Deutlicher Heimsieg in Runde 22 der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal: Der SV Lichtenau fegte die SG Sallingberg/Ottenschlag mit 8:0 vom Platz. Lichtenau legte früh los, ließ hinten kaum etwas zu und hatte bei einem Strafstoß auch den Keeper als sicheren Rückhalt. Trainer Gerald Schnait sprach von einem Auftritt, der von Beginn an passte: "Wir haben gleich Druck gemacht und unsere Linie durchgezogen." Der klare Pausenstand sorgte für Ruhe, nach der Halbzeit legten die Hausherren noch einmal nach und spielten den Erfolg trocken heim.

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Lichtenau nahm die Partie sofort in die Hand. "Wir haben von Beginn an versucht, die spielbestimmende Mannschaft zu sein und gleich Druck gemacht", sagte Gerald Schnait. Schon in Minute 4 stellte Lukas Höllriegl auf 1:0, nach elf Minuten erhöhte Moritz Martin auf 2:0. Die Hausherren blieben am Drücker, Höllriegl legte in der 21. und 32. Minute zwei weitere Treffer nach und schnürte damit früh seinen Hattrick. Kurz vor der Pause setzte Alexander Schnait den nächsten Stich zum 5:0 (39.). Danach wurde es für einen Moment wackliger, wie der Coach einräumte: Lichtenau nahm es "ein bissl lockerer", Sallingberg kam besser vors Tor und bekam sogar einen Elfmeter. Der Lichtenauer Schlussmann parierte – ein Schlüsselmoment, den Schnait so einordnete: "Das schnelle Tor hat uns mental geholfen, und der gehaltene Elfer war gut für die Psyche." Mit 5:0 ging es in die Kabinen, die Weichen waren klargestellt.
Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Gastgeber das Geschehen und legten in Ruhe nach. In der 57. Minute traf Erich Stumpfer zum 6:0. Spätestens damit war die Sache endgültig entschieden, doch Lichtenau blieb aktiv, kombinierte sauber und suchte weiter den Abschluss. Der überragende Höllriegl setzte in Minute 66 seinen vierten Treffer des Abends drauf, ehe Johannes Renz nur zwei Minuten später das 8:0 (68.) nachlegte. Schnait gefiel, dass sein Team die Aufgabe konsequent vollendete: "Umso mehr Tore wir geschossen haben, desto leichter ist es für uns geworden." Gleichzeitig konnte er durchwechseln und Kräfte schonen: "Wir haben unser komplettes Wechselpotenzial ausgeschöpft, alle fünf Wechsel gemacht – so sind auch alle Ersatzspieler zum Einsatz gekommen." Lichtenau hatte mehr vom Spiel, ließ hinten wenig zu und brachte den klaren Heimerfolg ohne Hektik ins Ziel.
In seiner Analyse hob Gerald Schnait vor allem die Arbeit gegen den Ball und das Miteinander hervor: "Gut funktioniert hat der Zusammenhalt, einer ist für den anderen gelaufen. Die Laufbereitschaft war stark." Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen den Teams wurde er deutlich: "Wir waren körperlich und mental viel schneller, reaktionsschneller, griffiger in den Zweikämpfen." Respekt fand er auch für den Gegner: "Sallingberg hat versucht, mitzuspielen. Das ist ihnen aber eher wenig gelungen." Positiv fiel seine Einschätzung zur Leitung aus: "Die Schiedsrichterleistung war okay. Es war ein sehr fair geführtes Spiel, es hat kaum strittige Situationen gegeben." Sorge bereiten ihm hingegen die Ausfälle: "Wir haben jede Woche andere Verletzte. Beim Kapitän, Florian Trapel, müssen wir schauen, er geht erst zum Arzt." Den Ausblick formuliert er nüchtern: "Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen, damit wir jede Woche eine schlagkräftige Mannschaft am Platz haben." Und zum Schluss schickte der Coach noch Grüße: "Ich wünsche unseren verletzten Spielern eine schnelle, gute Genesung – hoffentlich stehen sie bald wieder am Platz."