Spielberichte

Michael Naderer (Trainer SG Waldhausen/Gloxwald): „Das 3:1 war der Knackpunkt“

Sallingberg/Ottenschlag
Waldhausen/Gloxwald

In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal musste sich die SG Sallingberg/Ottenschlag daheim der SG Waldhausen/Gloxwald mit 1:4 geschlagen geben. Die Gäste legten früh vor und kontrollierten weite Strecken, ließen aber Chancen liegen. Trainer Michael Naderer sprach von schwierigem Platz und vielen Ausfällen, nahm den Sieg dennoch nüchtern: „Wir sind zufrieden mit drei Punkten.“ Nach dem Anschlusstreffer blieb es kurz offen, ehe Waldhausen in der Schlussphase zweimal nachlegte und den Auswärtsdreier endgültig absicherte.

Pinker Fußball neben Torstange

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Frühe Führung, zähes Ringen – Waldhausen antwortet im richtigen Moment

Schon die ersten Minuten brachten den Gästen die gewünschte Ruhe. Elias Sandhofer traf zum 0:1; offiziell lief die Uhr erst kurz, da war der Bann gebrochen. „Wir sind super in die Partie gekommen“, sagte Michael Naderer. Danach wurde es zäh: „Der Platz war sehr schwierig zu bespielen, der Gegner ist sehr tief gestanden. Wir haben den Faden verloren und viele Chancen vergeben.“ Mit 0:1 ging es in die Pause. Direkt nach Wiederbeginn stellte Philipp Wurzer in Minute 47 auf 0:2. Statt die Sache trocken heimzuspielen, öffnete ein Abwehrfehler die Tür – Marek Sedlacek traf für Sallingberg zum 1:2 (63.). „Wir waren zu nachlässig, ein Abwehrfehler“, ärgerte sich Naderer. Die Entscheidung fiel, als David Marx das 1:3 nachlegte (78.): „Der entscheidende Moment war das 3:1.“ In der Nachspielzeit setzte Maximilian Neumaier mit dem 1:4 (91.) den Schlusspunkt.

Elf Ausfälle – die Breite des Kaders trägt den Sieg

Warum sich Waldhausen zwischenzeitlich so schwer tat, erklärte Naderer auch mit der eigenen Personalsituation. „Wir hatten elf Spieler nicht zur Verfügung: acht verletzt, zwei krank und einer im Urlaub.“ Das merkte man dem Spielfluss an, doch die Gäste hielten den Kurs. „Besonders gut funktioniert hat heute nicht viel“, sagte der Trainer offen, „aber genau in solchen Spielen holen wir die drei Punkte.“ Dass er keinen Einzelnen hervorheben wollte – „Einen besonderen Spieler gibt es nicht“ – passt zu seiner Betonung der Breite: „Wir haben einen super Kader mit rund dreißig Spielern, die in der Kampfmannschaft spielen können.“ Unterm Strich stand ein deutliches 1:4, das vor allem Nerven und Geduld belohnte. In der Tabelle steht Waldhausen laut Ligaportal auf Rang zwei und bleibt oben dran.

Respekt für Sallingberg und klare Worte zur Linie des Referees

Naderer hatte nach dem Spiel auch ein paar Sätze für den Gegner übrig. „Sie kämpfen. Es ist eine schwierige Situation für den Verein, sie haben gerade die U23 abgemeldet, weil sie zu wenig Spieler haben. Das muss man ihnen zugutehalten. Spielerisch ist aber nicht viel vorhanden.“ Aus seiner Sicht blieb die Partie bis zum 3:1 offen, ehe die Gegenwehr nachließ. Ein Wort verlor der Waldhausen-Coach auch über die Pfeife: „Der Schiedsrichter hat gut gepfiffen, war mir aber in den Zweikampfsituationen sehr kleinlich. Fußball ist ein Zweikampfsport, und das hat er in gewissen Situationen leider vergessen.“ Mehr Aufregung brauchte es nicht – die Gäste blieben ruhig und zogen ihr Ding bis zum Schlusspfiff durch.

Blick nach vorn: Kontinuität zurückholen

Im Ausblick richtete Naderer den Blick sofort auf die nächsten Wochen. „Wir müssen schauen, dass die verletzten Spieler Schritt für Schritt zurückkommen, damit wir wieder Kontinuität in den Kader bringen. Es ist wichtig, nicht jede Woche mit einer anderen Mannschaft zu spielen, sondern wieder unsere Elf zu finden.“ Gerade mit Blick auf das Saisonfinale sei das zentral: „In den letzten Spielen, wo es um sehr viel geht, wollen wir nicht nur punktemäßig erfolgreich sein, sondern auch am Platz performen.“ Das 1:4 in Sallingberg liefert dafür Ruhe und Rückenwind – und bestätigt das Gefühl, dass Waldhausen selbst an einem durchwachsenen Tag verlässlich punkten kann.

2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal: Sallingberg/Ottenschlag : Waldhausen/Gloxwald - 1:4 (0:1)

  • 91
    Maximilian Neumaier 1:4
  • 78
    David Marx 1:3
  • 63
    Marek Sedlacek 1:2
  • 47
    Philipp Wurzer 0:2
  • 3
    Elias Sandhofer 0:1