In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich USC Maria Taferl in Runde 3 bei SV Lichtenau mit 2:0 durchgesetzt. Nach einem torlosen ersten Durchgang trafen Mate Szalka kurz nach der Pause und Patrick Luegbauer in der Schlussphase. Trainer Martin Ledermüller sprach von einer über weite Strecken spielbestimmenden Vorstellung seiner Mannschaft, auch wenn ihn die Chancenverwertung und manche unnötigen Ballverluste noch nicht ganz zufriedenstellten.

Image by Phillip Kofler from Pixabay
Aus Sicht des Maria-Taferl-Trainers war die Richtung der Partie schon früh zu erkennen. „Wir waren eigentlich von Anfang an ein bisschen matchbestimmend. Wir haben im Mittelfeld gepresst, und das hat ganz gut funktioniert“, sagte Ledermüller nach dem Auswärtssieg. Seine Mannschaft hatte nach dieser Einschätzung mehr vom Spiel und setzte den Gegner mit einer etwas anderen Herangehensweise im Pressing unter Druck. Was im ersten Durchgang aber noch fehlte, war die Konsequenz in den entscheidenden Aktionen. „Wir haben die Chancen nicht reingemacht und manches schlampig fertig gespielt“, so der Trainer. Deshalb blieb es zur Pause beim 0:0, obwohl Maria Taferl nach seiner Darstellung die aktivere Mannschaft war und sich die besseren Möglichkeiten erarbeitet hatte.
Direkt nach dem Seitenwechsel bekam der Auftritt der Gäste dann auch den passenden Ertrag. In der 49. Minute brachte Mate Szalka Maria Taferl mit 1:0 in Führung. Ledermüller schilderte die Entstehung des Treffers so: „Auf der Sechserposition haben wir den Ball erkämpft. Dann haben wir einen weiten Ball gespielt, den Torwart überspielt und reingeschoben.“ Mit diesem Tor konnte der USC die eigene Überlegenheit endlich auch auf die Anzeigetafel bringen. Der Trainer hatte danach weiter das Gefühl, dass sein Team das Spiel im Griff hatte, auch wenn es noch nicht endgültig entschieden war. Vor dem zweiten Treffer gab es laut Ledermüller noch einen Lattenschuss, ehe Patrick Luegbauer in der 84. Minute nach einem Angriff über die rechte Seite zum 2:0 traf. „Das 2:0 war dann das Entscheidende, da war das Match entschieden“, sagte der Coach.
Besonders zufrieden war Ledermüller mit der mannschaftlichen Arbeit gegen den Ball und mit der Ordnung im Spiel seiner Elf. „Jeder hat sich für jeden zerrissen. Wir haben die Positionen gehalten und die Abstände eingehalten. Genau das, was wir vor dem Spiel besprochen haben, haben wir eigentlich ganz gut gemacht“, erklärte er. Damit beschrieb er ziemlich genau, was den Auftritt der Gäste aus seiner Sicht ausgemacht hat. Gleichzeitig sprach der Trainer aber auch offen an, wo noch Luft nach oben bleibt. „Nur zeitweise haben wir schlampig fertig gespielt, überhastet agiert und durch schlechte Passqualität unnötig Bälle verloren“, meinte Ledermüller. Auch den Gegner ordnete er sachlich ein: Lichtenau sei „eine ganz junge Mannschaft“ mit einzelnen starken Spielern gewesen. Vor allem über eine Seite habe es Probleme gegeben. Dass dieser gefährliche Spieler im weiteren Verlauf ausfiel, „hat uns auch ein bisschen in die Karten gespielt“, sagte der Maria-Taferl-Coach.
Mit dem 2:0 nimmt Maria Taferl aus Runde 3 nicht nur drei Punkte mit, sondern steht in der Tabelle nun bei sieben Zählern ganz vorne dabei. Für Ledermüller ist das allerdings kein Grund, sich zurückzulehnen. „Ich finde, dass wir am richtigen Weg sind“, sagte er und verwies vor allem auf die Arbeit unter der Woche. „Wir sind im Training immer viele Leute, aber man darf sich auf dem, was wir momentan erreichen, nicht ausruhen.“ Der Trainer fordert weiter Konsequenz, Ruhe und Geschlossenheit. „Immer weiterarbeiten, positiv bleiben und als Mannschaft auftreten. Das machen wir momentan ganz gut“, meinte er. Nach dem Auftritt in Lichtenau passt diese Einordnung: Maria Taferl hatte mehr vom Spiel, ließ hinten wenig Diskussionen aufkommen und belohnte sich nach der Pause mit zwei Treffern zur richtigen Zeit.