In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat der USV Kirchschlag/Waldv. sein Heimspiel gegen den SCU Emmersdorf mit 1:2 verloren. Emmersdorf überstand laut Trainer Roland Zimmerl eine starke Anfangsphase der Gastgeber, schlug unmittelbar vor der Pause und kurz danach zu und brachte den Vorsprung dann mit viel Einsatz über die Zeit. „Beide Tore sind zum idealen Zeitpunkt gefallen“, sagte Zimmerl nach einem „nicht unverdienten Arbeitssieg“.

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Für die Gäste begann der Abend zunächst alles andere als bequem. Zimmerl schilderte, dass Kirchschlag zu Beginn das aktivere Team war und Emmersdorf einige Minuten brauchte, um überhaupt sauber in die Partie zu kommen. „Zu Beginn des Spiels war Kirchschlag überlegen. Wir haben Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden“, sagte der Trainer. Eine Abschlussmöglichkeit der Gastgeber musste geklärt werden, darüber hinaus wurde es laut Zimmerl in dieser Phase aber nicht wirklich zwingend. Entscheidend aus Sicht der Gäste war, dass sie sich aus dieser ersten Druckphase lösen konnten. Nach etwa zehn Minuten fand Emmersdorf besser in den Spielaufbau, wurde mutiger und auch aggressiver gegen den Ball. „Wir haben uns aus der Umklammerung befreien können und wurden dann immer aktiver“, erklärte Zimmerl. So entwickelte sich nach der klaren Anfangstendenz eine Begegnung auf Augenhöhe. Dass Emmersdorf dann noch vor dem Seitenwechsel zuschlug, passte aus Sicht des Trainers perfekt zum Spielverlauf. Nach einem verlängerten Kopfball stand Jonas Krebs richtig und brachte seine Mannschaft in der 45. Minute mit 1:0 in Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel war klar, dass Kirchschlag auf den Rückstand reagieren würde. Zimmerl hatte genau das erwartet und sprach davon, dass die Gastgeber zu Beginn des zweiten Durchgangs Druck machen wollten. Emmersdorf hielt aber dagegen und setzte dann selbst den wichtigen Nadelstich. In der 52. Minute erhöhte Pascal Halwachs mit einem Flachschuss auf 2:0, ein Treffer, der den Gästen spürbar Sicherheit gab. „Ganz wichtig war natürlich, dass beide Tore unmittelbar zum Pausenzeitpunkt und kurz nach der Pause gefallen sind. Das gab Selbstvertrauen“, sagte Zimmerl. Kurz nach dem zweiten Tor hatte er das Gefühl, dass die Partie in Richtung Emmersdorf kippen könnte, aber dieses Gefühl hielt nicht lange. Denn Kirchschlag blieb dran und kam in der 65. Minute durch Ondrej Hruska nach einer Flanke per Kopf zum 1:2. Ab diesem Moment war der Vorsprung wieder knapp, und genau so fühlte sich die Partie laut Zimmerl auch an. „Nach dem 2:0 hatte ich dieses Gefühl nur kurzzeitig bis zum Anschlusstreffer. Danach war es nicht mehr vorhanden“, meinte der Trainer. Kirchschlag warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, kam zu einigen gefährlichen Möglichkeiten, doch Emmersdorf warf sich immer wieder dazwischen. Auf der anderen Seite hätten die Gäste in der 95. Minute sogar noch auf 3:1 stellen können, ließen diese Chance aber ungenutzt.
Dass Emmersdorf diesen Auswärtssieg am Ende über die Zeit brachte, führte Zimmerl vor allem auf die mannschaftliche Geschlossenheit zurück. „Zusammenhalt und den Willen, Tore zu erzwingen und Tore zu verhindern“, nannte er als größte Stärke seines Teams. Gerade in einer Partie, in der Kirchschlag vor allem in der Anfangsphase und dann noch einmal nach dem Anschlusstreffer viel Druck erzeugte, war genau das für die Gäste der entscheidende Punkt. Zimmerl betonte auch, dass er sich auf die defensive Stabilität seiner Mannschaft verlassen konnte, selbst als es in der Schlussphase eng wurde. Gleichzeitig wollte er den Sieg nicht dazu nutzen, um Dinge schönzureden. Im Spielaufbau sei seine Mannschaft phasenweise noch „etwas zu hektisch“ gewesen, sagte er, sprach dabei aber bewusst von Nuancen, an denen weiter gearbeitet werden müsse. Umso klarer fiel sein Fazit aus: „Ich kann meiner Mannschaft heute nur ein Kompliment aussprechen, was sie heute geleistet hat.“ Lob gab es von ihm trotz der Niederlage auch für den Gegner. Kirchschlag sei „eine sehr gute Mannschaft“ mit „sehr, sehr guten Einzelspielern“, sagte Zimmerl, und räumte offen ein, dass Emmersdorf in manchen Situationen auch das nötige Glück auf seiner Seite hatte. Zu möglichen strittigen Szenen hielt er sich zurück und stellte dem Schiedsrichter insgesamt ein gutes Zeugnis aus: Er habe das Spiel „wirklich sehr gut unter Kontrolle gehabt“. So blieb unter dem Strich genau das, was Zimmerl schon kurz nach dem Abpfiff festhielt: ein hart erarbeiteter, aber aus seiner Sicht verdienter Auswärtssieg.