Spielberichte

„Nach dem Ausgleich wieder nach vorne gespielt“ – Kirchschlag erzwingt den Derby-Sieg

Kirchschlag/Waldv.
TSU Martinsberg

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat USV Kirchschlag/Waldv. das Derby gegen TSU Martinsberg mit 2:1 für sich entschieden. Nach einer ausgeglichenen und laut Trainer Manuel Müller sehr fairen Partie blieb die Heimelf auch nach dem 1:1 dran und holte sich den Sieg doch noch. Lange sah vieles nach einer Punkteteilung aus, ehe der Gastgeber in der Schlussphase noch einmal zulegte.

Mehrere Spieler auf dem Platz - ein Betreuer trägt eine Eisbox

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Frühe Warnung, dann schlägt Kirchschlag zu

„Das Spiel hatte wieder Derby-Charakter. Man hat gemerkt, beide Mannschaften wollten unbedingt das Derby gewinnen“, sagte Müller nach dem Schlusspfiff. Der Kirchschlager Trainer sprach zugleich von einem „sehr fairen Derby“, in dem es aus seiner Sicht keine gravierenden Szenen gab. Sportlich begann die Partie mit einer Warnung für die Heimelf, denn Martinsberg traf in den Anfangsminuten die Stange. Danach bekam Kirchschlag genau das Spiel, das Müller erwartet hatte: viele lange Bälle des Gegners, wenig Raum und viel Arbeit gegen den Ball. „Martinsberg hat es uns sehr schwer gemacht“, sagte er. „Der Torhüter hat immer wieder versucht, mit langen Bällen die Stürmer zu suchen, dadurch mussten wir sehr tief stehen.“ Trotz dieser Phase fand Kirchschlag in der 32. Minute den Weg zur Führung. Michael Müller setzte sich über die rechte Seite durch, brachte den Ball zur Mitte und Ondrej Hruska schloss sauber zum 1:0 ab.

Auf das 1:1 folgt die Antwort

Mit dem 1:0 zur Pause war das Derby noch lange nicht entschieden. Kirchschlag lag vorne, Müller sah aber weiter eine „sehr ausgeglichene Partie“, in der auf beiden Seiten noch Tore möglich waren. Nach 62 Minuten glich Michal Rossmann für Martinsberg aus, und in dieser Phase deutete viel auf ein Remis hin. Genau dort setzte für den Kirchschlager Trainer aber der entscheidende Punkt an. „Der entscheidende Unterschied war, dass wir nach dem Ausgleich wieder nach vorne gespielt und den Siegstreffer erzwungen haben“, erklärte Müller. In der 74. Minute fiel dieses 2:1 dann auch tatsächlich: Nach einem Stanglpass traf Bernhard Führer zur neuerlichen Führung. Müller sprach davon, dass seine Mannschaft damit den „Lucky Punch“ setzte. Ganz durch war die Sache trotzdem nicht, weil Martinsberg in der letzten Minute noch einmal die Stange traf. Dazu kam, dass der Martinsberger Tormann seine Elf schon in der ersten Hälfte mit drei starken Paraden im Spiel hielt und nach der Pause auch noch einen Kopfball von der Linie kratzte. „Somit wären auf beiden Seiten noch Tore möglich gewesen, und ich denke, dass wir auch verdient gewonnen haben“, sagte Müller.

Tiefer Block, schwieriges Spiel mit Ball

Die Erklärung für den Heimsieg suchte Müller weniger in schönen Angriffsphasen als in der Arbeit gegen den Ball. „Wir haben die langen Bälle großteils gut wegverteidigt“, sagte er, und genau das war gegen Martinsberg auch nötig. Die Gäste, so beschrieb es der Kirchschlager Trainer, wollten hinten gut stehen und dann ihre schnellen Stürmer einsetzen. „Da muss man neunzig Minuten immer wachsam sein, damit man diese Spieler in den Griff bekommt“, meinte Müller. Im eigenen Ballbesitz lief es bei Kirchschlag nicht immer sauber. Weil seine Mannschaft tief verteidigen musste, entstand laut dem Trainer „ein größeres Loch im Zentrum“, das das Spiel nach vorne erschwerte. Umso höher bewertete er, dass seine Elf nach dem Ausgleich nicht passiv wurde. Der Derby-Sieg bringt Kirchschlag damit nach zwei Spielen auf vier Punkte. Für die Partie selbst blieb für ihn aber vor allem hängen, dass seine Mannschaft in einem engen Spiel nach dem 1:1 noch einmal die richtige Antwort fand.

2. Klasse Waldviertel Süd: Kirchschlag/Waldv. : Martinsberg - 2:1 (1:0)

  • 74
    Bernhard Führer 2:1
  • 62
    Michal Rossmann 1:1
  • 32
    Ondrej Hruska 1:0