Im Duell der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich USV Bleicher Weiten gegen USC Maria Taferl lange ordentlich gewehrt, musste sich am Ende aber mit 1:4 geschlagen geben. Nach einer torlosen ersten Hälfte zog Maria Taferl nach der Pause davon und stellte die Weichen früh auf Sieg. Sektionsleiter David Hofbauer sah den Schlüssel im höheren Pressing, in der Kompaktheit und in der konsequenteren Chancenverwertung.

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Die Partie brauchte laut Hofbauer eine klare Anlaufzeit. "Die ersten zehn bis 15 Minuten haben sich beide Mannschaften abgetastet", sagte der Sektionsleiter und sprach von einem vorsichtigen Beginn, in dem es auf beiden Seiten keine nennenswerten Torchancen gab. Erst mit Fortdauer der ersten Hälfte bekam Maria Taferl immer mehr Zugriff. "Wir haben gemerkt, dass wir den Gegner mit höherem Pressing unter Druck setzen können", schilderte Hofbauer. Genau dort begann sich das Spiel auf die Seite der Gäste zu drehen. Maria Taferl erspielte sich schon vor der Pause vier, fünf sehr gute Möglichkeiten, ließ diese aber noch ungenutzt. Entweder reagierte der Torhüter von Weiten stark oder die Abschlüsse waren aus Sicht der Gäste zu fahrlässig. Trotzdem war für Hofbauer schon in dieser Phase klar, dass seine Mannschaft die Partie kontrollierte, weil hinten kaum etwas zugelassen wurde.
Zur Halbzeit stand es noch 0:0, nach dem Seitenwechsel fiel die Entscheidung dann aber recht schnell. In der 47. Minute brachte Mate Szalka Maria Taferl in Führung, nachdem ein Ball in die Tiefe noch abgefälscht worden war und er danach den Torhüter umkurvte und einschob. Die Gäste blieben danach am Drücker und legten innerhalb weniger Minuten nach. In der 62. Minute erzielte Alexander Hofbauer nach einer Unachtsamkeit der Gastgeber und einem kurzen Gestocher aus kurzer Distanz das 0:2. Nur zwei Minuten später stellte wieder Mate Szalka auf 0:3. Diesmal war es ein schön herausgespielter Angriff über die Seite, bei dem er nach einem Steckpass seitlich zum Tor kam und gekonnt ins lange Eck abschloss. Weiten kam durch Michael Fuchs in der 81. Minute mit einem sehenswerten Treffer per Ferse noch auf 1:3 heran. Ganz eng wurde es aber nicht mehr, weil Maria Taferl in der Nachspielzeit den letzten Treffer setzte: Nach Chipball, Verlängerung per Kopf und Zuspiel ins Zentrum traf erneut Szalka mit einem satten Abschluss vom Sechzehner zum 1:4.
Für Hofbauer lag der Unterschied zwischen den beiden Teams nicht erst in den Toren, sondern schon in der Art, wie seine Mannschaft das Spiel angenommen hat. "Der entscheidende Moment war sicher der Zeitpunkt, ab dem wir Weiten im höheren Pressing unter Druck gesetzt haben", sagte er. So seien Fehler im Spielaufbau erzwungen worden, wodurch Maria Taferl schneller in die Kontrolle gekommen sei. Dazu kam aus seiner Sicht die mannschaftliche Geschlossenheit. "Unsere Mannschaft ist von hinten bis vorne eine geschlossene Einheit", betonte Hofbauer. Gerade weil es bereits das achte Auswärtsspiel in Serie gewesen sei, habe die Kompaktheit wieder die Grundlage gebildet. Dass diese Ordnung auch dann gehalten wurde, als seine Elf offensiv aktiver werden musste, wertete er als besonders stark. Ebenso hob er Mentalität und Laufbereitschaft hervor und meinte: "Der Wille, das Spiel zu gewinnen, war von der ersten Minute gegeben, sodass man in den 90 Minuten nie das Gefühl gehabt hat, dass wir die Partie nicht gewinnen können."
Trotz der klaren Niederlage sprach Hofbauer dem Gegner den Einsatz nicht ab. Weiten habe in der Anfangsphase versucht, selbst Fußball zu spielen, und bis zum Schluss alles probiert. "Sie waren kämpferisch bis zur 90. Minute vorhanden", sagte er, deshalb könne sich der Gastgeber in Sachen Einsatz nichts vorwerfen. Für Maria Taferl war es dennoch ein Auswärtssieg mit klarer Aussage, weil die Gäste laut Hofbauer "auf jeder Position zumindest einen Tick besser" gewesen seien. Auch rund um die Spielleitung gab es aus seiner Sicht kaum Aufreger. Bis auf ein paar knappe Abseitsentscheidungen sei es ein absolut faires Spiel mit nur einer Gelben Karte gewesen, und auch der Schiedsrichter habe "eine durchaus gute Leistung" geboten. Mit dem 4:1 bleibt Maria Taferl in der Spitzengruppe und nimmt vor allem mit, dass die stabile Ordnung derzeit auch auswärts trägt.