Wind, viel Kampf und späte Tore prägten das Saisonfinale in der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal: Die SG Sallingberg/Ottenschlag verlor gegen den SKV St. Oswald mit 0:2. Nach einer zerfahrenen ersten Hälfte blieb es lange torlos, ehe Daniel Kampleitner in der Schlussphase doppelt zuschlug. Co-Trainer Günter Öhlzelt haderte vor allem mit der eigenen Frische: "Uns haben Spritzigkeit und Biss gefehlt." Gleichzeitig erkannte er den verdienten Auswärtssieg der Gäste an und sprach von einem späten "Lucky Punch", der das Spiel entschied.

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Das Spiel begann nicht auf dem Rasen, sondern am Himmel. "Die Partie hat stürmisch begonnen – nicht am Spielfeld, sondern wegen des Windes. Es ist sehr starker Wind gegangen", beschrieb Co-Trainer Günter Öhlzelt den Start. Der Ball flog unkontrolliert, einfache Pässe wurden zu Lotteriescheinen, beide Teams hatten Mühe, überhaupt Struktur hineinzubringen. "In der ersten Halbzeit ist kein ordentliches Fußballspiel zustande gekommen", sagte Öhlzelt klar. Vieles spielte sich im Mittelfeld ab, ohne klare Chancen auf beiden Seiten. Entsprechend folgerichtig ging es mit 0:0 in die Kabinen. Keiner wollte bei den Bedingungen zu viel riskieren, Sicherheit ging vor – und genau das nahm dem Spiel in den ersten 45 Minuten das Tempo.
Auch nach der Pause blieb es ein Ringen um jeden sauberen Ballkontakt. "Die zweite Halbzeit ist genauso wie die erste dahingeplätschert, ohne wirkliche Torszenen", fasste Öhlzelt zusammen. Auffällig war vor allem das Alu-Pech auf beiden Seiten, mit dem klaren Übergewicht bei St. Oswald: "Die Gäste haben zweimal die Latte getroffen, wir einmal die Stange, St. Oswald noch einmal – also 3:1 an Stangenschüssen." Als vieles auf ein 0:0 hindeutete, nutzten die Gäste einen Fehler in der Vorwärtsbewegung eiskalt. "St. Oswald hat den Lucky Punch gemacht", sagte Öhlzelt zum 0:1. Torschütze war Daniel Kampleitner in der 83. Minute. In der Nachspielzeit legte derselbe Spieler zum 0:2 nach (90.+3). "Kein unverdienter Sieg für St. Oswald letztendlich", räumte der Co-Trainer fair ein.
Bei der Ursachenforschung blieb Öhlzelt deutlich. "Uns haben Spritzigkeit und Biss gefehlt", sagte er und nannte damit den Kern dessen, was seiner Mannschaft über weite Strecken abging. Es ist für ihn kein Einzelfall: "Was sich schon die letzte halbe Saison durchzieht: Wir sind immer einen Schritt hintennach. Im Kopf müssen wir handlungsschneller werden." Gerade bei widrigen Bedingungen braucht es Entscheidungen ohne Zögern – genau dort zahlten sich kleine Fehler teuer aus. Die Enttäuschung über das verpasste positive Ende war spürbar. "Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, dass wir das letzte Spiel nicht positiv abgeschlossen haben." Trotzdem blieb die Einordnung sachlich: Der Gegner nutzte die Momente, Sallingberg/Ottenschlag nicht. Daraus will man lernen – mit mehr Frische, mehr Konsequenz und schnellerem Handeln.