft", schilderte der Coach. Florian Kerschbaumer netzte in der 77. Minute zum 2:1 – der entscheidende Treffer an einem Nachmittag, an dem viel Willen gefragt war.
Im Fazit trennte Goje sauber zwischen dem, was ihm gefallen hat, und dem, was noch fehlt. "Die erste Halbzeit nehmen wir gut mit. Wir haben viel Ballbesitz gehabt und gut gespielt", sagte er. Gleichzeitig blieb seine Kritik am letzten Drittel deutlich: "In Summe war es ein verdienter Sieg, aber im offensiven Bereich war es zu wenig." Ein Sonderlob hatte er für seinen Offensivmann parat: "Agim Gashi war heute unser bester Spieler." Den Gegner sah er stark im Zweikampf: "Weiten ist speziell in der ersten Halbzeit hinten gut gestanden und hat gut gekämpft. In der zweiten Halbzeit haben sie sogar noch mehr gearbeitet." Auch zum Unparteiischen fand Goje faire Worte: "Der Schiri war ein junger Bursch, in Summe hat er das gut gemacht. Entscheidende Fehler gab es keine."
Sportlich sind die drei Punkte für Nöchling wertvoll. In der Tabelle rangieren die Hausherren nach 19. Runde mit 36 Zählern auf Platz drei, Weiten hält als Achter bei 18 Punkten. Der eigene Anspruch bleibt in Nöchling dennoch hoch – vor allem, was die Durchschlagskraft betrifft. Goje wiederholte seine Kernbotschaft mehrfach, weil sie ihm wichtig ist: "Wir haben viel probiert, aber vorne war es zu wenig." Der 2:1-Sieg dank der Treffer von Fabian Schachenhofer und Florian Kerschbaumer nach dem frühen 0:1 durch Fadil Gashi liefert das nötige Selbstvertrauen. Nächste Woche wird es darum gehen, die spielerisch gute erste Hälfte länger auf den Platz zu bringen – und sich öfter zu belohnen.