In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat die SG Sallingberg/Ottenschlag beim USV Bleicher Weiten trotz früher Führung von Matthias Stummer am Ende klar mit 1:4 verloren. Trainer Patrick Öhlzelt machte vor allem den Ausgleich kurz vor der Pause als Knackpunkt aus. Danach habe Weiten mehr Druck aufgebaut, die Zweikämpfe besser geführt und das Spiel nach der Pause deutlich auf seine Seite gezogen.

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Für die Gäste begann die Partie nach Wunsch. Schon in der 3. Minute brachte Matthias Stummer die SG mit 1:0 in Führung. Öhlzelt sprach deshalb auch von einem guten Start seiner Mannschaft und hielt fest: "Die Partie hat gut für uns begonnen." Danach blieb es laut dem Trainer auf beiden Seiten offen, weil Chancen auf beiden Seiten da waren. In der 23. Minute jubelte die SG sogar noch einmal, doch der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. Öhlzelt wollte diese Szene nicht überbewerten und sagte ehrlich: "Von meiner Position war nicht klar auszumachen, ob es wirklich Abseits war. Das war für den Schiedsrichter sicher schwierig zu entscheiden." Umso bitterer war für die Gäste dann das 1:1 tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Michael Fuchs für Weiten ausglich und damit das Spiel in einen neuen Verlauf brachte.
Genau an diesem Zeitpunkt setzte für Öhlzelt der entscheidende Bruch an. "Entscheidend war sicher das 1:1 kurz vor der Pause. Wenn man da mit einer 1:0-Führung in die Pause geht, kann man vielleicht besser reagieren und den Gegner nicht so stark machen", sagte der Trainer nach dem Spiel. Stattdessen nahm Weiten dieses Tor mit in die Kabine und kam laut Öhlzelt "mit Selbstvertrauen" wieder heraus. Die Gastgeber blieben auch in der zweiten Hälfte am Drücker und drehten die Partie zunächst in der 65. Minute durch Alexander Kreutner. Nur sechs Minuten später legte Dominik Hellerschmid das 3:1 nach, ehe Julian Schindele in der 84. Minute den Endstand von 4:1 herstellte. Aus Sicht der SG entstand so aus einer zunächst offenen Partie am Ende doch noch eine deutliche Niederlage.
Dass das Spiel nach dem Seitenwechsel so deutlich kippte, erklärte Öhlzelt vor allem mit dem Verhalten seiner Mannschaft gegen den Ball und in den direkten Duellen. "Wir haben leider in weiten Teilen die Zweikämpfe vermissen lassen oder sind nicht so gut in die Zweikämpfe gekommen wie Weiten", sagte er. Für ihn war genau das einer der Hauptgründe, warum der Sieg der Hausherren letztlich auch in dieser Höhe verdient war. Dazu kam, dass die SG nach vorne kaum noch sauber durchkam. "Im Spiel nach vorne war es mühsam. Weiten hat gut verteidigt und uns nicht ins letzte Drittel durchdringen lassen", so Öhlzelt. Den Gegner beschrieb er als aggressiv gegen den Ball, mit Tempo nach vorne und immer wieder auch mit langen Bällen. Vor allem die schnellen Stürmer hätten seiner Mannschaft "das Leben ein bisschen schwierig gemacht".
Besonders schwer wog für den Trainer, dass seine Mannschaft diesmal nicht an das anschließen konnte, was sie in den Wochen davor gezeigt hatte. "Wenn man die Leistungen der letzten Wochen vergleicht, haben wir vieles vermissen lassen, was wir die letzten Wochen besser gemacht haben", sagte Öhlzelt. Einen großen Nebenkriegsschauplatz wollte er aus dem Abend aber nicht machen. Abgesehen vom aberkannten Treffer sprach er von keinen besonderen strittigen Szenen und stellte dem Unparteiischen ein ordentliches Zeugnis aus: "Sonst hat der Schiedsrichter eine gute Leistung gezeigt." Für die SG bleibt damit nach Runde vier eine weitere bittere Niederlage stehen, während Weiten seinen starken Start untermauerte. Aufseiten der SG ist die Richtung für die kommenden Tage dennoch klar. "Jetzt heißt es, die Niederlage wegstecken und nächste Woche wieder fokussieren und angreifen", gab Öhlzelt die Linie vor.