Spielberichte

Wiesinger trifft in der Nachspielzeit: Nöchling holt 0:2 auf

SPU TSV Nöchling
SV Lichtenau

In der 23. Runde der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal erkämpfte der SPU TSV Nöchling gegen den SV Lichtenau nach 0:2-Pausenrückstand noch ein 2:2. Nach dem Anschluss von Jakob Geyrhofer (70.) traf Max Wiesinger in der Nachspielzeit zum Ausgleich. Trainer Cosmin-Gheorghe Goje sprach von großer Moral und einem „absolut verdienten X“, sah aber sogar „die Chance, das Spiel noch zu gewinnen“. Beide Teams boten ein schnelles, intensives Unterhausspiel, in dem Nöchling nach der Pause das Heft in die Hand nahm.

Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückschlag und ein bitteres 0:2 zur Pause

Nöchling erwischte keinen idealen Start: Bereits in Minute 7 stellte Johannes Renz für Lichtenau auf 0:1, und kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Moritz Martin in der 45.+1 Minute auf 0:2. Dazwischen erlebte die Partie eine offene erste halbe Stunde mit hohem Tempo und vielen Duellen. Cosmin-Gheorghe Goje ordnete ein: „Es war ein gutes Spiel, wirklich für die 2. Klasse. Beide Mannschaften wollten Fußball spielen, das Tempo war hoch.“ Bitter zudem: „Unser Kapitän hat den Ball ins Gesicht bekommen, da wussten wir kurz nicht, ob er weitermachen kann.“ Das späte 0:2 vor der Pause drückte auf die Stimmung: „Das Tor in der Nachspielzeit hat wehgetan, in der Kabine waren die Köpfe unten.“ Gleichwohl betonte er: „In der ersten Halbzeit hätten beide drei, vier Tore machen können.“

Nöchling legt nach der Halbzeit zu und glaubt an die Wende

Nach dem Seitenwechsel wurde Nöchling deutlich aktiver. Der Trainer stellte um: „Wir mussten einmal verletzungsbedingt tauschen und haben zur Pause sechs Positionen geändert.“ Der Plan griff, das Heimteam hatte mehr Ballbesitz und ließ kaum noch etwas zu. „In der zweiten Halbzeit waren wir klar besser im Ballbesitz, der Gegner hatte da gar nichts“, sagte Goje. Der Anschluss fiel folgerichtig in Minute 70 durch Jakob Geyrhofer – und die Hausherren blieben am Drücker. Bis in die Nachspielzeit glaubte Nöchling an den Punkt und mehr. „Wir haben bis zum Schluss dran geglaubt“, betonte der Coach, und wurde belohnt: In der 90.+1 Minute traf Max Wiesinger eiskalt zum 2:2. Ein später, aber verdienter Lohn für eine starke zweite Hälfte, in der Nöchling das Spiel klar in seine Richtung schob.

Chancen liegen gelassen, U23 liefert – Goje mit gemischter Bilanz

Trotz des Comebacks haderte Goje mit der Effizienz vor der Pause: „Wir waren dreimal allein aufs Tor – die müssen wir machen.“ Er ließ aber keinen Zweifel am Gesamtbild: „Ich bin mit unserem Auftritt zufrieden, vor allem mit der Moral.“ Auch den Gegner würdigte er: „Lichtenau ist eine gute Mannschaft, steht gut und hat vorne Qualität. Aus vier Chancen haben sie zwei gemacht.“ Diskussionen gab es laut Coach keine: „Da gab es nichts zu diskutieren.“ In der Schlussphase lag sogar der Lucky Punch in der Luft. „In der letzten Minute hatten wir nach einer Ecke einen super Konter über mehrere Stationen – der Schuss landete im Außennetz statt beim Stanglpass.“ Ein kurzer Zusatz des Trainers galt der Breite im Verein: Die U23 feierte einen 2:0-Sieg, und mit Doppelbelastung halfen auch Oliver Ringler und Torschütze Jakob Geyrhofer – „Hut ab vor der ganzen Mannschaft.“

2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal: TSV Nöchling : Lichtenau - 2:2 (0:2)

  • 91
    Max Wiesinger 2:2
  • 70
    Jakob Geyrhofer 1:2
  • 46
    Moritz Martin 0:2
  • 7
    Johannes Renz 0:1