In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal setzte die SG Waldhausen/Gloxwald zum großen Finale an und gewann gegen den USV Bleicher Weiten klar mit 10:0. Der frischgebackene Meister kontrollierte von Beginn an, traf im Takt und ließ dem tief stehenden Gegner keine Luft. Trainer Michael Naderer ordnete ein: „Wir wollten Vereinsrekorde brechen – die meisten Tore, Punkterekord, ungeschlagen bleiben – und haben deshalb über 90 Minuten so überzeugt.“ Ein Abschluss nach Maß vor der wohlverdienten Feierpause.

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Waldhausen/Gloxwald legte los, als wollte die Mannschaft jeden Zweifel gleich zu Beginn ausräumen. Michael Naderer brachte es nachher schlicht auf den Punkt: „Wir haben von der ersten Minute an die Kontrolle übernommen. Weiten hat sich sehr tief hineingestellt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis wir das erste Tor schießen.“ Diese Führung besorgte Simon Freinschlag in Minute 17, drei Minuten später legte Thomas Steindl nach. Elias Sponseiler erhöhte in der 37. Minute, kurz vor der Pause traf Philipp Wurzer zum 4:0.
Zur Halbzeit war die Partie praktisch entschieden, doch der Meister blieb am Drücker. David Marx stellte in der 54. Minute auf 5:0, Sponseiler legte in der 59. und 74. Minute nach und schnürte damit seinen Dreierpack. Maximilian Winkler (77.) und Ralf Rainbacher (80.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe, ehe Philipp Wiesmüller in der 90. Minute den Schlusspunkt zum zweistelligen 10:0 setzte. „Ab dann ist es dahin gegangen. Wir haben keine Minute nachgelassen“, sagte Naderer – und genau so las sich der Spielbogen.
Dass Waldhausen/Gloxwald nicht vom Gas ging, hatte einen klaren Hintergrund. „Wir sind vor zwei Wochen Meister geworden. Im letzten Heimspiel wollten wir Vereinsrekorde brechen: die meisten Tore, Punkterekord, die wenigsten Gegentore, ungeschlagen bleiben“, erklärte Naderer. „Wir haben uns genau darauf konzentriert und deshalb über neunzig Minuten so überzeugt.“ Der Plan war sichtbar: viel Druck, hohe Laufbereitschaft, sauberes Nachsetzen nach jedem Ballverlust. Weiten hielt mit großem Fleiß dagegen, blieb aber tief und suchte vor allem, das Ergebnis zu halten. „Mit dem Druck und der Energie, mit der wir ins Spiel gehen, ist es für jede Mannschaft sehr schwer, lange standzuhalten“, meinte der Coach. Der Meister belohnte sich regelmäßig, nutzte seine Chancen eiskalt und ließ hinten kaum etwas zu. Sponseiler erwischte dabei einen besonders starken Tag mit drei Treffern, doch auch die breite Verteilung der Tore unterstrich, wie geschlossen die Hausherren auftraten. Am Ende stand ein Ergebnis, das die Kräfteverhältnisse des Tages klar widerspiegelte.
Neben all den Treffern richtete Naderer den Blick nach dem Kantersieg schnell auch schon nach vorne. Auffällig unspektakulär lief es aus seiner Sicht an der Seitenlinie ab: „Den Schiedsrichter habe ich gar nicht wahrgenommen. Das war eine ganz neutrale Leistung.“ Nach dem Schlusspfiff durften dann endlich die Korken knallen. „Jetzt feiern wir einmal, drei Tage Malle“, grinste Naderer, ohne den Fokus zu verlieren: „In zwei Wochen starten wir die Vorbereitung auf die erste Klasse.“ Der Meister hat geliefert, die Rekordjagd war ein starker Antrieb – und das 10:0 gegen Weiten ein lauter Schlusston vor der nächsten Herausforderung.