In der 2. Klasse Waldviertel Süd musste sich SCU Emmersdorf am Freitagabend bei SV Leiben mit 0:2 geschlagen geben. Trainer Roland Zimmerl sah dabei eine Partie, die aus seiner Sicht lange auf Augenhöhe verlief, ehe ein unglückliches Gegentor kurz vor der Pause und ein Konter nach der Pause den Unterschied machten. Vor allem die fehlende Effizienz vor dem Tor zog sich für ihn wieder einmal durch das Spiel.

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Zimmerl legte nach dem Schlusspfiff Wert darauf, die Partie nicht nur am Ergebnis festzumachen. "Das Spiel war aus meiner Sicht ziemlich ausgeglichen. Wir hatten einige gute Möglichkeiten, in Abschlusssituationen zu kommen. Leiben hatte das genauso", sagte der Emmersdorf-Trainer. Auch in den Zweikämpfen sah er zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die einander nur wenig schenkten. Lange sprach also vieles dafür, dass sich eine enge Begegnung entwickeln würde. Dann aber gerieten die Gäste kurz vor der Pause in Rückstand. In der 40. Minute brachte Markus Gruber die Hausherren mit 1:0 in Führung. Zimmerl sprach dabei von einem "sogenannten Pingpongtor" und schilderte die Szene als besonders unglücklich. Nach einer Freistoßflanke von rechts konnte Emmersdorf zunächst klären, doch der Ball sprang wieder gefährlich zurück. Der Tormann hielt noch, der Ball kam aber erneut retour und kullerte am Ende doch ins Tor. Für die Gäste war das ein bitterer Moment, weil bis dahin vieles offen gewesen war.
Gerade deshalb gefiel Zimmerl die Reaktion seiner Mannschaft zunächst durchaus. "Nach der Pause waren zunächst wir das aktivere Team, wir haben noch nicht aufgegeben", sagte er. Emmersdorf versuchte also, das Spiel wieder in die eigene Richtung zu ziehen, musste dafür aber auch etwas mehr riskieren. Dadurch bekam Leiben laut Zimmerl ebenfalls Räume und kam zu weiteren Abschlüssen. Der eigentliche Knackpunkt war für den Emmersdorf-Coach am Ende aber nicht nur das erste Gegentor, sondern vor allem die eigene Chancenverwertung. "Der Knackpunkt war dieses sehr unglückliche Gegentor und dass wir aus unseren Möglichkeiten einfach zu wenig gemacht haben", sagte er. Genau dieses Thema zog sich dann auch durch die zweite Hälfte. Als Emmersdorf aus einer eigenen Standardsituation zu wenig machte und der Abschluss geblockt wurde, lief der Gegenangriff. Diesen Konter nutzte Leiben in der 73. Minute zum 2:0 durch Fabian Rameder. Für Zimmerl passte dieses Tor leider ins Bild des Abends: vorne fehlte die Konsequenz, hinten wurde das Risiko sofort bestraft.
Trotz der Niederlage war beim Emmersdorf-Trainer nicht nur Enttäuschung zu hören. Er machte deutlich, dass ihm das Auftreten seiner Mannschaft weiterhin Mut macht. "Was bei uns im Großen und Ganzen funktioniert hat, war sehr viel. Leider funktioniert seit Wochen der Abschluss zum Tor nicht wirklich, und das zieht sich wie ein roter Faden durch", sagte Zimmerl. Deshalb fiel sein Fazit auch zweigeteilt aus: Einerseits sah er seine Mannschaft über weite Strecken absolut konkurrenzfähig, andererseits fehlte erneut der Ertrag. "Unser Auftreten, unser Wille, unsere Aggressivität und unser Zweikampfverhalten stimmen mich trotzdem sehr positiv. Wir müssen im Boxbereich giftiger werden und das Tor unbedingt erzwingen wollen." Gleichzeitig verteilte Zimmerl auch Respekt an den Gegner. Er lobte das "sehr gute Kollektiv" von Leiben, hob Markus Gruber als kaltschnäuzigen Stürmer hervor und sprach außerdem anerkennend über die Leistung der Gastgeber in der Defensive. Besonders ein Leibener Spieler mit der Nummer 17 habe "das wirklich sehr, sehr gut gemacht". Auch dem Trainer der Hausherren zollte er Respekt. So blieb für Emmersdorf unter dem Strich eine 0:2-Niederlage, aus der Zimmerl trotz allem einen klaren Auftrag mitnimmt: "Wir wünschen uns, dass wir uns irgendwann für den Aufwand, den wir haben, auch belohnen."