In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich USV Klein-Pöchlarn im Heimspiel gegen Union Sportclub Pöggstall Jägerbau mit 1:0 durchgesetzt. Trainer Harald Schobersberger sprach von einem verdienten Sieg, auch wenn seine Mannschaft anfangs ein Riesenglück brauchte. Danach hatte Klein-Pöchlarn mehr vom Spiel, blieb nach der Pause hinten stabil und nahm dank des Treffers von Vitalij Srjuba die drei Punkte mit.

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Der Beginn war aus Sicht der Gastgeber der schwierigste Teil des Abends. Schobersberger sagte offen, dass seine Mannschaft "die ersten 20 Minuten ein bisschen gebraucht" habe, um in die Partie zu finden. Dazu kam gleich zu Beginn jene Szene, die der Trainer als "Riesenglück" einordnete, weil Klein-Pöchlarn nicht in Rückstand geriet. Diese frühe Warnung war aber offenbar auch ein Weckruf. Nach und nach kam der USV besser hinein, wurde sicherer im Spiel mit dem Ball und zog die Partie immer mehr auf seine Seite. Schobersberger formulierte es klar: "Nach 20 Minuten sind wir immer besser ins Spiel gekommen und waren klar überlegen bis zur Halbzeit." Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, änderte für ihn nichts daran, dass seine Mannschaft bis dahin die aktivere und spielerisch bessere war.
Nach dem Seitenwechsel sah der Klein-Pöchlarner Trainer seine Mannschaft nicht mehr ganz so dominant wie noch vor der Pause, aber in einem Punkt sehr verlässlich. "Nach der Pause waren wir nicht mehr so überlegen, haben aber keine einzige Torchance mehr zugelassen", sagte Schobersberger. Genau das war die Grundlage dafür, dass der knappe Vorsprung später auch hielt. In der 57. Minute fiel dann das entscheidende Tor: Vitalij Srjuba brachte Klein-Pöchlarn mit 1:0 in Führung. Schobersberger fasste den Gesamtauftritt seiner Mannschaft so zusammen: "Über die 90 Minuten waren wir spielerisch die bessere Mannschaft, haben verdient gewonnen und hatten auch ein Torschancenplus." Dass der Sieg dennoch bis zum Ende eng blieb, lag auch daran, dass Klein-Pöchlarn trotz Überlegenheit nicht nachlegen konnte. Der Trainer verwies dabei zusätzlich auf zwei Stangenschüsse, die den Spielraum nach vorne hätten vergrößern können.
So zufrieden Schobersberger mit dem Ergebnis und dem Auftritt gegen den Ball war, so deutlich sprach er auch an, warum aus dem Chancenplus kein klarerer Heimsieg wurde. Seine Mannschaft habe zwar einige gute Situationen gehabt, sei vor dem Tor aber nicht konsequent genug gewesen. Im letzten Drittel habe oft der letzte Pass gefehlt, manches hätte man besser lösen müssen. Gerade deshalb bekam das Defensivverhalten für ihn noch mehr Gewicht. "Die größte Stärke war heute sicher das Abwehrverhalten", betonte der Trainer, und genau darin lag an diesem Abend der Unterschied. Weil Klein-Pöchlarn nach dem Seitenwechsel nichts mehr anbrannte und die Null hielt, reichte der eine Treffer von Srjuba für drei Punkte. Oder, wie es Schobersberger selbst nüchtern sagte: "Wenn man nur das eine Tor schießt, dann ist es halt immer knapp."